Heartland – Joey Goebel

Ich finde diesen Autor SO toll – ich glaube er ist trotz „Freaks“ und vorallem „Vincent“ recht unbekannt – zu Unrecht! In diesem Werk nimmt er Amerika und seine Wahlindustrie herrlich aufs Korn, ironisch, böse, mit einer Anti-Hauptfigur, wirklich tollen Wendungen und sehr vielen Anspielungen rund um „das Land der unbegrenzten Möglichkeiten“. Seine Figuren geben so unterschiedliche Statements ab, das die Abgründe, die zwischen den Menschen liegen, sehr deutlich hervortreten. Druck und Machenschaften stellen die Fragen auf – was ist eigentlich korrekt? Und wer steht auf der „richtigen“ Seite? Eine gewitzte Satire, ein kluges Buch, ein beissendes Buch – und auf 700 Seiten kein bisschen Langeweile! Danke!

Das Lächeln der Fortuna – Rebecca Gablé

Angeregt durch meine Freundin Karo, die mir das Buch gaaanz arg ans Herz gelegt hat (lang und ausdauernd!) habe ich mich also mal an einen historischen Roman gewagt: eigentlich nicht mein Genre. Aber: ich war doch die ganzen über 1000 Seiten gefesselt. Das Buch hatte erstaunlich wenig Längen, Gablé schafft es, viele Personen auftreten zu lassen und man behält trotzdem recht gut den Überblick. Angesiedelt im 13 Jahrhundert, eine spannende Geschichte – Historisches wird mit der Geschichte der Waringhams verknüpft – und da gibt es fast alles – Intrigen, Liebesgeschichten, Drama…ich fühlte mich wirklich gut unterhalten! Also: eine klare Empfehlung von meiner Seite aus – ich werde nach und nach auch noch mehr von der Autorin lesen!

Leseliste 2008

Jane Austen – Mansfield Park
Khaled Hosseini – Drachenläufer
Jan Seghers – Die Partitur des Todes
Joshua Doderer – Ein Hund namens Grk
Miranda July – Zehn Wahrheiten
Jonathan Barnes – Das Albtraumreich des Edward Moon
Jodi Piccoult – 19 Minuten
Ian McEwan – Am Strand
Paul Auster – Die New York Trilogie
David Safier – Mieses Karma

Markus Zusak – Die Bücherdiebin
Pierre Péju – Die kleine Kartäuserin
Merten Worthmann – Gebrauchsanweisung für Barcelona
Martin Suter – Der Teufel von Mailand
Ian McEwan – Abbitte
Anna McPartlin – Weil du bei mir bist
Bill Bryson – Streiflichter aus Amerika
Amelie Nothómb – Die Reinheit des Mörders
Joey Goebel – Freaks
Martin Suter – Business Class

Katharina Hacker – Die Habenichtse
Monika Feth – Fee
Brian Selznick – Die Entdeckung des Hugo Cabret
Amelié Nothomb – Methaphysik der Röhren
Stephenie Meyer – Bis(s) zum Abendrot
Ian McEwan – Der Trost von Fremden
Katharina Hagena – Der Geschmack von Apfelkernen
Sibylle Berg – Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot
Christopher Moore – Lange Zähne
Wir sind Helden – Informationen zu Touren und anderen Kleinigkeiten

Haruki Murakami – Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede
Maria Mannschatz – Meditation
Pascal Mercier – Perlmanns Schweigen
Curtis Sittenfeld – Eine Klasse für sich
Jean-Dominique Bauby – Schmetterling und Taucherglocke
Karin Fossum – Wer anders liebt
Christopher Moore – Ein todsicherer Job
Zadie Smith – Von der Schönheit
Ian McEwan – Der Zementgarten
Astrid Lindgren – Mio, mein Mio

Hideo Okuda – Die seltsamen Methoden des Dr. Irabu
Joey Goebel – Vincent
Jeanine Krock – Der Venuspakt
Martin Suter – Business Class II
Anne Weiss/Stefan Bonner – Generation Doof
Amélie Nothomb – Im Namen des Lexikons
Grün/Altmann – Klarheit, Ordnung, Stille
Tom – Gestatten, Bestatter!
Karin Fossum – Der Mord an Harriet Krohn
Jodi Picoult – Bis ans Ende aller Tage

Randy Pausch – Last Lecture
Anthony McCarten – Superhero
Alicia Bartlett – Gefährliche Riten
Jenny Downham – Bevor ich sterbe
Jeanne Birdsall – Die Penderwicks
Christopher Moore – Liebe auf den ersten Biss
Bill Bryson – Frühstück mit Känguruhs
Elizabeth Gilbert – Eat, Pray, Love
Jodi Picoult – In einer regnerischen Nacht
Stieg Larsson – Verblendung

Quim Monzó – Barcelona
Ming Min – Schlechter Sex
Roberto Cotroneo – Diese Liebe
Louis Sachar – Löcher
Andreas Steinhöfel – Die Mitte der Welt
Hugh Laurie – Bockmist
Jodi Picoult – Beim Leben meiner Schwester
Stieg Larsson – Verdammnis
Stieg Larsson – Vergebung
Adam Davies – Goodbye Lemon

Hideko Okuda – Die japanische Couch
Jakob Hein – Vor mir den Tag und nach mir die Nacht
Diane Setterfield – Die dreizehnte Geschichte
Armistead Maupin – Michael Tolliver lebt
Martin Suter – Unter Freunden
Darren Shan – Der Mitternachtszirkus
Anne Donovan – Einmal Buddha und zurück
Rebecca Miller – Pippa Lee
Thea Dorn – Mädchenmörder
Darren Shan – Die Freunde der Nacht

Isabel Allende – Das Siegel der Tage
Cecilia Ahern – Ich hab dich im Gefühl
Darren Shan – Die dunkle Stadt
Darren Shan – Der Berg der Vampire
Darren Shan – Die Prüfungen der Finsternis
Morton Rhue – Ghetto Kidz
Francoise Dorner – Die Frau in der letzten Reihe
Darren Shan – Der Fürst der Vampire
Jakob Hein – Gebrauchsanweisung für Berlin
Jodi Picoult – Die Wahrheit meines Vaters

Jane Austen – Verführung/Überredung
Darren Shan – Die Prophezeiungen der Dunkelheit
Darren Shan – Die Verbündeten der Nacht
Darren Shan – Die Flammen der Verdammnis
Darren Shan – Der See der Seelen
Ariel Denis – Stille in Montparnasse
Andreas Steinhöfel – Trügerische Stille
Sibylle Berg – Sex2
Frank Bresching – Das verlorene Leben
Niccolò Ammaniti – Wie es Gott gefällt

Darren Shan – Der Herr der Schatten
Darren Shan – Die Söhne des Schicksals
Mitch Albom – Dienstags bei Morrie
Antonia Michaelis – Die Nacht der gefangenen Träume
Stephenie Meyer – Breaking Dawn
Jane Austen – Gefühl und Verstand
Meg Cabot – Peinlich, Peinlich Prinzessin
Ian Samson – So schnell wackelt kein Schaf mit dem Schwanz
Anna Enquist – Kontrapunkt
Maarten ‚t Hart – Das Wüten der ganzen Welt

Silvana De Mari – Der letzte Elf
Henning Mankell – Mörder ohne Gesicht
Sam Savage – Firmin ein Rattenleben
Henning Mankell – Die Hunde von Riga
Henning Mankell – Die weisse Löwin
Sven Regener – Der kleine Bruder
Julia Alvarez – Die Mission der Isabel Goméz
Henning Mankell – Der Mann der lächelte
Henning Mankell – Die falsche Fährte
Nicholas Sparks – Bis zum letzten Tag

Franz Kafka – Brief an den Vater
Amelié Nothomb – Der Professor
Harper Lee – Wer die Nachtigall stört…
Anne Donovan – Emily sein oder nicht sein
Anita Strubel – Gebrauchsanweisung für Schweden
Henning Mankell – Mittsommermord
Peter Härtling – Jette
Zoran Zivkovic – Das letzte Buch
Ruckzuck – Die schnellsten Geschichten der Welt
Katrin Aehnlich – Alle sterben, auch die Löffelstöre

Anna Gavalda – Alles Glück kommt nie
Ray French – Ab nach unten!
Carlos Ruiz Zafón – Das Spiel des Engels
Ralf Schmitz – Schmitz‘ Katze
Julia Alvarez – Die Zeit der Schmetterlinge
Oliver Uschmann – Murp!
Jilliane Hoffman – Vater unser
Nicholas Drayson – Kleine Vogelkunde Ostafrikas
Alan Benett – Die souveräne Leserin
Hanns-Josef Ortheil – Die große Liebe

Lionel Shriver – Wir müssen über Kevin reden
Antoine de Saint-Exupéry – Bekenntnisse einer Freundschaft
Herrad Schenk – In der Badewanne
Tilman Rammstedt – Der Kaiser von China
Zoran Dvenkar – Die Nacht in der meine Schwester den Weihnachtsmann entführte
Daniel Glattauer – Alle sieben Wellen
Kluun – Ohne Sie
Weihnachten ganz wunderbar  – Ein literarischer Adventskalender
Christoph Hein – Frau Paula Trousseau
Klüpfel/Kobr – Milchgeld

Frau Paula Trousseau – Christoph Hein

Ein wirklich, wirklich tolles Buch. Am Ende war ich richtig geschafft, fast schon deprimiert, aber auch sehr beeindruckt. Paula setzt sich im Laufe ihres Lebens gegen alle durch: ihre Eltern, ihre Männer – und lebt und liebt doch nur die Kunst. Das ist mehr als die Geschichte einer Emanzipation. Das ist Drama, das ist klare Linienführung, das ist ein Roman über Kunst, eine Familiengeschichte, Liebesgeschichte am Rande. Auch wenn Paula soviele Fehler macht – oder auch nicht, je nach Blickwinkel – sie wirkt trotz ihrer Kälte ungeheuer menschlich.

Hat mich wirklich sehr gefesselt. Wer bereit ist, sich auf ein trauriges, aber sprachlich so lesenswertes Buch einzulassen, der wird hier belohnt!

Alle sieben Wellen – Daniel Glattauer

Ja genau, die Fortsetzung von „Gut gegen Nordwind“. Wir fragen uns – kann das was werden? WILL man überhaupt eine Fortsetzung? Ich sage – JA! Auch wenn ich das Ende überaus gelungen fand, vom Vorgänger – man möchte ja doch (ähnlich wie beim Happy End!) wissen – was wird denn später?

Sprachlich wieder ein Kunstwerk, man erfreut sich so sehr an Satzkonstruktionen, am Hin und Her der beiden. Sie sind ernsthafter geworden, vielleicht auch vorsichtiger. Zusätzlich kommen nun noch andere Komponenten dazu. Und verleihen dem ganzen meiner Meinung nach noch mehr Tiefe. Ach, ich hab mich einfach gefreut, wieder Emmis impulsive Mails, Leos Schreiberei bei viel zuviel Wein…man schaut den beiden einfach unheimlich gerne zu!

Für mich ist es eine sehr gelungene Fortsetzung! Spritzig, mit viel Gefühl in jeder Zeile und es geht einfach „weiter“, die Umwelt der beiden wird mehr einbezogen – mehr verrate ich nun aber nicht! Ich würde es allen Nordwind-Fans ans Herz legen :)

Der Kaiser von China – Tilmann Ramstedt

Oh, das fand ich echt klasse! Keith hätte eigentlich, ja eigentlich mit seinem Großvater nach China reisen sollen, so der Wunsch des Opas. Um nicht vorwegzugreifen – der Opa ist tot, niemand, schon garnicht Keith Geschwister soll das wissen – und so beginnt Keith, versteckt unter seinem Schreibtisch Briefe vom angeblichen China-Trip zu schicken – und was die beiden dort erleben – großartig! Ein Fabulierwerk erster Klasse, skurril, überraschend, eine tolle Sprache, ein deutscher, junger Autor – was will man mehr? Ich hab jedenfalls unheimliche Freude beim Lesen gehabt! (Und nach dem Lesen unbedingt das Video auf youtube sehen – grandios!)