Eine kleine Erzählung aus Großbritannien. Sicherlich nichts überaus besonderes, aber ehrlicherweise einfach genau die richtige Prise an Weihnachtsgefühl und Menschlichkeit. Ein schöner Bibliotheksfund.
Der kürzeste Tag des Jahres – Ursula Dubosarsky
Eine schöne Entdeckung aus Australien, die Autorin kannte ich bis dato nicht. Ein ansprechend erzählter Jugendroman mit ungewöhnlicher Familienkonstellation und Problemstellung – mal etwas ganz anderes. Werde die Autorin für mich vormerken!
Tante Frieda – Heidi Gebhardt
Regionalkrimis sind ja immer so eine Sache. Hier hat für mich aber alles gestimmt: Lokalkolorit, eine sympathische Ermittlerin namens Tante Frieda mit Kochleidenschaft und ebenso neugieriger Nichte, ein gewisser Witz und ein gut verpackter Kriminalfall. Zwei nette Schmökerstunden auf dem Sofa, prima Unterhaltung, Hanauherz, was willst Du mehr?
Vom Wesen der Dinge und der Liebe – Elizabeth Gilbert
Ein feiner Schmöker für Fans von geschichtlich-wissenschaftlichen Belangen, Freunden der Naturwissenschaften und vorallem der Botanik. Dicht und atmosphärisch, mit einer weiblichen Heldin ausgestattet und den damaligen Hindernissen für Frauen in der Wissenschaft gespickt, kurz: etwas für lange Leseabende.
A second Helping Chicken Soup for the Soul – Canfield/Hansen
Genau das richtige für eher stressige Zeiten und Tage, sehr viel fürs Herz, für die Seele, ich mags, wie immer. Ich persönlich finde im englischen Original wirken die Geschichten etwas natürlicher als in der manchmal nicht so gelungenen deutschen Übersetzung.
Die Analphabetin, die rechnen konnte – Jonas Jonasson
Nachdem gefühlt dieser Jonasson bereits zerissen und hochgejubelt wurde, kann ich mich ja kurzfassen: ich fühlte mich wieder bestens unterhalten (was soll ich sagen, ich mag nunmal seinen ironischen und beissenden Witz und die himmelschreiend schrägen Wandlungen und Irrfahrten seiner Figuren) – mehr Kriterien musste dieser Roman für mich nicht erfüllen.
Miss Perfect oder Das Leben hält sich nicht an deine Pläne – Alice Kuipers
Nett aufgemachtes Jugendbuch zum Thema Teenager-Schwangerschaft, Freundschaft und Elternbeziehung, mal aus einem etwas anderen Blickwinkel. Schnell gelesen, sicherlich für Jugendliche gut geeignet, die große Begeisterung konnte sich bei mir allerdings nicht einstellen.
Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte – Rachel Joyce
Nachdem ich ihren Erstling wirklich mochte, hatte ich mir hier wieder einen netten Schmöker erwartet. Ich habe mich gelangweilt. Ich habe mich wirklich durch das Buch geschleppt. So richtig kam nichts in Fahrt, die Atmosphäre war unglaublich düster (gut, so war es eben der Geschichte geschuldet…) und ich kam mit keiner der Figuren so richtig in Kontakt. Die Hauptidee des Romans konnte mich auch nicht überzeugen, eher verwirrte es mich. Ich habe schon einige sehr begeisterte Stimmen gelesen, leider kann ich mich dem nicht anschliessen.
Das Komplott – John Grisham
Das ist mal wieder ein Grisham nach meinem Geschmack. Ein sich langsam hochschraubender Plot, interessante Figuren, eine immer mehr ansteigende Spannung und ein gewisses Verwirrspiel für den Leser – klassisch gut.
Mord im Herbst – Henning Mankell
Zwischen den letzten beiden Wallandern klaffte für mich (gefühlt) eine Lücke in der Handlung. Als ich dann las, dass genau diese Lücke geschlossen werden sollte, dachte ich nur: Ha! Endlich! Und genauso war es. Der schmale Band ersetzt natürlich keinen kompletten Wallander-Fall, aber das muss und soll er auch garnicht. Für mich war er aber noch ein weiterer Zugang zu diesem brummeligen Kommissar, den ich doch sehr ins Herz geschlossen habe. Der Anhang, in dem Mankell sehr offen über die Figur des Kurt Wallander schreibt, war für mich somit noch das Sahnehäubchen.