Beim Leben meiner Schwester – Jodi Picoult

Das fand ich jetzt wieder vieel besser! Fands auch garnicht so „vorraussehbar“ wie einige angekündigt haben – aber ich bin kein spekulativer Leser, ich lass mich einfach in die Geschichte fallen. Die verschiedenen Sichtweisen waren sehr gut, man war richtig drin und ich wette jeder, hat mal zur einen, mal zur anderen Seite tendiert. Das Buch spricht moralische Vorstellungen, Ethik, Gewissen wirklich aufs feinste an und vergisst dabei nicht, eine Geschichte zu erzählen. Hätte fast noch ein bisschen länger sein dürfen…

Bockmist – Hugh Laurie

Hatte ich mir mehr von erwartet. Einige nette Einfälle und etwas schnoddrige Dialoge machen halt aber doch kein Buch. Vielleicht lags auch am Genre, eine sehr strange Parodie auf Spionagethriller. Ich habs fertiggelesen, weil es das letzte Buch in meinem Koffer war, aber so richtig überzeugen konnte es mich bis zum Schluss nicht. Als Urlaubslektüre gings grad so durch.

Die Mitte der Welt – Andreas Steinhöfel

Die Mitte der Welt wurde für 1999 für den Jugendliteraturpreis nominiert. Eine Geschichte übers Erwachsen werden, über Courage, anders sein, das Leben in einer Stadt, wo man eigentlich nicht willkommen ist – und wie man trotzdem dort lebt. Die Beschreibungen der Familie, die Beziehungen untereinander sind sehr fein, ein Buch in das man eintaucht und lange, lange drin bleiben möchte. Steinhöfel hat die Gratwanderung geschafft, aus der Sicht eines Jugendlichen zu berichten, ohne dass es unangemessen wirkt oder verstellt.

Seit langem nun eine meiner absoluten Empfehlungen!

Bevor ich sterbe – Jenny Downham

Toll! Das Buch hat mich berührt, auch wenn ich wirklich erst auf den allerletzten Seiten ein bisschen mit den Tränen gekämpft habe. Tessa weiss das sie sterben wird. Aber sie hat eine Liste, und die gilt es zu erledigen, bevor sie stirbt – auch wenn das Gesetzesübertretungen, Verletzungen und Ärger bedeutet. Schnodderig und dennoch mit großer Sensibilität geschrieben…grade die letzten Kapitel haben mich sehr beeindruckt – die waren wirklich toll geschrieben und haben große Bilder in meinem Kopf erzeugt!

Bis ans Ende aller Tage – Jodi Picoult

Ich habe es innerhalb eines Tages gelesen, das sagt sicherlich ein bisschen was aus . Picoult schreibt so, das man wirklich sehr schlecht aufhören kann zu lesen. Noch dazu habe ich bei ihr das Gefühl, wirklich gut recherchierte Sachverhalte zu lesen. Ist wirklich ein „Schmöker“, die Geschichte hatte mich mal wieder fest in der Hand und die Grenzen zwischen Gut und Böse waren herrlich verwischt. Auch ihr Thema (2 Familien und ihre Kinder wachsen nebeneinander auf, die Kinder Emily und Chris werden zu einem Liebespaar – bis eines Tages Emily tot aufgefunden wird – und an ihrer Seite Chris…) war ungewöhnlich, spannend und bot reichlich Potential um das Buch bis zur letzten Seite spannend zu machen.

Vincet – Joey Goebel

Das ist vielleicht ein heftiges Buch. Vincent ist ein kleiner, talentierter Junge, der von einer Academy aufgenommen wird. Ziel der  Ausbildung an dieser Academy ist es, ihn (und viele andere) zu einem Künstler zu machen, damit Film/Fernsehen/Musik endlich wieder Werte und Substanz bekommen. Aber wann kann ein Künstler sein größtes Werk schaffen? Wenn er leidet – und genau dafür ist sein Manager Harlan zuständig…Bitterböse, ironisch, schnell und heftig – man steckt mittendrin in dieser Glitzerwelt und dem wirklich abartigen Experiment, das vor sich geht. Kann man schwer aus der Hand legen …

Die seltsamen Methoden des Dr. Irabu – Hideo Okuda

Das Buch war echt ne kleine Entdeckung! Dr. Irabu ist Psychater – aber seine Methoden sind alles andere als normal. In diesem schmalen Bändchen gibt es 5 Kurzgeschichten rund um den Arzt und seine Patienten und ich war immer neugierig, was dem Mann noch so alles völlig seltsames einfällt. Ich fands herrlich :) Dr. Irabu ist sowas von daneben, das er schon wieder kultig ist!