Alles ist längst da. In uns.

Letzte Woche habe ich etwas erlebt, was sich einige Tage später ganz ausgezeichnet als launige Geschichte auf einer Geburtstagsparty verwenden lies. Ich war am Wochenende unterwegs gewesen, das Navi hatte schon auf der Hinfahrt seinen Geist aufgegeben und obwohl ich mir den Rückweg mal kurz auf der Karte angesehen hatte, habe ich mich gnadenlos verfahren. Mehr als einmal. So oft, dass mein Schwiegervater im Verlauf der Geschichte nur noch schmunzelte und sachte den Kopf schüttelte, weil er sich nicht vorstellen konnte, das jemand wirklich so dermaßen orientierungslos sein kann.

Aber doch, ich kann das. Wäre es ein Talent, ich wäre ganz vorne mit dabei und könnte ich damit Geld verdienen, hätte ich die erste Anzahlung auf eine Villa bereits getätigt.

Während ich aber über Autobahnen fuhr, wieder abfuhr, verzweifelt Kartenmaterial wälzte und versuchte, irgendwie wieder nach Hause zu kommen, geschah, was so oft passiert, wenn das Hirn verzweifelt mit Problemlösen beschäftigt ist. Es präsentiert Dir die Lösung für etwas gänzlich anderes, was Dich umtreibt.

Ich war um eine Erkenntnis reicher. Nach Hause hatte mich folgendes gebracht: ich mich selbst. Alle Fähigkeiten, die ich dafür brauchte, steckten in mir. Denn am Ende habe ich es, nach einigen Anläufen und einem Zwischenstopp in einem anderen Land ganz alleine nach Hause geschafft. Und ich war so stolz.  So viele unnötige Kilometer ich auch verfuhr und soviel ich auch fluchte – ich brachte mich nach Hause. Und in diesem Moment verstand ich, dass diese Irrfahrt einen großartigen Effekt hatte. Ich fasste wieder Vertrauen in mich selbst und die Kräfte, die in mir stecken, die mich in manchen Situationen über mich hinauswachsen lassen und die ich über dem Alltag häufig vergesse.

So oft denken wir, dass die Lösung vielleicht in einer Veränderung steckt, in einer neuen Routine, in besseren Arbeitsbedingungen, weniger Störungen und wenn doch alles einfach mal laufen würde. Ein Frustkreisel, aus dem das Ausbrechen immer schwerer scheint, je länger wir uns in ihm drehen. Um dann, auf einer Autobahnraststätte zu entdecken, dass all diese Dinge nebensächlich sind, weil das, was uns am Ende zum Erfolg führt, schon längst da war. In uns.

 

Deutschland Schwarz Weiß – Noah Sow

Lest dieses Buch. Lest dieses Buch. An alle, die heutzutage in den sozialen Netzwerken unterwegs sind und sich durch Rassismus und Sexismus und jegliche Arten von Ausgrenzung wühlen müssen, dieses Buch legt noch eine Schippe oben drauf. Und es tut weh, teilweise richtig, wenn man, schonungslos ehrlich, auch erkennt, dass man selbst nie davor gefeit ist, auch in Denkmuster und Vorurteile zu verfallen. Als Auffrischungskurs, als Geschenk für diejenigen mit dem berühmten Brett vorm Kopf, als Argumentationshilfe, als Augenöffner, als zukünftige Schullektüre – hier ist ein wichtiges Buch!

Tsubaki * Tsubame * Wasurenagusa – Aki Shimazaki

Es ist quasi unmöglich, diese drei wahrlich kunstvoll aufgemachten Bände aus dem Kunstmann Verlag einzeln zu besprechen. Lose gehören sie zusammen, sicherlich kann man sie auch einzeln genießen, aber dieses besondere Gefühl, alle drei hintereinander zu lesen und dabei ganz tief in ihre Welt einzutauchen, das möchte ich jedem nur ans Herz legen. Was für eine zarte Sprache, die in wenigen Worten von Dramen und Leid spricht und so viel stärker wirkt, als Fluten von Sätzen es könnten. Was für eine Stille legt sich auf uns, wenn wir diese Bücher zur Hand nehmen, mit ihnen leiden und die Geschichte eines Landes und weniger Menschen uns gleichzeitig berührt und nachdenklich werden lässt.

About my Shelf – Hrsg. von Maggie Gernatowski

Ich warne euch vor – wenn ihr dieses Buch zur Hand nehmt, plant entsprechend vor und vor allem genug Zeit ein. Einen Stift und das Notizbuch: zum Notieren der Bücher, die ihr nun lesen möchtet. Und: Lautsprecher und das Musikportal eurer Wahl um euch stundenlang durch die Musiktipps zu hören.

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Was habe ich dieses Kleinod gerne durchgeblättert und gelesen! Die Grundidee ist einfach.

10 Musikerinnen und Musiker erzählen uns etwas über ihre Bücherregale.

10 Autorinnen und Autoren erzählen uns etwas über ihre Plattenregale.

Dabei kam ein ganzer Schatz an Empfehlungen heraus, die durch das luftige und klare Layout leichtfüßig daherkommen. Eine grobe Form ist vorgegeben und doch hat man viel mehr das Gefühl, einem Gespräch zu lauschen als ein Interview zu lesen. Man gerät ins Stöbern, entdeckt komplett Unbekanntes und freut sich, wenn man gar bei einem geliebten Autor eine musikalische Gemeinsamkeit entdeckt ;-)  Ich liebe solche Bücher, die mir einen Einblick erlauben und mir etwas über Menschen erzählen, mit der der gleichen Leidenschaft für ihre Regalinhalte.

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Und daher gibt es jetzt auch gleich drei meiner neuen Anspieltipps, beim Durchhören für mich entdeckt:

 

The Earth Is Not a Cold Dead Place von Explosions in the Sky (die Band hört Karen Köhler manchmal beim Schreiben)

Landslide von Fleetwood Mac & I Still Do von I Am Kloot (hört Benedict Wells, wenn er etwas Trauriges schreibt)

Auf der Buchwunschliste gelandet sind:

Revolting Rhymes von Roald Dahl (liebstes Kinderbuch von Cherylin Macneil

Faserland von Christian Kracht (Hendrik Otremba nennt eine Szene aus diesem Buch auf die Frage nach seiner Lieblingsszene)

Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an meine Buchhändlerinnen-Kollegin Marijke, die dieses fabelhafte Buch für unseren Buchladen entdeckt hat! Ich wünsche ihm noch ganz viele Leser!

 

Und manchmal doch ein Film.

Ich bin ein Buchmensch, durch und durch. Wenn ich lese, dann läuft in meinem Kopf ein eigener Film ab, ich besetze die Figuren und sie erwachen in meiner Vorstellung zum Leben. Und so gerne ich diese Freiheit habe, manchmal interessiert mich doch, wie ein geliebtes Buch filmisch umgesetzt wurde. In den letzten Monaten habe ich einige Buchverfilmungen gesehen und einige noch auf der Liste stehen.

Ganz oben auf der Begeisterungsskala steht für mich „Der große Trip“ von Cheryl Strayed. Das Buch habe ich verschlungen, mich hat der Weg dieser Frau sehr imponiert und ich war enorm gespannt, wie das alles im Film wirken würde. Das Buch geht natürlich weiter in die Tiefe was die Auseinandersetzung mit sich selbst von Strayed angeht, aber der Film kann absolut mithalten: Witherspoon (als Cheryl Strayed) ist genauso eine Top-Besetzung wie Laura Dern (als Mutter Bobbi) und beide sind exakt so, wie ich sie mir vorgestellt hätte. Dazu kommen natürlich die beeindruckenden Naturaufnahmen und die intensive Stimmung, die sich durch den ganzen Film zieht. Für mich definitiv ein Muss-man-sehen-Tipp!

 

 

Wenn ich große Gefühle möchte, greife ich sowohl im Buchregal als auch bei den DVDs nach Nicholas Sparks. Besonders gelungen (und für mich in diesem Falle fast einen Zacken besser als der Roman) war „Mit Dir an meiner Seite“ . Ein Taschentuch-Film, ein Familiendrama und eine Liebesgeschichte mit Musik.

 

 

Im Jahr 2009 hat mich „Die Karte meiner Träume“ von Reif Larsen total begeistert. Das Buch stach besonders durch seine Ausstattung hervor, zig Anmerkungen und wissenschaftliche Notizen der Hauptperson an den Seitenrändern, eine kleine Leseherausforderung, in der ich völlig versunken bin. Diese Besonderheit kann der Film nur in Teilen wiedergeben, dafür besticht er mit einer sehr überzeugenden Helena Bonham Carter. Der Regisseur Jean-Pierre Jeunet (Die fabelhafte Welt der Amelié) lässt die große Weite der U.S.A auf den Zuschauer wirken, er lässt mit bunten Farben und mit großem Spaß an den ungewöhnlichen Charakteren einen sehenswerten Film entstehen.

 

 

John Greens „Das Schicksal ist ein mieser Verräter„ ist mittlerweile natürlich einem großen Publikum bekannt, hat sich zur Schullektüre gemausert und Green hat es wie kein zweiter Jugendbuchautor geschafft, seine jungen Leserinnen und Leser (und auch das ein oder andere ältere Semester) für sich einzunehmen. Das Buch hat mich weinen und lachen lassen, es hat lange gedauert bis ich mich entschliessen konnte, den Film zu schauen. Ich denke jeder Buchfreund kennt dieses bange Gefühl, ob die Verfilmung dem Buch gerecht werden kann. Man merkt dem Film an, dass hier eng mit dem Autor zusammengearbeitet wurde und die Veränderungen minimal sind. Ich brauchte genauso viele Taschentücher wie beim Lesen, den beiden Hauptfiguren nahm ich jede einzelne Sekunde ab, es gab Szenen bei denen ich ergriffen auf dem Sofa saß … Volltreffer!

 

 

Auf meiner Will-ich-sehen-Liste für die nächsten Monate stehen noch diese Filme:

„Mein Leben ohne gestern„ von Lisa Genova wurde unter dem englischen Titel „Still Alice“ verfilmt. Der Trailer lässt mich einiges erwarten, das Buch hatte seinen ganz eigenen Ton und die Thematik hat mich länger beschäftigt. Julianne Moore ist eine großartige Schauspielerin, schon dieser kurze Einblick in der Vorschau zeigt dass sie die nötige Klaviatur von Emotionen schauspielerisch darzustellen weiss.

 

 

„Das also ist mein Leben“ von Stephen Chbosky („Vielleicht lieber morgen„). Das Jugendbuch habe ich bereits vor Jahren gelesen. Was mich daran so berührte war, dass sich das Buch entblätterte und erst nach und nach klarwurde, worum es wirklich geht. Charlies Schicksal ging mir nahe und ich hoffe sehr, dass der Film diesen Aspekt gebührend behandelt. Ich bin außerdem ein Fan von Emma Watson und kann sie mir gut in dieser Verfilmung vorstellen.

 

 

Um diesen Film schleiche ich seit langem herum. „Naokos Lächeln“ gehörte zu einem der allerersten Bücher von Haruki Murakami das ich las – zum Teil in meiner Mittegspause auf dem Rücksitz meines allerersten Autos, das Buch ist mittlerweile ordentlich abgeliebt und bleibt eines meiner Lieblinge. Ob ein Film da jemals heranreichen könnte? Ich bin nicht sicher, ob ich hier wirklich meine Vorstellung gegen die des Regisseurs eintauschen möchte – wir werden sehen ;-)

 

 

Was habt ihr in letzter Zeit für Literaturverfilmungen gesehen? Habt ihr Tipps oder ratet ihr vom ein oder anderen Film leidenschaftlich ab? Und welche Reihenfolge bevorzugt ihr – erst das Buch und dann den Film oder andersherum?

 Dieser Artikel entstand in Kooperation mit clipfish.com.

Alles außer irdisch – Horst Evers

Alles außer irdisch? Ja! Irrwitzig war es – ein sehr schräger Mix aus Pratchett, Moers und ganz viel trockenem Evers-Witz. Manchmal war mir das in seiner Überdrehtheit schlicht und ergreifend zuviel, aber über weite Strecken des Romans habe ich gekichert und mich gut unterhalten gefühlt. Und da ich es für eine hohe Kunst halte, den Lesenden überhaupt zum Lachen zu bringen, während des Lesens, gibt das von mir ein Lob!

Du bellst vor dem falschen Baum – Judith Holofernes

Was muss man über meine Anfänge mit Judith Holofernes wissen? Das erste und einzige Festival meines Lebens, beinhaltete einen Auftritt von Wir sind Helden. Unvergessen, wie diese vier Menschen trotz Regen und Unwägbarkeiten die Bühne rockten – eine Erinnerung, die auch rund ein Jahrzehnt später für mich unvergessen bleibt. Ihre CDs habe ich allesamt verehrt, sei es die Musik, seien es die Texte – sie haben mich durch alles begleitet, waren in Dauerschleife in meinem ersten Auto zu hören, haben Lieben und Trennungen begleitet und man kann wohl sagen, dass ich ein wenig mit den Helden erwachsen geworden bin.       20160103_194135

Vor Jahren habe ich mit Freude ihren Tourbericht gelesen und als sich die Band auflöste war ich zwar traurig, gleichzeitig aber auch dankbar dafür, dass ich solange in den Genuß kam – schließlich hatte ich noch immer die CDs und immensen Respekt vor Künstlern, die sich auch trauen, irgendwann zu sagen: Das war schön! Macht es jut!

 

Man kann sich vorstellen, dass ich vor Freude juchzte, als ich entdeckte, dass es ein weiteres Buch geben würde, aus der Feder von Judith Holofernes. Sofort hatte ich es für eine Freundin als Geschenk bestellt und wartete auch selbst darauf. Wie das Leben manchmal so spielt und man jemanden kennt, der jemanden kennt, erreichte mich dann ein liebevoll signiertes Exemplar, was im Regal einen Ehrenplatz erhielt.

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Bevor ich diesen Leseeindruck schrieb, habe ich einige andere Rezensionen gelesen. Und darunter auch einige gefunden, die dem Buch eine ganz schön negative Breitseite verpassten. Jedem seine Meinung, es bleibt ja alles Geschmackssache. Und doch fragte ich mich: Haben diese Rezensenten das Buch verstanden?

Ich habe es mit Begeisterung gelesen, immer wieder herausgeholt. Hier wird mit Sprache gespielt und wenn ich mich dafür nicht begeistern könnte, wäre ich wohl kaum Buchhändlerin geworden. Schon zu Heldenzeiten haben mich die Texte begeistert, gerade die, die sich nicht sofort erschlossen, die meinen Gedanken die Chance gaben, sich auf verschlungene Pfade zu begeben. Die Gedichte von Judith Holofernes zergehen einem auf der Zunge. Lest sie laut vor, lest sie euren Kindern vor und euch selbst. Schmeckt die Worte, genießt das Wortspiel, den Spaß an kleinen Verrücktheiten und daran Sprache sinnlich zu erleben.

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Es ist ein Gedichtband, dessen Illustrationen von Vanessa Karré ebenfalls dazu einladen, sich in einem Gedankendschungel zu verlieren. Was haben einige Kritiker davon erwartet, dass sie sich so enttäuscht fühlten? Ich begreife dieses Buch als eigenwillige Kunst, denn so ist mein Gefühl beim Lesen. Ich verharre, ich spreche, zische, trillere die Verse. Ich verweile bei einem Gedicht länger als bei einem anderen, bin in einem Museum der Tiere unterwegs, welches mich herausfordert und zum Lachen bringt, wo jemand den Mut hat, sich auszudrücken und seine Kunst zu leben.

Was kann ich von einem Buch und der Kunst mehr wollen? Danke dafür!

Weihnachtsbücher 2015

Wenn ich etwas sehr, sehr mag – dann sind das Weihnachtsbücher. Ob Adventskalenderbücher, Bilderbücher, Vorlesegeschichten, Weihnachtsgeschichten, Gedichte, Liederbücher, Rezepte, Liebesgeschichte, Satire – ich habe dafür einfach eine Schwäche.

Nun habe ich eine ganze Weile lang Weihnachtsbücher gesammelt und Anfang des Jahres leider meine ganze Sammlung unfreiwillig hergeben müssen. Aber schneller als ich schauen konnte, waren einige neue Kandidaten im Regal und so wird die Sammlung aufs Neue wieder wachsen.

20151206_190936Für den Buchladen sichte ich bereits im Herbst die Weihnachtsbücher und habe bei Tulipan, Diogenes, Insel und Aufbau angefragt, ob ich ein paar Leseexemplare haben kann, denn gerade im Weihnachtsgeschäft bin ich bei uns die „Weihnachtsfrau“ – ich kenne die Adventskalendergeschichten, ich schwärme für tolle Weihnachts-CDs und eben die richtige Lektüre für die Adventssonntage. Ich wurde reich bedacht – vielen Dank dafür, so ist die Sammlung schneller wieder gewachsen, als ich dachte.

Die Bücher liegen hier in einem extra Regal und gerade bei den Kurzgeschichtensammlungen blättere ich immer wieder herum, lese zum Feierabend immer wieder eine neue Geschichte. Einige habe ich bei meinem Job als Vorleserin im Altenheim schon zum Besten gegeben – ein voller Erfolg!  (Gabriele Wohmann – Weihnachten ohne Parfüm* Insel Verlag – Die Wunder zu Weihnachten * Diogenes Verlag – Diesmal schenken wir uns nichts *Anaconda Verlag – Weihnachtsmärchen aus aller Welt * Außerdem 24 Weihnachtsgeschichten zum Vorlesen, FKJB (nur noch als Taschenbuch erhältlich)

Besonders verliebt habe ich mich in das Adventskalenderbuch von Tulipan (was man auch wunderbar einfach so lesen kann, es ist also noch nicht zu spät, sich diese herrliche Geschichte zu sichern!) „Du spinnst wohl!“ von Kai Pannen. 20151206_191030

Ich habe so gelacht! Eine absurde Geschichte, die auch den Erwachsenen beim Vorlesen Spaß macht. Mein 5-jähriger ist jedenfalls schwer begeistert!

 

 

 

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Für das leibliche Wohl habe ich mir zwei kleine, feine Kochbücher gegönnt:

Vegan X-Mas von Stina Spiegelberg

Mein veganer Adventskalender von Franzi Schädel

Leider komme ich nicht ansatzweise soviel zum Backen und Selbermachen, wie ich gerne würde, aber ich mag es sehr, abends in den Büchern herumzustöbern und mein Besuch steuert zielsicher auf das Küchenregal zu und liest sich in den Büchern fest, weil sie einfach wunderhübsch aufgemacht sind. Ein paar wenige Rezepte habe ich schon getestet und die Ergebnisse als ausgesprochen lecker erlebt ;-)

Ein Buch musste ich mir einfach nochmal wieder kaufen, da ging kein Weg dran vorbei, es handelt sich um „Fröhliche Weihnacht…„. Es ist mein liebstes Weihnachtsbuch, u.a. auch deswegen, weil ich es beim Auszug von meiner Mutter „geerbt“ habe. Geschrieben hat es Sandra Boyton, es ist 1995  im Dumont Verlag erschienen und ich liebe es heiss und innig und habe gejuchzt, als ich es für kleines Geld antiquarisch wiedergefunden habe.

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Ich denke, jeder hat so ein Buch, an dem Erinnerungen hängen. Das hier ist meines. Es ist liebevoll gezeichnet, witzig und die Fallstricke der „ach so besinnlichen Weihnachtszeit“ werden hier herrlich vorgeführt. Es ist ein kleiner Ratgeber für die „schönste Zeit des Jahres“ – und wie man dieses Jahr vielleicht endlich wirklich etwas davon hat. Wenn der Weihnachtsrummel losgeht, ist dieses Buch immer wieder mein Adventsbegleiter, weil es mich zum Lachen bringt.

Nun sind wir fast am Ende angelangt, aber fehlt da nicht noch etwas? Richtig, der Adventskalender! Die letzten Jahre habe ich meist ein Adventskalenderbuch aus dem Boje Verlag mein eigen genannt (einfach wunderbar!), dieses Jahr habe ich auf Facebook etwas Schönes entdeckt und nun ist es endlich bei mir angekommen und macht mich glücklich <3!

20151206_185746 Es könnte kaum besser passen, habe ich doch dieses Jahr einmal mehr gemerkt, dass ich ein echter Kurzgeschichtenfan geworden bin. Diese kleine Box von „Literaturquickie“ enthält den Kurzgeschichten Adventskalender, sehr schön in der Beschreibung festgehalten als „24 Literatürchen bis Weihnachten„. Ich bin jedenfalls gespannt und freue mich total auf dieses besondere Schmuckstück.

 

Was bleibt zu sagen? Was sind eure Lieblingsweihnachtsbücher? Oder lest ihr lieber etwas gänzlich anderes in der kalten Jahreszeit? Ich wünsche euch jedenfalls hier und da die Zeit, mit einem Heißgetränk auf dem Sofa zu liegen und ein wenig in Geschichten zu schwelgen – ob weihnachtlich oder nicht ;-)  Meine Mama hat mir heute jedenfalls DEN Mini-Weihnachtsbaum für Buch-Fans mitgebracht… wer also an den Adventssonntagen noch ein wenig basteln möchte, während er Kekse knabbert – legt los!

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