Was für ein schönes Buch, romantisch und traurig zugleich, ein Briefroman der berührt.
Sommer in Maine – J. Courtney Sullivan
Eine richtig packend geschriebene Familiengeschichte, da steckt alles drin: Drama, Eifersucht, Liebe, Vegangenheitsbewältigung, das Zusammenkommen und das Entfernen voneinander, die Familie mit scharfem Blick seziert. Der Urlaubsschmöker mit Potential!
Was ich Dich träumen lasse – Franziska Moll
Traurig-schönes Jugendbuch mit schweren Entscheidungen, Freundschaft und Liebe.
Solange Du bei uns bist – Jodi Picoult
Wölfe sind, muss ich zugeben, nicht mein größtes Interesse. Umso besser, dass mir Jodi Picoult diese Tiere näher bringt und es wieder schafft, dass ich mich voll und ganz auf ein bisher fremdes Thema einlasse. Gewohnt unterhaltsam geschrieben, mit dem Quentchen Dramatik, das der typische Picoult-Roman braucht.
Lazyboy – Michael Weins
Als der Indiebookday um die Ecke kam, galt es, ein Buch zu finden, mit dem ich diesen Tag feiern konnte. Die Wahl fiel auf Lazyboy, unter anderem auch deswegen, weil er Fans von Haruki Murakami ans Herz gelegt wurde. Und damit lagen die Empfehlungsstimmen garnicht falsch. Weins Welten haben Anklänge an den großen japanischen Autor. Und doch ist ihm etwas ganz eigenes gelungen, eine Welt, in der man sich verliert, in der es aber auch irgendwann kaum noch von Belang ist, was Wirklichkeit und Traum ist. Ein unbekannter Pfad, welchem ich gerne gefolgt bin.
Die Wunderübung – Daniel Glattauer
Ich habe sehr, sehr gelacht. Dieses Buch möchte ich gerne einmal auf der Bühne sehen, ich glaube, ich läge unter dem Tisch. Pointiert, giftig, witzig, in der Form eines Theaterstücks gehalten, die Wirren der Liebe, die Anstrengungen der Ehe und ein Therapeut, der zu verzweifelten Mitteln greift. Großes Kino!
Alles was ich sage, ist wahr – Lisa Bjarbo
Richtig, richtig gelungenes Jugendbuch. Authentisch, mit Figuren, die man als wahrhaftig erlebt, mit einer Familie, um die man sich sorgt, um einen Wendepunkt im Strudel des Erwachsenwerdens. Traurig, witzig, frech, dramatisch, kurz: Empfehlung, Empfehlung, Empfehlung!
12 things to do, before you crash and burn – James Proimos
Eine Beerdigung, ein Teenager und eine schräge Liste: aus diesen wenigen Zutaten macht Proimos ein gelungenes Jugendbuch, bei dem man ein wenig zurückgeht in der Zeit und sich selbst an diese Jahre zwischen Hormonchaos und Erwachsenwerden zurückerinnert.
Geschichte für einen Augenblick – Ruth Ozeki
Für mich eines der packendsten Bücher im Frühjahr – hier stimmte einfach alles. Ein wenig meiner Begeisterung ist meiner Japanvorliebe geschuldet, aber ich glaube, auch andere Leser werden ihre helle Freude an dieser ausgefallenen Geschichte eines japanischen Teenangers und einer Schriftstellerin, getrennt durch ein großes Meer, haben. Eine richtige Entdeckung für mich, ein Buch, welches ich gerne im Regal stehen sehe, weil es mich an glückliche Lesestunden erinnert.
Nichts, was man fürchten müsste – Julian Barnes
Mit diesem Buch habe ich erstaunlich viel zu kämpfen gehabt, bedenkt man, dass ich Julian Barnes wirklich gerne lese. Ich glaube, ich hatte mir etwas anderes erwartet, eine noch persönlichere Auseinandersetzung mit dem Sterben und dem Tode. Diese passiert zwar, allerdings nimmt Barnes sehr oft Bezug auf andere Schriftsteller und Künstler und zitiert diese häufig, setzt seine eigenen Erfahrungen in den Vergleich. Das las sich zuweilen sperrig, manchmal auch schwierig, gerade wenn man die erwähnten Persönlichkeiten nicht kennt.