Haruki Murakami ist ein besonderer Autor. Seit zehn Jahren ist er die Antwort auf die Frage nach meinem Lieblingsautor – diesen Sonderstatus wird er wohl immer haben. Gerade ist sein neuer Roman erschienen. Im Versuch, dieses wirklich wundervolle Buch beschreiben zu wollen, fehlen mir fast die Worte – aber nur fast. Ein dichtes, atmosphärisches Buch, welches mir mit eindrucksvollen Figuren und Gefühlen ein ganz außergewöhnliches Leseerlebnis bereitet hat. In seiner feinen und unnachahmlichen Art erzählt uns Murakami eine Geschichte von Freundschaft, Verletzungen und Schatten der Vergangenheit. Wer Haruki Murakami bisher noch nicht kannte, sollte sich auf diese Reise machen um einen der größten Autoren unserer Zeit kennenzulernen.
Schlagwort: Roman
Zwei Zebras in New York – Marc Michel-Amadry
Wie aus einem kleinen Zeitungsartikel eine französisch-charmante Geschichte über das Glück, die Liebe und Menschlichkeit werden kann – dieser Roman zeigt es uns. Das Geschenk für die beste Freundin, für Gerneleser, für Abtaucher und Menschen die gerne „mal etwas fürs Herz“ lesen. Darf man zu einem Buch entzückend sagen? Zu diesem schon!
Du und ich und all die Jahre – Amy Silver
Netter Schmöker, den ich mir (da er an Silvester spielt) fürs Jahresende vorgemerkt hatte. Den Weihnachtsroman der gleichen Autorin fand ich im Endeffekt schöner, hier reicht es nur für „ganz nett„.
Das Museum der Stille von Yoko Ogawa
Dieses Werk von Ogawa kommt etwas ruhiger daher, der Geschichtenverlauf packt einen eher langsam – ich kann mir vorstellen, dass nicht jeder auf Anhieb in das Buch findet. Mir hat es aber wieder gut gefallen, wenn ich auch zum Einstieg eher „Das Geheimnis der Eulerschen Formel“ empfehlen würde. Yoko Ogawa hat sich in meinem Bücherregal definitiv einen Platz erobert, der bleiben wird.
Das Schneemädchen – Eowyn Ivey
Vielleicht war ich hier ein wenig voreingenommen, hatte ich doch von einigen Kollegen und Freunden soviel Gutes über das Buch gehört, auch, dass Taschentücher vonnöten wären. Wie es dann manchmal mit Erwartungen so ist: der Roman war wirklich gut zu lesen, die Geschichte angenehm aus der Zeit gefallen, aber das große Gefühl blieb (für mich) aus. Ein kleiner Wermutstropfen in einer ansonsten angenehmen Lektüre.
Vom Wesen der Dinge und der Liebe – Elizabeth Gilbert
Ein feiner Schmöker für Fans von geschichtlich-wissenschaftlichen Belangen, Freunden der Naturwissenschaften und vorallem der Botanik. Dicht und atmosphärisch, mit einer weiblichen Heldin ausgestattet und den damaligen Hindernissen für Frauen in der Wissenschaft gespickt, kurz: etwas für lange Leseabende.
Die Analphabetin, die rechnen konnte – Jonas Jonasson
Nachdem gefühlt dieser Jonasson bereits zerissen und hochgejubelt wurde, kann ich mich ja kurzfassen: ich fühlte mich wieder bestens unterhalten (was soll ich sagen, ich mag nunmal seinen ironischen und beissenden Witz und die himmelschreiend schrägen Wandlungen und Irrfahrten seiner Figuren) – mehr Kriterien musste dieser Roman für mich nicht erfüllen.
Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte – Rachel Joyce
Nachdem ich ihren Erstling wirklich mochte, hatte ich mir hier wieder einen netten Schmöker erwartet. Ich habe mich gelangweilt. Ich habe mich wirklich durch das Buch geschleppt. So richtig kam nichts in Fahrt, die Atmosphäre war unglaublich düster (gut, so war es eben der Geschichte geschuldet…) und ich kam mit keiner der Figuren so richtig in Kontakt. Die Hauptidee des Romans konnte mich auch nicht überzeugen, eher verwirrte es mich. Ich habe schon einige sehr begeisterte Stimmen gelesen, leider kann ich mich dem nicht anschliessen.
Alles ist erleuchtet – Jonathan Safran Foer
Ich hatte schon erwartet, dass ich mich wohl schwertun würde, konnte mich sein erster Roman schon nicht in Gänze überzeugen. Es ist nicht so, das Foer nicht schreiben kann – das kann er. Aber manchmal wirkt die Geschichte spröde, manches Stilmittel gefällt mir nicht so recht. Dann kommt wieder eine Passage, die mich begeistert, weshalb ich doch immer weiterlese. Und dennoch zum Schluss hin das unbefriedigende Gefühl, es zwar beendet zu haben, aber doch noch viele Fragen zu haben. Sehr schwierig.
Magical Mystery – Sven Regener
Ein Roman über eine Figur aus den Herr Lehmann Büchern. Mhm. Über Techno. Doppel-Hm. Interessiert mich das? Will ich das? Und wie! Ich war begeistert, wie Regener meine zwei Fragezeichen mit einem Rutsch weggewischt hat – ich habe gelacht und wissend genickt, das Buch in kürzester Zeit ausgelesen und gedacht: wahrscheinlich könnte er auch über Hühnerhaltung schreiben – ich würde es auch mit Begeisterung lesen!