Ein leiser, melancholischer Krimi, der langsam daherkommt, sirrend im Kopf kreist, dahintreibt, lauter wird und mit einem Paukenschlag aufhört. Ich saß minutenlang da, unfähig mich zu rühren, voller Bewunderung für diese Art zu schreiben, dieses Ende, was es schaffte, mich zu überraschen. Welch eine Seltenheit, welch ein Glück!
Zwei Zebras in New York – Marc Michel-Amadry
Wie aus einem kleinen Zeitungsartikel eine französisch-charmante Geschichte über das Glück, die Liebe und Menschlichkeit werden kann – dieser Roman zeigt es uns. Das Geschenk für die beste Freundin, für Gerneleser, für Abtaucher und Menschen die gerne „mal etwas fürs Herz“ lesen. Darf man zu einem Buch entzückend sagen? Zu diesem schon!
Du und ich und all die Jahre – Amy Silver
Netter Schmöker, den ich mir (da er an Silvester spielt) fürs Jahresende vorgemerkt hatte. Den Weihnachtsroman der gleichen Autorin fand ich im Endeffekt schöner, hier reicht es nur für „ganz nett„.
Große Ärsche auf kleinen Stühlen – Benni-Mama
Hier habe ich mich mal als Gastrezensentin bei Bibliophilin ausgetobt: Klick!
Das Museum der Stille von Yoko Ogawa
Dieses Werk von Ogawa kommt etwas ruhiger daher, der Geschichtenverlauf packt einen eher langsam – ich kann mir vorstellen, dass nicht jeder auf Anhieb in das Buch findet. Mir hat es aber wieder gut gefallen, wenn ich auch zum Einstieg eher „Das Geheimnis der Eulerschen Formel“ empfehlen würde. Yoko Ogawa hat sich in meinem Bücherregal definitiv einen Platz erobert, der bleiben wird.
24 weihnachtliche Geschichten – Diana Steinbrede (Hrsg.)
Mein diesjähriger Adventskalender, der mir wiedermal gezeigt hat, warum ich seit Jahren dieses Werk aus dem Boje Verlag kaufe: tolle Kinder und Jugendbuchautoren sind hier versammelt, die Geschichten sind mal ernst, mal witzig und immer fühlt man sich ein Stückchen weihnachtlicher nach dem Lesen. Wieder sehr gelungen!
Weihnachten in der Badewanne – Hrsg. Insel Verlag
Ich liebe Weihnachtsgeschichten. Und hier sah das Cover so nett aus, der Titel war Programm und die erste Geschichte begann witzig. Allerdings ging es danach steil bergab. Eigentlich gefielen mir im Endeffekt nur zwei Geschichten richtig gut, bei anderen suchte ich vergeblich den weihnachtlichen Bezug. Trotz namhafter Autoren kam hier bei mir keine weihnachtliche Stimmung auf. Schuss in den Ofen, leider…
Die Glücksbäckerei: Die magische Prüfung – Kathryn Littlewood
Wie auch schon der erste Teil bezaubert auch diese Fortsetzung wieder mit kreativen Backwerken und tollen Einfällen der Autorin: diesmal verlässt die Familie Glyck ihre Heimat in Richtung Paris, zu den Backmeisterschaften. Dort läuft allerdings nicht alles rund und die Familie muss ihre gaze Kreativität und Liebe zum Backen aufbringen, um dort zu bestehen. Ein Kinderbuch, dass man einfach nur rundherum gerne empfehlen möchte!
Das Schneemädchen – Eowyn Ivey
Vielleicht war ich hier ein wenig voreingenommen, hatte ich doch von einigen Kollegen und Freunden soviel Gutes über das Buch gehört, auch, dass Taschentücher vonnöten wären. Wie es dann manchmal mit Erwartungen so ist: der Roman war wirklich gut zu lesen, die Geschichte angenehm aus der Zeit gefallen, aber das große Gefühl blieb (für mich) aus. Ein kleiner Wermutstropfen in einer ansonsten angenehmen Lektüre.
Christmas Jars – Jason F. Wright
Kennt ihr Christmas Jars? Ich kannte diesen Begriff nicht – bis vor zwei Jahren meine Mutter an Heilig Abend nach Hause zurückkehrte und ein Marmeladenglas, bis obenhin gefüllt mit Münzen und Scheinen, an ihrer Haustür fand. Meine Mutter recherchierte und fand dieses Buch. Die Geschichte der Christmas Jars wird hier erzählt – eine Familientradition, die nach und nach immer weitere Kreise zog. Und auch, wenn es hier und da ein wenig rührselig anmutet – die Idee hinter diesen Gläsern ist einfach wunderbar. Und ich danke denjenigen, die meiner Mama so eine große Freude gemacht haben – das Glas kam zur richtigen Zeit und es berührt mich immernoch, dass jemand für sie so großzügig war. Danke in die Nacht!