NaNoWriMo? Oh yeah!

Seit Jahren begegnet mir immer mal wieder dieser Hashtag: #NaNoWriMo. Dass es etwas mit Schreiben zu tun hat, war mir dunkel in Erinnerung, aber mehr auch nicht. Dieses Jahr habe ich mir das kurz vor dem 1. November näher angeschaut. Und in mir begann es zu arbeiten. Ich bin jemand, der mit Deadlines und Zielvorgaben sehr gut zurechtkommt. Wenn ich sage, ach ich mache regelmäßig Sport – Fail, das wird nichts. Gib mir aber einen Yoga-Monat mit Kalender zum Kreuzchen machen oder eine bestimmte Zielvorgabe und ich bin viel zu ehrgeizig, um mich da nicht irgendwie durchzubeissen.

NaNoWriMo also. Das ganze steht für National Novel Writing Month (mehr Infos gibt es hier: nanowrimo.org) Das Ziel ist es NICHT, innerhalb eines Monats einen perfekten und überarbeiteten Roman fertig zu haben, sondern zum einen täglich zu schreiben, komme, was da wolle. Und zum anderen, dranzubleiben, eine Geschichte zu entwickeln und sich nicht in Überarbeitung und Recherche zu verlieren, etwas, was nur allzuleicht passiert und einen total blockieren kann. Wer selbst schreibt weiss, dass die Stimmen im Kopf einen aufhalten können, die während des Schreibens beständig sagen: Das klingt nicht gut, Du kannst das nicht, Wen interessiert das überhaupt? Das beiseite zu schieben und überhaupt erstmal etwas zu Papier zu bringen, dabei soll der NaNo helfen.

Die Zielvorgabe sind 50.000 Wörter, wer mag auch gerne mehr. Dieses Ziel soll man innerhalb von 30 Tagen erreichen, wer also 1667 Wörter am Tag schreibt, schafft es genau in dieser Zeit. 1667 Wörter? Klingt doch ma20151129_182547chbar, so überlegte mein Hirn hin und her. Viele bereiten sich schon lange im Voraus vor, sie „plotten„. Das erscheint mir generell auch die erfolgsversprechendste Variante zu sein, wer ungefähr weiss, was wann passieren wird, kann sich gut an diesen Eckpunkten beim Schreiben orientieren.

Ich hatte nur eine Idee, eine Idee, die seit Monaten in meinem Notizbuch steht. Ich habe dann beschlossen: Ich mach das.

Mir war leicht schwummerig zumute. Ich war kein bißchen vorbereitet und wusste wirklich nur ganz grob, was mein Protagonist tut und was ihn umtreibt. Immerhin: ich hatte einen Schreib-PC, eine kleine, leichte Kiste, die ich dann auch den Monat mit mir herumgeschleppt habe und ich hatte Scrivener. Scrivener ist ein Schreibprogramm. Ich denke, damit ist es wie mit dem Thermomix. Man MUSS es nicht haben, das geht auch alles mit dem normalen Equipment. Aber diejenigen, die es benutzen, schwören darauf. Ich auch – die Möglichkeiten haben mir gefallen, die Aufteilungen, die Übersichtlichkeit und einstellbaren Projektziele, das hat mich motiviert. Und ich habe sicherlich noch lange nicht alle Funktionen voll ausgereizt. Für mich also definitiv ein JA zu Scrivener.

Zum Glück hat mir am 1. November der Herr Urbach die nötige Unterrichtsstunde gegeben, was mir passieren wird auf dem Weg, was so auf mich wartet, wenn ich schreibe. Er hat meine Geschichte durchlöchert um sie danach wieder mit mir zusammenzusetzen, ohne ihn wäre ich wahrscheinlich nach 10.000 Wörtern steckengeblieben. Wir saßen fünf Stunden in einem Café, danach rauchte mir der Kopf, ich schwankte zwischen Schnapsidee und Wow, ich will das. Das war für mich ein Kickstart und zu wissen, da ist jetzt jemand, der Dir das zutraut – priceless.

Also habe ich geschrieben. Ich bin an meinem sehr löcherigen Plot verzweifelt, ich habe meinen Mann und meinen besten Freund vollgequatscht mit Dingen, die einfach nicht funktionieren. Ich bin spät nach Hause gekommen, aber wenigstens 100, 200, 500 Wörter sollten es noch werden. Zwischen gefühlten 20 Terminen im November, Haushalt, Kind und dem fordernden Job habe ich mir dennoch immer Zeit zum Schreiben freigeschaufelt. Meine Familie hat deutlich weniger von mir gehabt aber – offensichtlich war klar, wie wichtig mir das ist, denn selbst mein 5jähriger Sohn sagte – Mama, Du musst schreiben, ich geh spielen. Ich habe kaum gelesen, vom Bloggen fange ich garnicht erst an. Mein Freundeskreis hat mein Vorhaben mitbekommen, hat mich angefeuert, mich unterstützt und vorallem – sie haben einfach allesamt daran geglaubt, dass ich das schaffen kann! Selbst wenn ich spät am Abend noch verzweifelte Whatsapp verschickt habe, dass ich das doch einfach nicht schaffen kann, dass mir nichts mehr einfällt, dass es nichts wird – es wurde bedingungslos geglaubt – daran, dass das etwas ist, was ich kann. Für mich ist das allein eine der wichtigsten Erfahrungen des Nanowrimo. Wie wichtig es ist, dass Du Dir Unterstützung holst. Stolz darauf bist, was Du tust und darüber sprichst, statt zu zweifeln.

Es war hart. An manchen Tagen habe ich das Tagessoll mit Müh und Not erreicht, an anderen nicht und bin dafür am Wochenende in Schreibklausur gegangen. Ich habe unfassbar viel gelernt. Über mich. Darüber, dass Protagonisten ab und an wirklich machen, was sie wollen. Darüber, was funktioniert und was nicht, dass Du Dich manchmal an einem schlechten Tag IMG_20151122_154512einfach durchbeißen musst, einfach anfangen musst, obwohl dein Kopf wie leergefegt ist. Und dass da manchmal, zwischen all den Sätzen, die Du niemandem zeigen würdest, etwas zu glänzen beginnt. Ich habe mit Learning by Doing gelernt, was zu einer guten Geschichte gehört, habe meine Ausdauer trainiert, bin drangeblieben, allen Widrigkeiten zum Trotz. Mein Mantra war die meiste Zeit „You can’t edit a blank page„. Ich bin nicht sicher, ob dieses Projekt je das Licht der Welt erblicken wird, im momentanen Zustand ist es noch ausgesprochen „roh“. Aber es liegt in meiner Schublade und es macht mich stolz. Wieviele sagen, ich will schreiben. Ich könnte ja mal. Später mal. Später, das war für mich JETZT. Und dafür war der Nano genau das Richtige, auch mit seiner großen Community. Man ist nicht alleine in dieser verrückten Geschichte und WordWars, ein täglicher Newsletter von Annika Bühnemann und die diversen Gruppen und Twitter-Writer waren ein toller Rundumsupport. Dieser Monat hat mir gezeigt, dass ich kann, wenn ich will und ich bin immer noch ein wenig erstaunt, dass es wirklich geschafft ist. Der NaNoWriMo ist ein guter Einstieg, denn dass ich noch viel zu lernen habe, das ist ganz klar. Gerade wenn man viel liest, hat man hohe Ansprüche an einen Text, etwas, was das eigene Schreiben schnell lähmen kann. Der Nano durchbricht diese Blockaden sehr effektiv, soviel kann ich sagen ;-)

Als ich dann heute die letzten Szenen schrie20151129_152022b, die letzten 2000 Wörter haben mich wirklich fast den ganzen Tag gekostet, da wurde ich ganz ruhig. Vor einem Monat erschienen 50.000 Wörter noch unfassbar viel. Und nun? Nun hatte ich es geschafft. Der letzte Satz war geschrieben, der letzte Punkt gesetzt.

Ich war so neben der Spur, dass ich danach erstmal zwei Stunden in der Küche verschwunden bin, Kuchen und Plätzchen backen, Kontrastprogramm zum Schreiben ;-) Ich freue mich auch darauf, jetzt wieder mehr Lesezeit zu haben. Und gleichzeitig will ich weiterschreiben. Noch soviel mehr, was zu sagen, zu schreiben, zu berichten wäre.

Für das Jahr 2015 kann ich also stolz sagen: I did the #NaNoWriMo – and i won!

Freddie Mercury – Ein Leben in eigenen Worten

„Man muss da rausgehen und ihnen alles in den Rachen stopfen und sagen: „Hier bin ich! Ich bin kreativ! Ich bin wunderbar! Hier, fresst es!“ Das muss man tun. Wenn es noch andere Möglichkeiten gibt, dann sagt’s mir bitte.

Eine meiner frühesten Erinnerungen an Queen ist, wie mein Vater „We will rock you“ ganz laut aufdreht und meine Geschwister und ich wie die Verrückten auf dem Bett herumhüpfen. Mein Vater übersetzte den Liedtext für uns damals mit „Wir wollen schaukeln“ – eine schöne Interpretation für so kleine Knirpse wie uns.

Ich kenne sicherlich nicht alles von Queen. Mein liebstes Album (vor allem, weil es eines der ersten war, die ich überhaupt besaß) wird wohl immer „Made in Heaven“ bleiben. Einige Songs mag ich überhaupt nicht. Manches berühmte Stück geht nicht an mich, andere kann ich dafür auswendig. Queen-Fan? Ja, das bin ich. Aber noch viel mehr verehre ich Freddie Mercury. 413192_4266151822630_1616722876_o

Was dieser Mann sich auf der Bühne getraut hat, was er provoziert und mit den Erwartungen gespielt hat! Was er angestoßen hat an musikalischen Entwicklungen. Ein Selbstbewusstsein, eine Vision die ihn und seine Bandkollegen antrieb. Mich hat dieser Glamour und sein kompromissloses künstlerisches Dasein seit Jahren immer wieder fasziniert. Hier sah ich jemanden, der Kunst machen wollte, nach seinen Regeln – und das mehr als erfolgreich tat, entgegen aller üblichen Konventionen. Dass er bei all dieser Kreativität aber auch eine wichtige Sache über das Musikbusiness zu 100% verinnerlicht hatte, zeigt dieses Zitat:

„Man muss dafür sorgen, dass man entdeckt wird. Ein Teil des Talents besteht darin, dass man mit seiner Musik die Menschen erreicht. Man kann nicht einfach nur ein wunderbarer Musiker und ein herausragender Songwriter sein – von denen gibt es viele. Man muss lernen, sich selbst zu vermarkten, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein, und von Anfang an lernen, wie man sich um seine Geschäfte kümmert. […] Man muss ein instinktives Bewusstsein für alle Dinge entwickeln, die zum Erfolg beitragen können.

Die Besonderheit dieses Sachbuchs liegt darin, dass es komplett aus Äußerungen und Interviewaussagen von Freddie Mercury besteht. Ein wenig thematisch zusammengefasst findet sich hier nur „O-Ton„. Was für eine spannende Art, einen Ausnahmekünstler kennenzulernen, Aussagen über Jahre hinweg zu verfolgen, seine Entwicklung, seine Sicht der Dinge.

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„Grundsätzlich schreibe ich nichts wirklich Neues; ich sitze nicht hier und will sagen: „Schaut her, ich habe einen Song geschrieben, den noch nie jemand vor mir geschrieben hat!“ Nein. Aber ich tue es von meiner Warte aus.

Ich jedenfalls muss jetzt erstmal diese wunderbare Aufnahme „Queen Live at Wembley Stadium 1986“ noch ein paarmal in Dauerschleife laufen lassen und danach mal wieder in meine absoluten Lieblingssongs reinhören ( I was born to love you, Too much love will kill you, The Show must go on, A Winter’s Tale, Fat Bottomed Girls, Spread Your Wings, Who wants to live forever). Freddie Mercury wird für mich immer ein Vorbild sein, jemand, der hart für seinen Erfolg gearbeitet hat und Kreativität, Leidenschaft und eine Fähigkeit, seine Kunst in die Welt zu bringen, in sich vereint. Dem nochmals in so konzentrierter Buchform nachzugehen – ein Genuß!

 

Frankfurter Buchmesse #fbm15

Eigentlich reicht ein Wort, für die Beschreibung der Frankfurter Buchmesse: Fabelhaft! Genauso fühlt es sich nämlich an, hier zu sitzen und an diese Tage zu denken, eigentlich ja nur 1,25, die sich dafür anfühlen wie mindestens vier ausgiebige Tage. IMG_20151016_122638

Fotos habe ich nur wenige mitgebracht dieses Jahr, zu sehr standen die Begegnungen im Vordergrund. Deshalb bekommt ihr dieses Jahr eine ganze Menge Links und Fotoverweise zu anderen Leuten, die Momente eingefangen oder aufgezeichnet haben. Und den ein oder anderen Tipp zu Büchern und Verlagen, der mir über den Weg gelaufen ist.

Auf dieser Messe habe ich alte Liebe neu entfacht – der Secession Verlag, die mich einfach glücklich machen, das Verlagshaus Berlin aus Berlin, für mich unangefochten die Rockstars der Verlagsszene, u.a. wegen solcher Fotos und der Edition Poeticon, der Verlag Hermann Schmidt (Will ich, brauch ich, ist das toll!), Matthes&Seitz, denen zu gratulieren eine Freude war – nicht nur als Verleger des Deutschen Buchpreis Gewinners sondern einmal mehr für ihre wunderschön gestaltete Naturkundenreihe. Beim Verbrecher Verlag fand ich dann noch ein farblich voll auf mich abgestimmtes Buch, was mich auch thematisch sofort interessiert hatP1290053 und noch mehr Kandidaten für die Wunschliste (Klick, Klick,)  LyrikvonJETZT3 aus dem Wallstein Verlag hat mich ebenfalls angelacht. Wegen dem Mairisch Verlag muss ich jetzt eigentlich doch wieder einen Plattenspieler anschaffen (Klick!) und eine für mich ganz neue Entdeckung war ein Festlesen am Voland & Quist Stand, den ich bisher nicht so auf dem Schirm hatte. Ich habe mich Hals über Kopf in die Texte von Nora Gomringer verliebt und auf der Wunschliste sind sofort diese Bücher gelandet (Klick, Klick, Klick!). Netterweise schlenderte ich später zurück zum Orbanismspace und stolperte geradezu über die Lesung vonIMG_20151017_083459 Sarah Bosetti, die aus „Mein schönstes Ferienbegräbnis“ las. Eine ganz ausgesprochen witzige Lesung, die zum Schluss mit einem bisher unveröffentlichten Text endete, der mich absolut getroffen hat. Was für ein Talent! Die Autorin sagte, es würde ihn wohl bald bei Youtube geben – ich freue mich SEHR darauf, ihn dann zu teilen. Diese kleinen Erlebnisse, ungeplant und spontan, sind das Salz in der Messesuppe.

Es gab auch ganz viele Begegnungen mit interessanten Menschen. Zum einen auf dem Buchbloggertreffen im #orbanismspace, organisiert von Papiergeflüster, die ich bei dieser Gelegenheit endlich auch mal treffen konnte. Auch wenn die Zeit nicht ansatzweise gereicht hat um alle zu treffen (oder zu erkennen) so habe ich es sehr genoßen, mal im „echten Leben“ mit Buchrevier, Lustzulesen, 54Stories, Brasch Buch, SteIMG_20151016_145310fan Mesch, Christiane Frohmann, Bookmarksmag, LeckerKekse, teekesselchenhh, SoundsandBooks, Cafehaussitzer, Zwinkerlings Bibliothek, Die Buchbloggerin, die Geschichtenagentin und den zwei Ladies von Herzpotential und einigen anderen zu schwatzen, Tina von Lovelybooks an der Frisur zu erkennen ;-)  und natürlich Fantasie & Träumerei, glasperlenspiel13, Alexandra vom Bücherkaffee, Bibliophilin und textverliebt wiederzusehen.  (Manchmal gibt es auch Begegnungen von Dingen. Manchmal.)

Und am Donnerstag gab es ja ein sehr herzliches Murakami-Pläuschchen bei Dumont (habe es sehr bedauert, nicht zur Party zu können, aber nun, Krank gehört man irgendwann ins Bett!) und das ausgesprochen schöne Treffen mit dem Team von Was liest Du (Mayersche), Maren und Torsten, zu dem Felix von Bookmarksmag dazustieß. Auch ein sehr schöner Austausch über Literatur, Aktionen und Menschen mit Leidenschaft für unsere Branche.

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Die Anschlussveranstaltung unter dem Hashtag #hasufi15 – Verlage treffen Literaturblogger kann ich schwer beurteilen. Einen Teil habe ich leider verpasst, aber selbst als ich anwesend war, war es schwer zu folgen, es war laut und trotz Mikrofon konnte man hinten nur fetzenweise folgen. Aber auch im anschliessenden Gespräch mit dem Publikum war die allgemeine Stimmung eher verhalten, vielleicht auch, weil die Erwartung eher anders war, mehr ein Miteinander, statt Diskussion vorn, Blogger hören zu – denn in dieser Runde erstaunte es schon, dass kein Blogger von Anfang an in der Gesprächsrunde saß.

Das es ganz anders geht, bewies die eindrucksvolle Veranstaltung vom Booksmarkmag. Leider fand diese Veranstaltung am Samstag statt, da hätte ich sehr gerne danach nochmal mit den Anwesenden weiterdiskutiert. So eine angenehme, gut gemischte Runde, toll gesprochen! Zwischen Feuillton und Haul  MEHR DAVON!

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Stephan Urbach trifft Heidi Gebhardt (c) Peter Wenz

Ein weiteres Messehighlight, die kurze Fotosession von Peter Wenz mit Stephan Urbach und mir und das kleine Treffen Hanauer Autoren ;-)  Manchmal ist die Messe sehr groß und dann doch wieder so klein. Ein schönes Zusammentreffen und ein kleiner Ruhepol im trubeligen Messerummel.

 

 

Stephan Urbach und Pinkfisch (c) Peter Wenz

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Danach ging es dann zum Messeausklang: die Virenschleuder-Preisverleihung. Schön aufgemacht und auch hier wieder, einige nochmals treffen, zwanglos ins Gespräch kommen und eigentlich gar nicht gehen wollen. Leute treffen, denen man auf Twitter schon Bücher empfohlen hat (und sie dann auch noch erkennen, wenn man neben ihnen steht) und ja, einfach mit Menschen reden, denen das Buch genauso wichtig ist wie einem selbst. Normalerweise trennen uns alle viele Kilometer, wir verfolgen uns auf Instagram, Facebook und Twitter – aP1290102ber zweimal im Jahr rückt alles zusammen. Wie könnte man das nicht feiern?

Wie jedes Jahr ist die Messe wieder ein guter Impulsgeber, ein Motivationsschub und ein Anstoß. Die Runde wird größer und ja – wir sehen uns alle (und noch mehr) hoffentlich bald wieder, in Leipzig!

 

 

 

Messe? Messe!

Nun ist es soweit: die Buchmesse in Frankfurt eröffnet feierlich! Natürlich mische ich auch dieses Jahr wieder mit. Auf wirsindhier.de schrieb ich folgendes über die Buchmesse:

Die Messe ist Weihnachten nicht unähnlich. Strahlende Augen überall, es gibt das ein oder andere Geschenk und man trifft ganz viele nette Menschen, die man das restliche Jahr über nicht sieht ;-) Buchmesse = Feiertag!

Dieses Jahr ist alles ein bißchen anders. Traditionell gehe ich immer am ersten Tag zur Messe und ich liebe das sehr. Alles ist frisch und neu, die Laune gut und die Füße tun noch nicht weh ;-)  2015 findet man mich aber erst am Freitag auf der Messe, was aber auch ganz enorme Vorteile mit sich bringt.

Visitenkarten, Aufkleber, Eintrittskarte - ready to rumble!
Visitenkarten, Aufkleber, Eintrittskarte – ready to rumble!

Am Messedonnerstag bekomme ich Besuch von zwei ganz lieben Freundinnen und Buchbloggerinnen – Nanni von Fantasie und Träumerei und Christine von Lesemomente. Vor Jahren haben wir uns kennengelernt und die Freundschaft hält bis heute – genauso wie unsere gemeinsame Begeisterung für Bücher, die uns einst zusammengeführt hat. Die beiden werden mich im Buchladen besuchen und wir wollen die Zeit auch dafür nutzen, die bisherige Kooperation ihrer Blogs mit unserem Buchladen ein wenig zu vertiefen. Darauf freue ich mich sehr, auch auf das gemeinsame Herumstöbern und Aussuchen und auf unser gemütliches Zusammensein später – Leserinnen unter sich, das könnte spät werden ;-)

Am Messefreitag werden wir zu dritt die Hallen unsicher machen, ein schöner Luxus! Und da ich am Freitag auf der Messe bin, habe ich doch noch die Möglichkeit, am Buchbloggertreffen, organisiert von Simone aka Papiergeflüster teilzunehmen. Ich freue mich sehr auf ein Wiedersehen mit Alexandra vom Bücherkaffee, die Bibliophilin Dorota, Dagmar die Geschichtenagentin,  und auch Katharina von textverliebt endlich mal woanders als auf Twitter treffen ;-)  Und wenn ich die Teilnehmerliste so durchscrolle, sind da noch soooviele Namen, die ich von Instagram, Facebook, den Blogs oder Twitter kenne – ich hoffe, ich komme nicht allzu sehr durcheinander ;-) Jedenfalls ist es eine 1a Gelegenheit, ganz viele spannende Menschen zu treffen, ich freue mich quer durchs Quadrat!

Der neue Messerucksack ist bereit und wartet auf neue Buttons ;-)
Der neue Messerucksack ist bereit und wartet auf neue Buttons ;-)

Messe, das bedeutet natürlich auch Vorbereitung und wildes Packen. Für mich sind die Hallen 3 und 4 die spannendsten Kandidaten. Meist notiere ich mir im Vorfeld die ein oder andere Veranstaltung, das schönste ist aber in all den Jahren einfach das spontane Treiben lassen gewesen. Ich liebe das Herumstöbern und Entdecken, das Plaudern mit Verlagsvertretern und Verlagsmenschen. Ich freue mich darauf, viele kleine Indie-Verlage wiederzutreffen und die Schwätzchen aus Leipzig weiterzuführen. Ich freue mich auf den Orbanismspace, der verdammt viele spannende Veranstaltungen bereithält.

Was bleibt zu sagen? Ich freue mich auf einen trubeligen Messe-Freitag, auf ganz viele Wiedersehen und neues Kennenlernen. Wer mich durch die Hallen flitzen sieht, darf mich gerne 20151013_195234ansprechen, definitiv finden wird man mich auf dem Buchbloggertreffen um 14 Uhr Halle 4.1 Stand B73 #orbanismspace.

Ihr erkennt mich am Rucksack. Und natürlich an den Schuhen. Ungefähr so ——->

 

 

 

Messe? Messe!

Kafka am Strand oder eine Hommage an Haruki Murakami

Es gibt Bücher, die begleiten den Leser ein Leben lang. Es gibt das Buch, was man auf die vielzitierte, einsame Insel mitnehmen würde. Es gibt das Buch, welches man aus dem brennenden Haus retten würde, was man in schweren Stunden zur Hand nimmt, um Trost in ihm zu finden. Es gibt das Buch, das man versonnen lächelnd im Regal stehen sieht und sich daran erinnert, wie es war, es das allererste Mal zu lesen. Der kleinste Knick im Umschlag fühlt sich vertraut an. Viele Menschen werden darüber schmunzeln – all das, in einem einzigen Buch? Es erstaunt mich selbst, aber nach 10 Jahren mit diesem Buch an meiner Seite kann ich nur glücklich nicken.

Wie oft habe ich, gefragt nach meinem Lieblingsautor und seinen Werken, Kunden auf unser Sofa hingewiesen, ihnen „Kafka am Strand“ in die Hände gelegt und gesagt: „Fangen Sie an zu lesen – lesen Sie die Szene mit dem Sandsturm“. Und oft genug begann für jemanden so eine weitere, ja geradezu stürmische Begegnung mit diesem Ausnahmeautor. Wieviele Male ich selbst mittlerweile die Sandsturm-Szene gelesen, zitiert, abgeschrieben oder vorgelesen habe – ich kann es nicht beziffern und werde es wohl noch viele Male wieder tun.

Warum ist dieses Buch mein Lebensbegleiter? Weil es eine Geschichte erzählt, die soviel mehr ist, als nur eine Geschichte. Weil es Abenteuerroman, Adoleszenzerfahrung, tragische Liebesgeschichte und Weisheit in einem ist. Ich werde herausgefordert, zwischen den Zeilen entdecke ich bei jedem Lesen neue Facetten und Fragen und über all dem liegt der stille und doch so faszinierende Zauber dieses japanischen Autors.

Und wenn Sie jetzt neugierig geworden sind – nehmen Sie diesen Roman beim nächsten Buchladen-Besuch in die Hand, setzen Sie sich aufs Sofa und lassen Sie sich von Haruki Murakami und seinem sprachgewaltigen Sandsturm davontragen. Sie kommen durch diesen Sandsturm, versprochen.

 

(dieser Text erschien im Hanauer Kanon der Literatur, Hrsg. Dieter Dausien, 2014)

.Neustart – Stephan Urbach (inkl. Interview)

An der Kasse unseres Buchladens liegt Stephans Buch .Neustart. Letzte Woche fragte mich eine Kundin, worum es eigentlich in dem Buch ginge. Ich halte kurz inne, es ist eine interessante Frage. Es geht um einen Menschen, der sein eigenes Ding macht, allen Umständen zum Trotz. Ein Mensch, der immer ein wenig anders war, als die anderen – ein Gefühl, was ich selbst zur Genüge kenne.

In einem Moment, wo andere Hilfe brauchen, einfach zu handeln – wie viele von uns können das von sich sagen? Stephan hat seine Talente im Netz, seine Kontakte und Ideen in der Netzaktivistengruppe “Telecomix” eingesetzt, um Menschen in Kriegssituationen, in Not und unter widrigsten Bedingungen eine Stimme zu geben und ihnen weiter Meinungsfreiheit zu ermöglichen. Er hat dafür sehr viel gegeben, sein eigenes Leben darüber vergessen, seine Gesundheit gefährdet und am Ende sich selbst.

Mich hat sein Buch so beeindruckt, wie es dieses Jahr kaum ein anderes geschafft hat. Warum? Weil Stephan da, wo andere noch diskutierten, geholfen hat. Und weil er rechtzeitig noch die Notbremse ziehen konnte, denn sonst würde dieses Buch nicht existieren. Er erzählt sehr offen von einer Zeit in seinem Leben, die sich die meisten von uns wohl kaum vorstellen können. Er schafft ein Bewußtsein dafür, was möglich sein kann, was wichtig ist, in der heutigen Welt.  Mund aufmachen, mitmischen, helfen, sich beteiligen. Und doch sagt er auch: Wir müssen auf uns selbst aufpassen. Er spricht offen über Depressionen und ihre Folgen. “Take care” möchte man ihm nach der Lektüre zurufen. Und “Danke”, dafür, dass er den Mut hatte, dieses sehr persönliche Buch zu schreiben.

Meine Kundin steht noch vor mir, nachdem ich diese kleine Rede gehalten habe. In der Hand hat sie Stephans Buch. “Gekauft – das hat mich überzeugt!” sagt sie. Mich auch, denke ich, mehr als überzeugt.

Interview mit Stephan Urbach

Lieber Stephan, schön, dass Du Dir die Zeit nimmst, ein paar Fragen zu beantworten. .Neustart ist ein sehr persönliches Buch. Was war für Dich der ausschlagende Punkt, dieses Buch zu schreiben?

Ich könnte jetzt was darüber erzählen, wie wichtig mir das alles ist und das ich diesem inneren Drang gefolgt bin, unbedingt meine Geschichte aufschreiben zu müssen… aber das wäre halt gelogen. In der Tat war das alles viel banaler: Ich lag mit einer gehörigen Portion Schmerzmittel im Krankenhaaus – ein Bandscheibenvorfall hatte mich dahingerafft – und las meine Emails und der Verlag fragte mich, ob ich nicht ein Buch schreiben wolle. Ich hab im Schmerzmittelrausch dann halt ja gesagt. (Die Blöße, dann doch noch abzusagen wollte ich mir dann nämlich auch nicht geben)

Wenn Du einen Tag lang mit uns Buchhändler*innen tauschen könntest – welches Buch würdest Du allen empfehlen?

Da gibt es nicht nur eines, es ist ein riesen Haufen. Aber wenn ich dann nur eines darf, dann ist es wohl „Ihr sollt die Wahrheit erben“ von Anita Lasker-Wallfisch. Wenn das einer Kund*in zu schwer ist, kann ich ihr:m immer noch Sibylle Berg empfehlen – und zwar „Ende gut“.

Wenn Du nachts nicht schlafen kannst – was geht Dir meistens im Kopf herum?

Wenn ich nicht schlafen kann zermatere ich mir das Hirn über das, was am nächsten Tag zu tun ist. Nach ein bis zwei Stunden fällt mir dann auf, dass ich es auch einfach erledigen kann und schwupp, sind die Emails geschrieben und das Meiste erledigt – morgens um 3 und ab 4 sitze ich dann Serien schauend mit Eiscreme und Kaffee auf der Couch. Living the life, ich sags dir!


Was wäre für Dich der perfekte Tag?

Das ist gar nicht so leicht – das kommt ganz auf meine Stimmung an. Meistens hat es aber etwas mit Kaffee und Serien zu tun. Mein guilty pleasure ist, dass ich „Teenie“-Serien liebe und unheimlich viel Trash TV schaue und mich dabei diebisch amüsieren kann, so lange ich dabei Kaffee, Kippen und Eis habe (und natürlich ist der Twitterclient offen und nebenher wird noch gechattet – dafür hat uns die Schöpfung ja mehrere Monitore gegeben). An Tagen mit anderer Stimmung stehe ich total gerne auf, setze mich an den Rechner, rauche und trinke Kaffee und wurschtel vor mir hin, bis ich dann World of Warcraft starte und nach 20 Mintue nen rage-quit hinlege, weil ich mich über mein eigenes Unvermögen aufrege. Das ist dann der Augenblick, an dem ich anfange, zynisch das Weltgeschehen zu kommentieren und wild in eines meiner Blogs schreibe. Mein Kommentarmoderationsteam hat da immer ein wenig Angst vor.


Gibt es einen Spruch, den Du gerne als Ratschlag weitergibst? 

Kind, werd was anständiges und werd Wandermusikant. Mach ja nix mit Bank oder Versicherung. Zur Not werd halt Schriftsteller. Aber dann auch anständig.

Lieber Stephan, Danke für das Interview – ich freue mich sehr auf deine Lesung aus .Neustart!

Gerne doch. Ich freu mich auch (und bin total nervös!)

Wenn ihr jetzt neugierig geworden seid auf .Neustart, könnt ihr hier auf pinkfisch.net eine signierte Ausgabe gewinnen. Schreibt mir in die Kommentare, warum Ihr das Buch gerne lesen möchtet. Am 11. Oktober lose ich unter allen Einsendungen eine/n Gewinner*in aus! Good Luck!

 

Titelbild: Michael Horn

 

 

Herbst im Mumintal – Tove Jansson

Ich liebe die Mumins. Aber ganz besonders liebe ich es, wenn ich in den ersten Herbsttagen endlich zu diesem Teil greifen kann. Wie will man diesen besonderen Zauber beschreiben, der die Reihe umfasst? Unaufgeregt, leicht melancholisch und doch so voller Weisheit und Freude, das sind für mich die Mumins. So viel mehr als kleine Kindergeschichten, so wohltuend entlocken sie mir jedes Mal beim Lesen ein Schmunzeln.

Nimm es an. Und dann lies ein Buch.

Oft kommt alles zusammen. Man hat Ideen im Kopf, man hat ein Ziel für sich festgelegt und dann schießt einem das Leben quer. Sobald Du denkst, nun ist es da, das Zeitfenster in dem Du kreativ deine Projekte verfolgen kannst, dreht das Leben Dir eine lange Nase.

Dieses Jahr ist für mich eine einzige lange Übungsstrecke. Hochmotiviert habe ich es begonnen, während der ersten Monate zwei wichtige Dinge angestoßen und dann schoss mir das Leben quer und beschäftigte mich für die nächsten drei Monate mehr als reichlich mit Organisieren, Verarbeiten und Neubeginn. Nun sollte endlich die Ruhe kommen, ich wollte zurück ans kreative Reißbrett. Das hatte ich mir so vorgestellt und wurde eines Besseren belehrt. Eine weitere Situation, die ich so nicht voraussehen konnte, trat ein und ließ mir, kombiniert mit dem üblichen Alltag wenig Auswahl, was meine Zeitgestaltung anging.20150927_161220

Einmal mehr habe ich gelernt: Es wird nie genug Zeit sein! Es wird immer etwas geben, was mich vom kreativ sein abhält. Es wird ein Amt auszufüllen sein, meine Familie wird mich brauchen, die Arbeit wird mich mehr fordern als gedacht. Es werden ungeplante Termine anfallen, auch in 50 Prozent der Fälle „Nein“ zu sagen wird nicht ausreichen.

Ein Dilemma, was wohl jeder kennt, der versucht, Arbeit, Privates und Kreatives in seinem Leben zu vereinen. Die Gedankenspirale dazu könnte ich endlos aufzählen. Vom Gedanken, ob man allen (und sich selbst!) gerecht wird. Vom Selbstzweifel. Vom Gefühl, nirgendwo genug zu tun. Von dem Wunsch, völlig allein zu sein um endlich anfangen zu können. Und vom Nicht-Können, wenn es dann soweit wäre, dass man loslegen könnte. Was ich in solchen Zeiten tue?

Es annehmen. Und dann ein Buch lesen.IMG_20150926_085830

Und zwar eines, von dem ich mir sicher sein kann, dass es mich inspiriert. Das  mich dazu bringt, mit der wenigen Zeit die ich habe, auszukommen. Aber bevor ich das Buch lese, muss ich meine Situation annehmen. Mein Leben ist, wie es ist, das habe ich von einer klugen Freundin gelernt. Vieles darin kann (und vor allem: will!) ich nicht ändern. Weil es mich ausmacht. Weil ich meine Familie und meine Arbeit liebe. Ich brauche keine Zeitmanagement-Tipps und keine gutgemeinten Vorwürfe, ich würde ja immer zuviel wollen. Ich finde, dass der Wunsch, alles zu leben (wenn vielleicht auch immer nur in Teilen und Aspekten) und Dinge mitzugestalten, die mir wichtig sind, exakt das ist, was mich durch harte Zeiten trägt.

In meinen Jahren im Netz und auch im realen Leben habe ich ganz großartige Menschen kennengelernt. Sie haben Bücher veröffentlicht, machen Fotos die mich so demütig werden lassen ob ihres Könnens, sie spielen Instrumente, sie erdenken mitreißende Projekte oder bloggen so authentisch und motivierend, dass es mich jedes Mal wieder umhaut. An den allermeisten Tagen denke ich schlicht: Wow! Was für ein Können, was für eine Kreativität liegt hier in der Luft, es knistert vor Inspiration, Motivation und Freude an diesen Dingen!

Und es gibt die anderen Tage. Die, an denen ich mich frage, wann alle diese Dinge passieren. Wie jemand so unglaublich produktiv und geistreich sein kann, trotz Vollzeitjob, mehreren Kindern oder Whatever. Wo ich an meine eigenen Grenzen stoße, wo mich die Limitation meiner Zeit und Ressourcen fast körperlich angreift. Die, wo ich mich frage, warum kann ich das so nicht leisten? Obwohl ich genau weiß, dass Vergleiche der sichere Weg ins Verderben sind, kann ich nicht anders. Warum liegen meine Projekte brach, warum komme ich bei diesem oder jenem Vorhaben nicht vorwärts?

Ich muss für mich an diesen Ort gehen, mitten hinein in diese dunklen Stunden. Und wenn das bedeutet, dass ich stundenlang schlecht gelaunt und maulfaul mit Menschen, die das aushalten, durch einen Baumarkt stiefeln muss. Denn manchmal ist diese Zeit, in der wir von äußeren Umständen blockiert werden, in der wir neidisch auf die Projekte anderer schielen, in der wir immer unzufriedener werden, genau das was wir brauchen, um weiterzumachen. Wir tigern in unserem engen Zeitkorsett hin und her. Wir bekommen es nicht hin, uns in unserer eigentlichen Profession hinzusetzen um etwas zu erschaffen. Wir leben unsere Kreativität an den kleinen Dingen aus, weil sie trotz oder gerade wegen unseres Frusts irgendwohin muss. Wir gestalten den Balkon um. Wir sammeln die ersten Kastanien. Wir erfinden in der Küche neue Kreationen.20150927_171529

Und während wir all das tun, merken wir, wie das, was wir am meisten tun wollen, in uns Formen annimmt. Wie es uns in unser Atelier, an den Schreibtisch zieht, wie sich alles in unserem Kopf formt und zu Papier gebracht werden will. Und dann bricht es aus uns heraus, ganz egal, ob wir die Zeit haben oder die Möglichkeiten. Dieser Moment, wo ich merke, dass die Sätze und Ideen sich wieder hervortrauen – der ist großartig!

Eigentlich ist es nur logisch, dass nach dem Sortieren im Inneren jetzt ein Anstoß von außen folgt, bei mir meist in Form eines Buches. Auf „Big Magic“ habe ich mich seit Monaten gefreut, denn Elizabeth Gilbert ist eine Au20150927_160716torin, die ich seit langem auf Facebook verfolge. Ihre positive und sprühende Art, sich Kreativität und dem Leben zu öffnen, hat mich fasziniert. Und oft ist es genau das, was wir alle brauchen, wenn wir das Gefühl haben festzustecken. Jemand, der uns nach einer Phase des Nicht-Vorwärts-Kommens mitreißt. Der uns das Mantra liefert, dass wir brauchen. Den Soundtrack für unser Schaffen. Der unsere Ängste und Unzulänglichkeiten kennt. Lasst euch von ihr inspirieren (TED TALK) oder hört ihr zu, bei ihrem wunderbaren Podcast Magic Lessons, begleitend zu Big Magic. Und last but not least: Lest das Buch, ganz egal, in welchem Feld ihr kreativ seid. Es vermag ein paar Türen zu öffnen, von denen ihr nicht wusstet, dass sie geschlossen waren…

Ps: Barbara, Chris, Elizabeth, Heidi, Maryanto, Stephan, Svenja, Torsten – dieser Text ist auch für Euch!