Eat, Pray, Love – Elisabeth Gilbert

Erfahrungsbericht einer Frau, die nachdem sie aufgrund ihrer Scheidung und Depressionen wirklich am Ende ist, eine Reise macht. In Italien lernt sie genießen (vorallem Essen) und die Sprache lieben, in einem Ashram in Indien Meditation und auf Bali schliesslich Lieben, Freundschaft und wieder „ganz“ werden. Sie ist Journalistin, was man auch etwas am Stil merkt, trotzdem ist es ein sehr ehrliches Buch, einiges hat mich sehr angesprochen, weil es nicht nur „salopp“ hingeschrieben wurde, sondern auch mal etwas tiefer ging. Trotzdem gibt es einige Längen oder auch Auffassungen die ich jetzt so nicht teile, die taten dem Buch aber keinen großen Abbruch.

Frühstück mit Känguruhs – Bill Bryson

Nachdem meine Siz doch schon vor 2 Jahren für ein Jahr in Australien war, muss ichs nun endlich mal lesen…;-) Zumal ich Bryson einfach herrlich zu lesen finde! Ausserdem holt es mir vielleicht etwas Sonne aufs Sofa […] Also, das macht ECHT Lust auf Australien. Mal wieder toll, interessant, witzig und gespickt mit Wissen. Sogar ich, der Reisemuffel, hab jetzt ein bisschen Fernweh…was ein interessantes Land, ehrlich. Bin ehrlich begeistert und fange an zu sparen…!

Die Penderwicks – Jeanne Birdsall

Ich habe ein neues Lieblingskinderbuch! Wow, ist das ein süsses, schönes Buch! Wundervoll altmodisch und doch zeitlos erzählt es die Geschichte der Penderwick-Schwestern, 4 unterschiedlicher Mädels im Alter von 4-13 und ihrem alleinerziehenden Vater. Die Penderwicks verbringen ihre Ferien in einem butteriggelben Ferienhaus – welches an das wunderschöne Anwesen von Miss Tifton angrenzt – die die Penderwick-Mädchen allerdings nicht grade sympathisch findet – ganz im Gegensatz zu ihrem Sohn Jeffrey – wunderbar erzählt, mit Witz, schöner Sprache, Spannung und herrlicher Komik. Ich habe sehr viel gelacht und geschmunzelt…für Mädchen ab 10 oder ab 8 zum Vorlesen bestens geeignet! Ein Sommer-Urlaubs-Wohlfühl-Buch!

Bevor ich sterbe – Jenny Downham

Toll! Das Buch hat mich berührt, auch wenn ich wirklich erst auf den allerletzten Seiten ein bisschen mit den Tränen gekämpft habe. Tessa weiss das sie sterben wird. Aber sie hat eine Liste, und die gilt es zu erledigen, bevor sie stirbt – auch wenn das Gesetzesübertretungen, Verletzungen und Ärger bedeutet. Schnodderig und dennoch mit großer Sensibilität geschrieben…grade die letzten Kapitel haben mich sehr beeindruckt – die waren wirklich toll geschrieben und haben große Bilder in meinem Kopf erzeugt!

Gefährliche Riten – Alicia Giménez-Bartlett.

Tja, ich hab es ja eigentlich eh nicht so mit Krimis, weiss nicht genau warum. Diesen habe ich nun speziell gekauft weil er in Barcelona spielt (was man aber nicht soo wirklich merkt). Der Fall ist zwar an sich spektakulär, plätschert aber so vor sich hin. Vom Privatleben der Inspectora bekommt man soviel mit, das es einem schon fast zuviel wird. Und irgendwie finde ich es seltsam, das man innerhalb von Ermittlungen stääändig etwas essen oder einen Kaffee trinken geht, weiss auch nicht…Für das eine Mal zwischendurch wars okay, mehr aber auch nicht für mich.

Last Lecture (Die Lehren meines Lebens) – Randy Pausch

Der Mann wird sterben, er hat Bauchspeicheldrüsenkrebs..(Er starb 2008). Letztes Jahr (2007) hat er seine „Last Lecture“ (eine Tradition an amerikanischen Unis von Profs, die eben ihre „letzte“ Vorlesung“ halten). Nur das es in seinem Sinne eben wirklich die letzte ist. Vorrangig für seine 3 Kinder hat er diese gehalten. Sein Credo ist es – Lebt für eure Kindheitsträume. Das Buch ist eine Art Zusammenfassung der Vorlesung, ergänzt durch Fotos etc. Einerseits hat mich der Lebenswille und die Liebe zu seinen Kids (für die er Tonnen an Fotos & Videos macht, damit sie sich später an ihn erinnern können…) sehr beeindruckt. Und auch das der Mann wirklich einen Sinn in seinem Leben gefunden hat und auch einige schlaue Dinge in seinem Buch sagt. Manchmal wars mir trotzdem schon fast zu „krass positiv“. Er hat auf seine Art schon eine recht radikale Einstellung.
Habe nun angefangen mir die Vorlesung auf youtube anzuschauen, das hat sich bisher sehr gelohnt – der Mann hat Charisma…

Bis ans Ende aller Tage – Jodi Picoult

Ich habe es innerhalb eines Tages gelesen, das sagt sicherlich ein bisschen was aus . Picoult schreibt so, das man wirklich sehr schlecht aufhören kann zu lesen. Noch dazu habe ich bei ihr das Gefühl, wirklich gut recherchierte Sachverhalte zu lesen. Ist wirklich ein „Schmöker“, die Geschichte hatte mich mal wieder fest in der Hand und die Grenzen zwischen Gut und Böse waren herrlich verwischt. Auch ihr Thema (2 Familien und ihre Kinder wachsen nebeneinander auf, die Kinder Emily und Chris werden zu einem Liebespaar – bis eines Tages Emily tot aufgefunden wird – und an ihrer Seite Chris…) war ungewöhnlich, spannend und bot reichlich Potential um das Buch bis zur letzten Seite spannend zu machen.

Gestatten, Bestatter – Tom

Vielleicht kennen einige den Bestatterweblog (http://www.bestatterweblog.de), der sich großer Beliebtheit erfreut. Das liegt sicherlich auch am Thema, Tod, Trauer und Sterben sind ja durchaus nicht die gängigsten Themen. Aber warum dieser Blog soviele Menschen anzieht, das sind die herzlichen, sensiblen und doch immer mit eine Prise Humor gewürzten Einträge von Tom, einem Bestatter der seit über 20 Jahren als solcher im eigenen Institut arbeitet und aus diesen Erfahrungen über sein tägliches Leben berichtet.

Für mich (abgesehen vom Buchhändlerblog ^^) der beste Blog den es so im Internet gibt. Nicht nur das es immer etwas zum Lachen oder auch Weinen gibt (z.B. die Geschichte von Röschen und Kalli …), nein, Tom schafft es auch, das man über Sterben und Tod nachdenken kann, das man Fragen an ihn stellen kann und überhaupt – mal sieht, was nach dem Tod eines geliebten Menschen passiert. Das Buch ist eine gelungene Zusammenstellung einzelner Blog-Texte und absolut lesenswert!!!

Klarheit, Ordnung, Stille – Anselm Grün und Petra Altmann

Ein Buch über das Leben im Kloster. Sehr schön bebildert, ohne den Text zu kurz kommen zu lassen. Abwechselnd schildern beide ihre Eindrücke vom Leben im Kloster, auch die Nonnen und Mönche innerhalb der zwei Kloster kommen zu Wort. Mir hat das Buch Lust auf mehr gemacht (Fr. Altmann hat auch noch einiges zum Thema geschrieben) und ich habe so einiges an Ansätzen für mein eigenes Leben finden können, Gedanken die durchaus noch nachhallen. Für mich ist der Sinn des Buches, nämlich zu schauen „Was kann ich für mich aus dem Klosteralltag mitnehmen“ gut getroffen. Ein harmonisch gemachtes, wirklich interessantes Buch!