Für jede Lösung ein Problem – Kerstin Gier

Nett für zwischendrin, war sehr schnell gelesen – einige Male laut gelacht. Die Idee, für Abschiedsbriefe nach einem mißglückten Selbstmordversuch gradezustehen, garantierte schräge Situationen. Ist aber wirklich eher was „leichtes“ – aber manchmal braucht man eben auch genau das. Was mir an Kerstin Gier gefällt ist ihr bodenständiger Humor – sie klingt in ihrer Schreibe nicht bemüht, was in sovielen „locker-leichten“ Frauenromanen der Fall ist. Allein dafür mag ich sie!

Numbers: Den Tod vor Augen – Rachel Ward

Der zweite Teil der Trilogie Numbers – und was für eine furiose Fortsetzung. Fand ich den ersten Teil schon klasse, wird hier noch eins draufgesetzt. Die Geschichte wird konsequent weitergeführt, man hat aber überhaupt nicht das Gefühl, das hier altes wiederaufgewärmt wird. Numbers 2 ist noch heftiger, noch zerstörerischer – definitv eher ab 14 einzustufen. Genial erzählt und wieder bis zum Schluss geradzu atemlose Spannung…ich freue mich schon auf Teil 3!

Freak City – Kathrin Schrocke

Wieder ein Buch auf das ich durch die Nominierung für den deutschen Jugendliteraturpreis aufmerksam geworden bin. Eine Liebesgeschichte für Jugendliche mit einem ungewöhnlichen Thema. Denn Lea, die Mika kurz nach der Trennung von seiner Freundin Sandra kennenlernt ist gehörlos….Was Schrocke hier schafft ist eine Gratwanderung der besonderen Art. Sie erzählt eine Liebesgeschichte wie sie wohl fast jedem Jugendlichen mal widerfährt – von der ersten großen Liebe, die auseinandergeht, von neuen Anfängen und Eifersucht, vom Wieder-wollen und Sich-entscheiden müssen. Was dieses Buch aber zu einem echten Juwel macht, ist die Auseinandersetzung Mikas mit der Gehörlosigkeit von Lea – eine neue Welt die er entdecken muss (und mit ihm der Leser) – und in der es ihm durchaus nicht leicht gemacht wird. Das Buch vereint einige „goldene Szenen“ die einem im Gedächtnis bleiben, einiges an Gedankenanstößen und letztendlich – es ist verdammt gut erzählt! Ganz große Empfehlung!

Zeitweiliger Orientierungsverlust – Michal Viewegh

Hier kann ich mich kurzfassen: die besten Kurzgeschichten zum Thema Liebe, die ich seit Jahren gelesen habe? Hier, Hier, Hier! Wundervoller Stil, was für herrliche Ideen, was für ein Herzblut steckt in diesem schmalen Bändchen. Ich bin nicht unbedingt Fan von Kurzgeschichten, für dieses Buch mache ich aber eine Ausnahme – hier stimmt einfach alles!

[das] Wörterbuch der Liebenden – David Levithan

Endlich mal wieder eine Liebesgeschichte die mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt hat! Wie der Titel schon verrät ist das Buch aufgebaut wie ein Wörterbuch – und jedes Wort von A bis Z erzählt eine Eigenschaft, ein Ereignis, eine Gemeinsamkeit der beiden Liebenden. Selten habe ich etwas so zärtlich und poetisch geschriebenes gelesen, ich bin in diesem Buch verschwunden vor Begeisterung. Soviele Erinnerungen die der Erzähler aufsteigen lässt, auch wenn wir recht von Anfang an wissen was passiert, kann man sich der Schönheit dieser Beschreibungen nicht entziehen. Einfach  ganz wunderschön!

Cassia & Ky: Die Auswahl – Ally Condie

Dieses Buch habe ich innerhalb kürzester Zeit verschlungen: es ist absolut fesselnd geschrieben, besitzt alles was eine packende Jugendbuch-Dystopie braucht: eine andere Welt, die erstmal fremd aber doch erschreckend real wirkt, eine mutige Heldin und eine Liebesgeschichte. Doch am wichtigsten: Fehler im System…man kann schwerlich aufhören zu lesen und Condie hat mich definitiv am Haken – ich will wissen wie es weitergeht, finde das die nächsten Bände noch viel Potential haben und freue mich sehr darauf zu erfahren wie es weitergeht mit Cassia und Ky – und dem System … Ganz sicher eine Empfehlung fürs Jugendbuch, wer Himmel&Hölle, Tribute von Panem oder Numbers mochte sollte hier unbedingt zugreifen!

Adams Erbe – Astrid Rosenfeld

Es gibt Bücher, die nisten sich klammheimlich im Herzen ein. Die lesen sich gut an, machen Lust auf mehr, lassen einen den Atem anhalten und tiefer in die Kissen rutschen. Adams Erbe ist für mich solch ein Buch und noch dazu – so wunderbar!

Erzählt wird hier von 2 Männern, die sich nie kannten, zum einen Edward der um die Jahrtausendwende volljährig wird und sein Großonkel Adam der in den 40ger Jahren spurlos verschwindet – und mit ihm das Familienvermögen. Trotz das beide sich nicht kennen, verbinden sie einige Charaktereigenschaften – und angeblich auch die gleichen Gesichtszüge. Edward, dessen Leben in recht schrägen Bahnen verläuft, findet eines Tages die Aufzeichnungen seines Großonkels und versinkt darin. Was das Buch so besonders macht sind die vielen kleinen Ideen die Rosenfeld einstreut. Man mag gar nicht glauben das es ihr literarisches Debüt ist, so präzise setzt die Autorin Glanzlichter, beschreibt sie treffend die Charaktere. Dieses Buch drückte ich nach dem Lesen ans Herz – ganz unbedingt gehört es zu den Highlights des Frühjahres!

Smaragdgrün: Liebe geht durch alle Zeiten – Kerstin Gier

Nachdem ich die ersten beiden Bände der Liebe geht durch alle Zeiten-Trilogie verschlungen habe, wartete ich genauso wie zig andere Fans auf den dritten Teil. Und wieder brennt Gier ein Feuerwerk an coolen Sprüchen, schrägen Ereignissen, Fettnäpfchen für unsere Hauptfigur und Spannungsmomenten ab. Vielleicht wirkte der dritte Teil auf mich etwas blasser, weil längere Zeit zwischen dem Lesen der vorigen Bände lag, eventuell sind aber auch einfach die Wirrungen um Gwendolyn und Gideon ein bisschen zu offensichtlich. Aber gut, ist jammern auf hohem Niveau, der Band war ebenso schnell gelesen wie seine Vorgänger und die ganze Reihe empfehle ich oft und gern, weil sie einfach mal etwas aus dem Rahmen fällt – positiv!

Hühnersuppe für die Seele: Für Mütter – Hansen/Canfield

Das ich generell ein Fan der Hühnersuppen-Bücher bin ist ja durchaus bekannt. Also bleibt mir auch hier nur wieder zu sagen: was für wunderbare Geschichten – für die Seele, nach einem anstrengenden Tag, zum Kraftspenden, zum Tränenabwischen, zum Lachen. Und zum merken, das es soviele andere Mütter gibt, die genau verstehen, wie es manchmal ist, eine Mutter zu sein – weder schwarz noch weiss, anstrengend, wunderbar, nervenzehrend und spannend. Die Hühnersuppen Bücher mögen nichts für Realisten und Zyniker sein – für mich sind sie aber ein Quell an Inspiration, echte Soulfood-Bücher eben…;-)