Ich verstehe, warum Fforde viele Fans hat – die literarischen Anspielungen sind wirklich toll gelegt, die Namensgebungen, Gegebenheiten etc. Ein bisschen anstrengend fand ich die zig Bezeichnungen der Agenten, klar, das macht auch den Charme des Buches aus, das keiner so recht weiss, welche Hand was tut, ich fands aber etwas anstrengend, grade zu Anfang ist es sehr „geballt“. Das gibt sich aber dann bald, es bleibt ein spannender, verrückter Fall für alle die Bücher & vor allem Jane Eyre lieben. Doch, abgesehen von diesem kleinen Manko: Daumen hoch!
Autor: Sarah
Das absolut wahre Tagebuch eines Teilzeit-Indianers – Sherman Alexie
Sehr gut! Ein Buch das man in einem Rutsch liest, weil es keinen guten Zeitpunkt gibt, es mal wegzulegen. Als „Junior“ mit 14 aus seinem Reservat „ausbricht“ und anfängt zu einer „weissen“ Highschool zu gehen, fällt es ihm schwer zu sagen, wohin er gehört, auf der Schule ist er Aussenseiter, zuhause im Res. der Verräter. Mithilfe von Büchern und gezeichneten Comics (im Buch ^^) drückt er sich aus – das liest sich verdammt ehrlich, rasant und ja…ich fands überaus beeindruckend. Alexie ist selbst Spokane-Indianer, das Buch trägt autobiographische Züge. Würde ich Sternchen vergeben: Hier sind 5! Für ein verdammt gut gemachtes Jugendbuch!
Ps: Erschein im Oktober 2009!
Paul Vier und die Schröders – Andreas Steinhöfel
Als die Schröders im Haus nebenan einziehen, zerreißen die Nachbarn sich das Maul – eine alleinstehende Frau und 4 Kinder mit seltsamen Namen wie Erasmus und Delphine? Aber es bleibt nicht beim Klatsch – Paul muss sich entscheiden, ob er weiterhin so leben will wie seine Nachbarn. Die ehrlichen und direkten Schröders halten der Nachbarschaft mehr als einmal einen Spiegel vor. Ich war ein wenig traurig nach diesem Buch – aber beeindruckt vom Autor, der hier eine Szenerie erschaffen hat, die einen zum Nachdenken bringt! Kein Wunder, dass dieses Werk mittlerweile zu den klassischen Schullektüren zählt!
Dirk und Ich – Andreas Steinhöfel
So süss! Dirk und sein Bruder erleben ziemlich viel, wenn der Tag lang ist – und nicht grade das „übliche“. Und kennt nicht jeder Situationen die „eigentlich“ ganz harmlos sind und plötzlich steht man im totalen Chaos und muss das den Eltern erklären? Ich hab jedenfalls sehr gegrinst und freu mich schon, das meinen Babysitterkids vorzulesen – herrlich!!! Ohne moralischen Zeigefinger und einfach nur lustig!
Das Graveyard-Buch – Neil Gaiman
Also die Aufmachung alleine verdiente schon einen Stern – fand ich sehr schick, Metallbox in Grabstein-Optik. Ein bisschen schade fand ich, das es eine Haupthandlung gab, vieles „drumherum“ aber nur angerissen wurde – das Buch hätte ruhig ein bisschen ausführlicher sein können. Aber wenn man davon absieht – eine richtig gute Idee und die Toten des Friedhofs sind einfach toll gemachte Figuren. Es ist spannend, witzig und schön abgedreht. Fühlte mich gut unterhalten!
O Patria Mia! – Andreas Steinhöfel
Gianna liebt Arien (und weil sie selbst Opernsängerin werden will, trägt sie das ganze Jahr über einen roten Strickschal). Italien.Pizza & Pasta. Und Gruselfilme. Was vielleicht erklärt, warum eines Tages ein Monster an ihrem Bett steht…ganz niedliches Kinderbuch, mit italienischen Einsprengseln – mit dem ganz speziellen Steinhöfelhumor – einfach so wunderbar zu lesen!
Die Eisprinzessin schläft – Camilla Läckberg
Ein Schwedenkrimi, ein recht gut aufgemachter Fall – die große Spannung/Dramatik gibt es nicht, wohl aber den ein oder anderen „Aha“-Effekt. Schön ist die „Nebengeschichte“, die das Ermittlerduo ein wenig näher bringt, Polizist und Schriftstellerin. Las sich süffig und gut weg, allerdings manchmal ein wenig arg flapsig, aber insgesamt hat mich das auch nicht wirklich gestört, eher verwundert. Und die schwedische Atmosphäre ist einfach toll, wenn man grade viel mit dem Land zu tun hat :-)
Die Brandmauer – Henning Mankell
Hat mir auch wieder gut gefallen, allerdings waren für mich z.B. Mittsommermord oder Die fünfte Frau doch noch ne Klasse besser. An sich gefiel mir auch der Fall, aber er blieb so „ungreifbar“, obwohl eine Katastrophe bevor steht, kann man es irgendwie nicht erfassen. Schwer zu sagen. Trotzdem – Mankell kanns einfach!
Hühnersuppe für die Seele – Zum Kraftschöpfen
Und nun habe ich mit „Hühnersuppe für die Seele – Zum Kraftschöpfen“ angefangen und möchte mir am liebsten jede zweite Seite anmarkern, weils so schön und weise ist und einfach gut tut. Habe mir jetzt kleine Haftnotizen geschnappt und werde ganz viel markieren…gefällt mir wirklich gut und passt grade so gut zu mir und dem Leben. […]
Hat mir sehr gut gefallen – mein Exemplar ist voller Post-Its. Sehr inspirierend, anregend und auch einfach mal schön! Habe ich genoßen, werde ich öfter verschenken!
Ich knall euch ab – Morton Rhue
Nicht Rhues bestes Buch, aber doch sehr bedrückend, wie er sich diesem (leider so aktuellem) Thema widmet. Er klärt nicht die Schuldfrage, er lässt in Fragmenten Mitschüler, Eltern, Freundinnen, Lehrer, Nachbarn zur Sprache kommen und jeder fragt sich, versucht zu erklären – wie konnte es zu dieser Tragödie kommen? Vielleicht gefällt mir das grade so daran – das klar wird, das eine solche Tat aus sovielen verschiedenen Punkten besteht und das man an sovielem arbeiten muss, wenn Schulen wieder ein sicherer Ort werden sollen, an dem Toleranz herrscht, an dem niemand „zurückbleibt“.