Dieses Buch passt pefekt in den heissen Sommer und zunächst habe ich es einfach blind gekauft aufgrund des Titels und des sehr schönen Covers. Eine erste Liebesgeschichte in Italien zwischen einem jungen Mann und seinem großen Vorbild, einem angehenden Schriftsteller. Eine wunderschöne, zärtliche Sprache, so intensiv das es manchmal fast schmerzt. Es ist etwas besonderes diesen beiden jungen Menschen bei ihren Versuchen zuzusehen, zwischen heftigem Verlangen, Liebe und Heimlichkeiten zu tanzen…
Schlagwort: Liebe
Die fünf Sprachen der Liebe – Gary Chapman
Ratgeber sind ja immer so eine Sache für sich und definitiv Typsache. Dieses Buch hat bei mir aber einen Volltreffer gelandet und sogar meinen Mann konnte ich mit einigen Dingen daraus dafür begeistern und das will was heissen. Wie der Titel schon ahnen lässt, schreibt Chapman über die 5 verschiedenen Sprachen der Liebe und welche Schwierigkeiten daraus erwachsen, wenn nicht beide die gleiche Sprache sprechen. Auch erklärt er anhand von vielen Beispielen, wie man versuchen kann, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen und die Sprache des anderen lesen zu lernen. Für mich hat dieses Buch einige sehr wichtige Gedanken aufgeworfen, mich inspiriert und verstehen lassen. Aufgabe perfekt erfüllt!
Ich schreib Dir morgen wieder – Cecilia Ahern
Hier kann ich mich kurzfassen: das Strickmuster von Cecilia Ahern ist durchaus bekannt. Und haben mich ihre ersten beiden Bücher noch begeistert, so kann ich hier eigentlich nur noch sagen, das ich das Buch aus Gewohnheit gelesen habe. Die Hauptpersonen bekommen nicht richtig Kontur und sind nicht unbedingt Sympathieträger, die Geschichte schleppt sich so dahin und irgendwie…es war einfach nicht mehr meines und ich konnte dem Buch nicht mehr viel abgewinnen. Die fantastischen Elemente die in ihren letzten Büchern immer wieder auftauchen sind für mich nicht sehr ansprechend.
Die Mütter-Mafia-Trilogie – Kerstin Gier
Ich habe mich entschlossen die 3 Einzelbände (Die Mütter-Mafia, Die Patin, Gegensätze ziehen sich aus) gemeinsam zu beschreiben. Ich habe sie alle in kurzen Abständen gelesen – und mich amüsiert. Selbst zu diesem Zeitpunkt schwanger haben mich die herrlich spitzen Beobachtungen im Mütter-Kosmos (den es so garantiert in jeder deutschen Großstadt gibt) angenehm schaudern lassen. So manches Mal brachten mich die Bücher zum Schmunzeln, Lachen und Kichern. Ich gebe ehrlich zu das ich nicht ganz soviel erwartet hatte zu Anfang und dann eines besseren belehrt wurde – man schliesst die Protagonisten ja doch ins Herz und auch wenn manches Mal die Geschehnisse ein wenig überbordend werden – was solls – dafür ist es eben auch ein Buch und kein Sachbuch über die Realität. Mich hat diese Reihe jedenfalls prima unterhalten und ich verfolge den Blog von Constanze, der Hauptfigur immer wieder gerne :-)
Hector und die Suche nach der Liebe – Francois Lelord
Vom Vorgänger war ich ja ziemlich angetan. Auch hier hat Lelord wieder ein nettes kleines Büchlein geschrieben. Ich sage mal: er erfindet das Rad zum Thema Liebe nicht neu, aber er verpackt es eben wieder einfach schön. Ein bisschen mehr Geschichte drumherum ist es diesmal, es zieht mich aber nicht ganz so sehr an, wie sein erstes Werk, wie das manchmal so ist mit Fortsetzungen. Nevertheless – habs gern gelesen.
Letzte Nacht in Twisted River – John Irving
Es juckt einen ja in den Fingern, ganz viel zu diesem wieder äußerst epischen Roman von Irving zu schreiben – gibt es doch soviel zu interpretieren, zu bemerken, zu entdecken. Und doch kann ich kurz sagen: Hat mir sehr gut gefallen, las sich schnell und mit Vergnügen! Der Roman hat zwar, irvingtypisch durchaus ein paar kleinere Längen, über diese kann ich jedoch großzügig hinwegsehen. Irving hat hier seine (für mich persönlich) am liebenswertesten Charaktere erschaffen. Seine Spielerei mit Namen und vorallem die Beschreibungen von kulinarischem haben Charme und wecken immer wieder die Lust auf mehr. Trotzdem hat der Roman seine Ecken und Kanten, sein Unangepasstes, einige Schrägheiten und Skurrilitäten, wie man das von Irving gewohnt ist. Ich denke sowohl alte Irving-Fans kommen voll auf ihre Kosten als auch Neueinsteiger – ich jedenfalls war nach diesem Irving wieder absolut von seinem Können überzeugt. Wer mich auf 832 Seiten immer wieder zu überraschen weiss, trotz das einige Motive bereits aus früheren Romanen bekannt sind und mich trotzdem auf hohem, literarischen Niveau unterhält und mich zwischendurch lachen und weinen läßt – der kann es einfach!
Und im Zweifel für Dich selbst – Elisabeth Rank
Ein toll gestaltetes Kleinod bei Suhrkamp. Eine ganz junge Autorin, ein schmales, kleines Buch und ein ganz großes Thema: der Tod. Elisabeth Rank hat hier einen ganz wunderbaren Roman geschrieben, mit trauriger, so schöner Sprache, ganzen Sätzen die ich mir herausschreiben wollte, weil sie so sehr den Kern der Sache trafen. Und sie hat es geschafft über ein tiefes, trauriges Thema, den Tod eines geliebten Menschen und die Verzweiflung so berührend zu schreiben, das ich immer mal innehalten musste, weil es mich berührte. Sie hat darüber hinaus aber noch die Generation der jungen Menschen heute so passend gezeichnet und über Freundschaft so intensiv geschrieben, das ich eigentlich nur noch frage: Und was schreiben Sie als nächstes? Ich will es lesen!
Und hier gehts zum ebenfalls tollen Blog: http://mevme.com/lizblog/
River – Donna Milner
Es ist schwer das Buch in Worte zu fassen – geht einem ja manchmal so, wenn man sehr begeistert ist – ich sage mal vorneweg: das Buch lohnt den Kauf absolut! Was als ruhige, fast schon idyllische Familiengeschichte in Kanada auf einer Milchfarm beginnt, das entwickelt sich nach und nach zu einer sehr dichten, spannenden Geschichte die einen ganz gefangen nimmt – den ein Ereignis im Leben der Familie Ward, das Auftauchen des jungen „River“ verändert alles – auf eine Art, die sich niemand vorstellen konnte. Ein unglaublich guter Roman den man wirklich ungerne aus der Hand legt. Für mich eine schöne Entdeckung, sehr empfehlenswert!
Alabama Song – Gilles Leroy
Wer kennt sie nicht: DAS Paar der Roaring Twenties – F.Scott Fitzgerald und Zelda Fitzgerald. Allerdings ist meist mehr über ihn bekannt – das auch seine Frau eine begabte Schriftstellerin war, der Autor geradezu andeutet, das ihr Mann bei ihr klaute…das ist schon unbekannter. Leroy mischtsein Buch aus der Biographie dieser bemerkenswerten Frau und es eigenerVorstellungen – es könnte so gewesen sein. Insgesamt zeichnet das Buch eine interessante, zerissene Frau nach, eine Ehe in der es wenig Gemeinschaft gibt, 2 die nicht ohne einander sein können, aber auch nicht miteinander können. Wer sich für diese Epoche und Biographisches interessiert, wird an diesem Buch Freude haben. Ich fand es auch ansprechend, es hat einige ganz tolle Szenerien und wunderschöne Sätze, allerdings blieb mir doch zuvieles fremd. Ein ganz typischer Kandidat für „Ist Geschmackssache!“.
Rubinrot: Liebe geht durch alle Zeiten – Kerstin Gier
Hier bin ich einer ausdrücklichen Empfehlung von Eva (http://teachocolateandbooks.blog.de/) gefolgt. Und liebe Eva – ich danke Dir! Gier hat ein tolles Jugendbuch geschrieben, das schon durch die Aufmachung ins Auge springt und auch im Inneren kein bisschen enttäuscht. Auch das Thema; Zeitsprünge und ihre Tücken, noch dazu im besten Teenie-Alter ist mal etwas erfrischend anderes und liest sich fesselnd. Das Buch hat Charme, viele nette Anspielungen die neugierig auf die nächsten beiden Bände Saphirblau (bereits erschienen) und Smaragdgrün (in Vorbereitung) machen. Die etwas schräge Familie rund um die 16jährige Protagonistin Gwendolyn lässt Zündstoff erahnen, der junge Gideon, der ebenfalls ein Zeitreisender ist (und noch dazu unverschämt gut aussieht) ist neben den Zeitreisen gleich das nächste „Problem„…
Das Buch hat für mich genau die richtige Mischung: ein bisschen Harry Potter Charakter, der liebevollen Details wegen und auch weil die Hauptfigur sich einige Geheimnisse erstmal erarbeiten muss, einen Schuss Buffy und Plötzlich Prinzessin (beide werden auserwählt, noch als Jugendliche und werden ins kalte Wasser geworfen). Dazu kommen noch interessante Details der Londoner Geschichte – toller Mix! Und dennoch hat Gier es geschafft – ihr Buch mag Handlungen aufgreifen, die man so eventuell schon kennt, wirkt aber kein bisschen abgekupfert – sie hat einen ganz eigenen, sehr sympathischen Stil und schafft es, das ganze in neuem Glanz darzustellen!
Freue mich schon auf den nächsten Teil!