Ich hab dich im Gefühl – Cecilia Ahern

Nachdem meine Statistik ja so aussah: Buch 1/2 richtig toll, Buch 3 Absturz, 4 wieder etwas besser ist Buch 5 nun ja…Mir gefiel die Idee, die war teilweise richtig gut umgesetzt (bestimmt prima verfilmbar..). Aber irgendwie – sie kommt nicht mehr darein, ihre Charaktere glaubhaft zu machen. Es bleibt alles sehr flach, leider, aber immerhin war die Geschichte etwas besser. Dadurch das die Protagonistin viel Zeit mit ihrem alten Vater verbringt, bekommt das Buch aber wenigstens ein paar wunderschöne kleine Szenen (u.a. als der Vater in eine Aufführung das Bild der verstorbenen Mutter aufstellt, damit sie zusieht…) das war scho schee. Lustigerweise haben mich einige Nebenfiguren fast mehr überzeugt, als es die Hauptfiguren taten.
Es ist okay, aber wirklich kein absolutes Muss.

Das Siegel der Tage von Isabel Allende

Mein erstes Buch von ihr, die Leseprobe hatte mich so angesprochen, das ich mir das Leseexemplar gesichert habe. Eine bunte, rasante Familien-Clan Geschichte, sehr liebevoll und mit Charme erzählt, ohne drumherum zu reden aber doch mit „Takt“, ohne jemand bloßzustellen. Obwohl Allende eigentlich über ihre Familie schreibt, liest man doch auch sehr viel über sie heraus. Ich fands wirklich richtig toll, einige Passagen haben mich einfach unheimlich mitgerissen. Richtig, richtig gut!

Mädchenmörder – Thea Dorn

Heftig, Heftig und nochmal Heftig. Aber gut, so gut. Der Titel sagt ja schon einiges, ich möchte auch an sich nichts zum Inhalt sagen, sonst geht die Spannung flöten. Thea Dorn schafft es mit Andeutungen, ohne groß ins Detail gehen zu müssen, sehr krasse Geschehnisse zu beschreiben. Ich fand es wirklich ziemlich hart – aber auch unheimlich spannend (in jedem von uns steckt ja doch die Neugier..). Nichts für Zartbesaitete, ansonsten aber Empfehlung!

Pippa Lee – Rebecca Miller

Also als Film fände ich das Buch glaub ich echt klasse, mit der richtigen Besetzung wird das garantiert ein guter Film (die Filmrechte sind auch schon verkauft). Als Buch fand ich es angenehm zu lesen, zum Ende hin wurde mir die Geschichte leider zu klischeehaft, war doch der erste Teil so unorthodox, voller guter Ideen – das Ende hat es eben dann noch so in die „normale“ Schiene gepresst, das hat mich irgendwie gestört. Trotzdem kein direkter Fehlkauf, vielleicht liegts auch an mir, das ich manchmal offene Enden oder eben eine straighte Durchhaltung der eingeschlagenen Richtung in einem Buch gut finde.

Einmal Buddha und zurück – Anne Donovan

Mich hat das Buch sehr angesprochen, interessiere ich mich doch auch momentan strak für den Buddhismus. Eingewebt in eine Geschichte, aus den unterschiedlichen Perspektiven der Familie heraus erzählt, wird hier von Jimmy, Malermeister aus Glasgow berichtet, der eigentlich anfangs nur statt in den Pub zum Meditieren geht – aber nach und nach schleichen sich die Lamas immer mehr in sein Leben. Das diese Veränderungen nicht ohne Spannungen abgehen ist klar. Ich fand es sehr gut zu lesen ohne dabei „seicht“ zu sein, fand die Interaktionen spannend (zum Schluss hin etwas weniger, aber ein offener Schluss passt auch irgendwie „besser“) und nebenbei lernte ich auch noch ein bisschen was rund um Buddhismus. Mir hat es wirklich gut gefallen, die Autorin hatte nicht umsonst für diesen Debütroman einige Preise eingestrichen.

Michael Tolliver lebt – Armistead Maupin

Und heute, innerhalb des Tages verschlungen, hab ich doch schon darauf gewartet „Michael Tolliver lebt“ – der 7te Teil der Stadtgeschichten. Man ist sofort wieder „drin“ in San Francisco, den ehemaligen Mitbewohnern der Barbary Lane 28 … hach ja. Schön, einfach schön, fast alle Akteure der anderen 6 Bände kommen nochmal zu Wort und Michael „Mouse“ Tolliver ist mit mittlerweile über 50 einfach zu süss! Für alle Fans ein Muss! Werde bei uns im Laden nochmal eine Stadtgeschichten-Auslage machen…

Die dreizehnte Geschichte – Diane Setterfield

Hmtja, manchmal lief die Geschichte nicht ganz „rund“ fand ich und auch das Ende lies mich etwas unbefriedigt zurück, allerdings nur das Ende und nicht die „Auflösung“ an sich. Trotzdem war es ein schöner Schmöker der sich schwer an Bronte/Austen orientiert und im Winter bei einer Tasse Tee vielleicht auch nochmal mehr zu geniessen ist….er ist jedenfalls schön verschlungen und auch durchaus spannend.

Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht – Jakob Hein

Hab ich durch und finde es ganz toll :) Es ist ungewöhnlich, eine Geschichte „fliesst“ sozusagen in die andere und immer wechselt eine Person die Perspektive mit. Klingt schräg? Ist es auch. Hat aber eine schöne Sprache, schöne Ideen und macht mir Spaß. Den Anfang nimmt dieses Buch übrigens mit einer Agentur für „verworfene Ideen“ – sagt schon alles, oder? Kein Buch für die Masse, aber das will ich ja auch gar nicht!