Traurig-schönes Jugendbuch mit schweren Entscheidungen, Freundschaft und Liebe.
Schlagwort: Liebe
Die Wunderübung – Daniel Glattauer
Ich habe sehr, sehr gelacht. Dieses Buch möchte ich gerne einmal auf der Bühne sehen, ich glaube, ich läge unter dem Tisch. Pointiert, giftig, witzig, in der Form eines Theaterstücks gehalten, die Wirren der Liebe, die Anstrengungen der Ehe und ein Therapeut, der zu verzweifelten Mitteln greift. Großes Kino!
12 things to do, before you crash and burn – James Proimos
Eine Beerdigung, ein Teenager und eine schräge Liste: aus diesen wenigen Zutaten macht Proimos ein gelungenes Jugendbuch, bei dem man ein wenig zurückgeht in der Zeit und sich selbst an diese Jahre zwischen Hormonchaos und Erwachsenwerden zurückerinnert.
Das letzte Land – Svenja Leiber
Ein Junge, der Töne sehen kann. Ein Talent auf der Geige. Es könnte der Beginn einer großen Karriere sein: wäre der Junge nicht Sohn eines Stellmachers in der tiefsten Provinz. Ein Roman mit starker Melodie und einem Musiker, der sich vom Leben nicht brechen lassen will – entgegen allen Widerständen.
Der Geschmack der Sehnsucht – Kim Thùy
Ein ganz zartes und einfühlsames Buch. Hervorgehoben durch die Worterklärungen der vietnamesischen Muttersprache am Rand jedes Kapitels, entfaltet sich eine Geschichte von Exil, von Liebe und von Identität.Hier trifft „Klein, aber fein“ voll zu!
Ganze Tage im Café – Sólveig Jónsdóttir
Manchmal brauche ich einen Schmöker. Nicht zu seicht, aber auch nicht zu schwer, mit Figuren die mich ansprechen, einer Umgebung, die ich so vielleicht noch nicht kannte. Volltreffer! Tatort: Island. Täter und Opfer: Vier junge Frauen. Was passiert? Das Leben – in jeglichen Facetten, in all seinen Höhen und Tiefen.
Die Verlobungen – J. Courtney Sullivan
Einer meiner absoluten Lieblinge im Frühjahrsprogramm. Vier unterschiedliche Zeitepochen, vier unterschiedliche Lebensentwürfe, vier unterschiedliche Arten von Liebe. Und immer wieder die Frage – was ist Liebe, wozu dient die Ehe? Was ist Erfolg? Und wofür leben wir? Mitreissend geschrieben, toll zu lesen, definitiv eine Autorin die man im Auge behalten sollte!
Dornenherz – Jutta Wilke
Ein neues Buch von Jutta Wilke! Es ist wunderschön gestaltet und erzählt eine Geschichte aus zwei Welten, von Verlust, von Trauer – aber auch von Liebe und davon, wie die Lust am Leben wiederkehrt. Eine berührende Geschichte für Jugendliche ab 14 Jahren aus der bewährten Feder der Hanauer Autorin!
Sag’s nicht weiter, Liebling – Sophie Kinsella
Es kommt nicht an die Shopaholic-Serie ran, aber für einen eher faulen Tag mit Halsschmerzen und akutem Ich-verkrieche-mich-auf-dem-Sofa-und-schmökere-Bedürfnis war es doch wieder nette Unterhaltung.
Das Rosie-Projekt – Graeme Simsion
Etwas zwiespältig. Eigentlich trifft es genau meinen Humor: „Nerd“ Don trifft auf weiblichen „Nerd“ Rosie und mit etwas Witz und Verwicklung entfaltet sich eine romantische Geschichte. Woher also der Zwiespalt? Don hat das Asperger-Syndrom. Und ich frage mich, und zwar genau deshalb, weil ich Respekt vor dieser Diagnose habe, ob ich seine Verhaltensweisen, die er ja im Endeffekt seiner Krankheit zu verdanken hat, so witzig finden kann, wie sie hier dargestellt werden? Denn auch wenn er seine Grenzen ausdehnt, so ist es für ihn ja doch von gewisser Wichtigkeit, dass Abläufe passen und stimmen – daran wird ein anderer Mensch nur in geringen Maßen etwas ändern können. Solche „Umkrempel“-Geschichten hinterlassen bei mir immer ein leicht schales Gefühl.