Fillory: Die Zauberer – Lev Grossman

Das Buch sah toll aus, der Klappentext versprach einiges, der Titel auch. Und dann bin ich damit so reingefallen. War der Anfang noch vielversprechend, je weiter ich kam desto zäher wurde es. Zuviele Verschwurbelungen, viel, viel Füllsel-Material und ich habe immer nur noch weiter gelesen, weil ich hoffte der Autor bekommt die Kurve, war die Grundidee an sich ja eigentlich gut. Leider bekam er sie nicht. Insgesamt hat mich das Buch enttäuscht, ein dicker Schinken und nicht viel dahinter.

Die fünf Sprachen der Liebe – Gary Chapman

Ratgeber sind ja immer so eine Sache für sich und definitiv Typsache. Dieses Buch hat bei mir aber einen Volltreffer gelandet und sogar meinen Mann konnte ich mit einigen Dingen daraus dafür begeistern und das will was heissen. Wie der Titel schon ahnen lässt, schreibt Chapman über die 5 verschiedenen Sprachen der Liebe und welche Schwierigkeiten daraus erwachsen, wenn nicht beide die gleiche Sprache sprechen. Auch erklärt er anhand von vielen Beispielen, wie man versuchen kann, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen und die Sprache des anderen lesen zu lernen. Für mich hat dieses Buch einige sehr wichtige Gedanken aufgeworfen, mich inspiriert und verstehen lassen. Aufgabe perfekt erfüllt!

Ich schreib Dir morgen wieder – Cecilia Ahern

Hier kann ich mich kurzfassen: das Strickmuster von Cecilia Ahern ist durchaus bekannt. Und haben mich ihre ersten beiden Bücher noch begeistert, so kann ich hier eigentlich nur noch sagen, das ich das Buch aus Gewohnheit gelesen habe. Die Hauptpersonen bekommen nicht richtig Kontur und sind nicht unbedingt Sympathieträger, die Geschichte schleppt sich so dahin und irgendwie…es war einfach nicht mehr meines und ich konnte dem Buch nicht mehr viel abgewinnen. Die fantastischen Elemente die in ihren letzten Büchern immer wieder auftauchen sind für mich nicht sehr ansprechend.

Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche – Alina Bronsky

Bronsky hat mit Scherbenpark bewiesen, das sie schnell, heftig und gut schreiben kann. In ihrem neuen Roman geht sie noch eine Spur weiter und schreibt eine Geschichte, die so durchaus passieren könnte – wo man aber zwischendurch zwischen Entsetzen und Lachen schwankt, ob der Schnelligkeit und bizarren Ereignisse. Eine Großmutter die sich in das Leben ihrer Tochter und vorallem ihrer unverhofften Enkelin einmischt und das auf so kompromisslose Weise das man sich nicht entscheiden kann, ob man sie ob ihrer Unverforenheit bewundern soll oder sich an den Kopf greifen, warum niemand aufbegehrt. Die 3 Frauen können nicht ohne einander aber auch nicht miteinander, sind durch ihre Familienbande gebunden. Bronsky hat einen Roman geschrieben, der sich nicht in eine Schublade packen lässt: auf der einen Seite fast unfreiwillig komisch und doch tragisch aber auf jedenfall: verdammt gut geschrieben!

Mit Blick aufs Meer – Elizabeth Strout

Ich tue mich ein bisschen schwer damit diesen Roman zu beschreiben. Zum einen ist er klug und auf leise Zwischentöne bedacht. Zum  anderen war er mir manchmal ein bisschen zu zerstückelt. Ich hab ihn schnell gelesen, fand einige Stellen so schön, die Beobachtungen die die Hauptperson Olive anstellt in ihrem kleinen, verschlafenen Dorf scharfsinnig und erfrischend. Trotzdem blieb nach dem Lesen insgesamt das Gefühl, einiges war zu „sperrig“, etwas unfertig.

Die geheime Sammlung – Polly Shulman

Eine kleine Perle im Jugendbuch und für alle Märchenfans ein Muss! Das „New Yorker Repositorium der verleihbaren Schätze“ ist so anschaulich von der Autorin beschrieben, das man das Gefühl hat, dieses ungewöhnliche Museum müsste es wirklich geben…Was es mit diesem zauberhaften Ort auf sich hat, erfährt Elizabeth, als sie dort einen Aushilfsjob angeboten bekommt – und das Märchen manchmal eben nicht nur Märchen sind. Eine wunderbar erzählte Geschichte mit ganz vielen liebevollen Details – das Lesen macht einfach großen Spaß!

Die Farbe von Flieder – Elizabeth Noble

Ab und an braucht es mal einen Roman, den man so weglesen kann, der das Schicksal einiger Frauen beschreibt, ihre Freundschaften, Krisen und Herausforderungen. Sowas für aufs Sofa mit Herz. Wer da also noch was sucht wird hier fündig. Besonders schön fand ich, das die Frauen sich in einem Lesekreis treffen – von den Büchern die dort gelesen wurden, sind danach einige auf meiner Liste gelandet.

Der Prinz von Pumpelonien – Katharina Kühl

Auf dieses Buch hat mich meine Freundin Christine gebracht. Es ist eines ihrer liebsten Kinderbücher. Nach der Lektüre weiss ich auch warum. Die herrliche Geschichte um den pumpelonischen Prinz Pumpel, der sich so garnicht so verhält wie seine königlichen Eltern das gerne hätten begeistert. Natürlich gibt es, wie in jedem anständigen Märchen auch eine Prinzessin, einen Drachen…aber auch einen Bibberbär und Gurkenmus! Es ist einfach ein herrliches Märchen mit viel Humor und Freude am Fabulieren. Wenn ihr also ein tolles Kindebuch zum Vorlesen (und ganz sicher auch selber lesen!) sucht, seid ihr hier genau richtig!

Die Mütter-Mafia-Trilogie – Kerstin Gier

Ich habe mich entschlossen die 3 Einzelbände (Die Mütter-Mafia, Die Patin, Gegensätze ziehen sich aus) gemeinsam zu beschreiben. Ich habe sie alle in kurzen Abständen gelesen – und mich amüsiert. Selbst zu diesem Zeitpunkt schwanger haben mich die herrlich spitzen Beobachtungen im Mütter-Kosmos (den es so garantiert in jeder deutschen Großstadt gibt) angenehm schaudern lassen. So manches Mal brachten mich die Bücher zum Schmunzeln, Lachen und Kichern. Ich gebe ehrlich zu das ich nicht ganz soviel erwartet hatte zu Anfang und dann eines besseren belehrt wurde – man schliesst die Protagonisten ja doch ins Herz und auch wenn manches Mal die Geschehnisse ein wenig überbordend werden – was solls – dafür ist es eben auch ein Buch und kein Sachbuch über die Realität. Mich hat diese Reihe jedenfalls prima unterhalten und ich verfolge den Blog von Constanze, der Hauptfigur immer wieder gerne :-)

Atem – Tim Winton

Man könnte das Buch kurz beschreiben indem man sagt: es ist ein Surfer-Roman. Das allein würde diesem Buch aber nicht gerecht. Es ist auch ein Buch über Freundschaften und Veränderungen. Ein Buch über den Kick, Adrenalin und die perfekte Welle. Wer selbst surft wird sicher noch mehr Facetten finden können, aber auch für Nicht-Surfer erzählt dieses Buch einiges über das Leben. Like!