Ein Klassiker den ich schon lange mal lesen wollte und den ich mal aus einer Bücherkiste in einem der nettesten Hausflure Kölns aufgegabelt habe ;-) Viele haben mir von dem Buch vorgeschwärmt und ich kann mich nur anschliessen – das ist einfach etwas ganz besonderes, eine berührende Geschichte, eine mutige. Und überaus wichtige! Ein Buch das ich, würde ich einige Klassikerempfehlungen rausgeben, definitiv weit oben ansiedeln würde!
Wie ich meinen kleinen Bruder fast auf den Mond geschossen hätte – Frank Asch
Für alle großen Brüder, die ihren kleinen Bruder manchmal unerträglich finden. Phantasievolle, witzige Geschichte für jüngere Leser um die 10 Jahre und auch schön zum Vorlesen – vielleicht grade für beide Geschwister!
The Hunger Games: Mockingjay – Suzanne Collins
Tja, wie schreibt man über den dritten Band ohne zu spoilern…er war ein recht guter Abschluss der Serie, ich habe mich aber (sicherlich auch weil ich mit der englischen Sprache zu kämpfen hatte) etwas schwergetan. Im großen und ganzen war ich zum Schluss wieder versöhnt – es hat aber lange nicht soviel Fahrt aufnehmen können wie die beiden vorigen Bände, auch haben mir manche Handlungsstränge aus den vorigen Bänden gefehlt. Insgesamt finde ich aber die Tribute von Panem immer noch äusserst lesenswerte Jugendbücher die auch viele Erwachsene noch in ihren Bann schlagen werden – und auch viele Fragen aufwerfen.
Shopaholic Abroad – Sophia Kinsella
Ich habe da so einen Leseplan. Damit ich ab und an auch mal etwas im Original lese, suche ich mir da nicht allzuschweres raus. Wenn ich dann mal wieder eine ganze Serie in englisch gesehen habe, traue ich mir dann auch mal wieder ein Buch zu. Und siehe da: es klappt. Kinsella schreibt einfach herzerfrischend über die chaotische Becci Bloomwood – und ich lerne wieder ein paar neue Vokabeln. Doch, die Reihe hat einfach was und macht Spaß!
Hector & Hector und die Geheimnisse des Lebens – Francois Lelord
Wieder ein Hector-Roman, die ich ja generell wirklich mag – einfach zu lesen, schön verpackte Weisheiten, der ein oder andere Gedankenanstoß. Mittlerweile ist Hector Vater geworden und sein Sohn setzt sich mit der Welt und seinen Eltern auseinander. In diesem Band allerdings habe ich einige Male fast laut gesagt: Nein, das sehe ich anders – manchmal ist mir das kindliche deutlich zu naiv, viele Aussagen zu einfach. Eventuell möchte Lelord hier auch mal ausbrechen und mehr provozieren – das hat er in früheren Bänden zwar auch schon getan, Hector ist ja beileibe kein Heiliger. Trotzdem haben mich hier deutlich mehr Ansichten gestört, weil ich darin existenzielle Fragen anders beantworten würde.
Für jede Lösung ein Problem – Kerstin Gier
Nett für zwischendrin, war sehr schnell gelesen – einige Male laut gelacht. Die Idee, für Abschiedsbriefe nach einem mißglückten Selbstmordversuch gradezustehen, garantierte schräge Situationen. Ist aber wirklich eher was „leichtes“ – aber manchmal braucht man eben auch genau das. Was mir an Kerstin Gier gefällt ist ihr bodenständiger Humor – sie klingt in ihrer Schreibe nicht bemüht, was in sovielen „locker-leichten“ Frauenromanen der Fall ist. Allein dafür mag ich sie!
Das Labyrinth der Wörter – Marie-Sabine Roger
Es passiert relativ selten das man ein Buch liest das einfach nur schön ist – das eine kleine Geschichte erzählt, das man an einem Sommernachmittag liest, an einem verregneten Morgen, wann-auch-immer: was man danach ans Herz drückt und sagt: Einfach ein schönes Buch! Und das Bücher und Literatur eine große Rolle spielen, macht es natürlich nur noch besser ;-)
Numbers: Den Tod vor Augen – Rachel Ward
Der zweite Teil der Trilogie Numbers – und was für eine furiose Fortsetzung. Fand ich den ersten Teil schon klasse, wird hier noch eins draufgesetzt. Die Geschichte wird konsequent weitergeführt, man hat aber überhaupt nicht das Gefühl, das hier altes wiederaufgewärmt wird. Numbers 2 ist noch heftiger, noch zerstörerischer – definitv eher ab 14 einzustufen. Genial erzählt und wieder bis zum Schluss geradzu atemlose Spannung…ich freue mich schon auf Teil 3!
Der Tag an dem Marilyn starb – Donna Milner
Nachdem ich von River von der gleichen Autorin so begeistert war, habe ich mir von diesem Buch recht viel erhofft. Warum es mich nicht ganz so gepackt hat, kann ich selbst nicht so genau sagen: die Personen wuchsen mir ans Herz, gerade die Kinder, die Geschichte war auch sauber erzählt. Für mich aber eben nicht mehr, zumal mir Geschichten die rund um Kriegsgeschehen angesiedelt sind, selten gut gefallen. Vielleicht einfach für mich nicht das richtige Buch.
Titos Brille: Die Geschichte meiner strapaziösen Familie – Adriana Altaras
Dieses Buch hat mich schlicht umgehauen! Man hat das Gefühl, Frau Altaras sitzt einem in einem Berliner Café gegenüber und erzählt mit viel Gestik und Mimik die Geschichte ihres Lebens und ihrer jüdischen Familie. Und wie sie das tut, das ist virtuos, spannend, beeindruckend und keine Minute langweilig. Was für eine Frau, was für eine Beobachtungsgabe, was für ein Talent für die leisen Töne zur rechten Zeit, einen trockenen Humor, wenn man ihn nicht erwartet. Sie spannt den Bogen von ihrer Kindheit in Zagreb bis zu ihrem heutigen Leben in Berlin und wieder hat man das Gefühl: sie erzählt einfach, ohne zu beschönigen – eine echte Kostbarkeit. Ich habe in diesem Buch sovieles gefunden und kann nur sagen: man muss es einfach selber lesen!