Nichts für schwache Nerven – und es handelt sich bei diesem Buch nicht um einen Thriller. Powers verarbeitet im Roman seine eigenen Erfahrungen im Irakkrieg. Und das ist mehr als einmal beklemmend und erschütternd. Ein Buch, was ich aufgrund der heftigen Ereignisse mehrfach zur Seite legen musste – und doch immer wieder zur Hand nehmen wollte. Der Krieg verändert Menschen, die Helden sind schon lange keine Helden mehr, Soldaten stoßen an ihre Grenzen. Ein wichtiges Buch!
Eleanor & Park – Rainbow Rowell
Ach, was habe ich dieses Buch gemocht. Weil es mehr ist, als die typische Aussenseiter-verlieben-sich-ineinander-Geschichte. Die schwierigen Verhältnisse, in denen Eleanor lebt und aus denen sie alleine nicht ausbrechen kann, haben mich sehr berührt. Und auch, dass Rowell darauf verzichtet, dem ganzen ein einfaches Happy End zu verpassen. Für mich ein Stück Jugendliteratur, was eindrucksvoll vor Augen führt, wie aus einer kleinen Geste nicht nur Freundschaft werden kann, sondern auch der Mut zu einem anderen Leben. Ganz und gar fabelhaft!
Ein ganzes Leben – Robert Seethaler
Über dieses Buch ist soviel gesagt und geschrieben worden, da kann ich mich kurz fassen: ja, die Empfehlungen sind gerechtfertigt. Seethaler macht nicht viele Worte, ist ein genauer Beobachter und lässt hier ein ganzes Leben auf wenigen Seiten entstehen. Ein Buch, dessen Verkaufszahlen absolut gerechtfertigt sind. Mich hat es nicht zu 100% überzeugt, was ich in diesem Fall aber meiner mangelnden Begeisterung für die Berge zuschreibe ;-)
Fair Play – Tove Jansson
Das ist so ein Buch, dem ich soviel mehr Aufmerksamkeit wünschen würde. Hätte ich Tove Jansson nicht schon vorher für die Mumins geliebt, so wäre ich ihr spätestens nach diesem Buch verfallen. Was für eine starke Geschichte, zwei unheimlich interessante Frauen und Künstlerinnen und ihre Liebesgeschichte. Unbedingt lesen!
Böse Absichten – Keigo Higashino
Wieder hat Higashino den japanischen Kriminalroman zu einem Genuß werden lassen. Seine langsame, geradezu bedächtige Art, die Ermittlungen zu beschreiben hat eine ganz besondere Faszination – eine Art von Krimi, von der ich noch viel, viel mehr lesen möchte!
Kein Mord ohne Tante Frieda
Tante Frieda ist Kult – zumindest in Hanau. Aber nein, nicht nur! Denn mittlerweile ist Tante Frieda so erfolgreich, dass sie weit über die Grenzen Hanaus, ja Hessens hinaus bekannt geworden ist. Denn der Ullstein Verlag hat das Potential erkannt und hat sowohl den ersten als auch den neuen Tanta-Frieda-Krimi bei sich im Hause verlegt. Und kann man es ihnen verdenken? Wenn Tante Frieda erstmal loslegt, sind sie und ihr treuer Dackel Amsel kaum noch zu halten und ein unschlagbares Team. Und so ermittelt Tante Frieda wieder, im Schlepptau ihre Nichte Lena und ihren Neffen Sven – diesmal in einem Mordfall auf dem Golfplatz. Und dass es wieder spannend, witzig (und außerdem – lecker!) wird, das kann ich an dieser Stelle schon einmal versprechen!
Kein Ort ohne Dich – Nicholas Sparks
Für mich ein eher schwächerer Sparks, die beiden Erzählstränge hätten mir einzeln besser gefallen als in der Kombination. Trotzdem: große Gefühle, las sich so weg, hat eine lange Zugfahrt erträglicher gemacht ;-)
Aufstieg und Fall des Wollspinners William Bellman – Diane Setterfield
Ich lese selten historische Romane, für Diane Setterfield mache ich aber gerne eine Ausnahme. Schön gesponnenes Werk, liest sich süffig.
Der ausgebüxte Weihnachtsesel – Meike Haas
Ich habe eine ausgeprägte Vorliebe für Weihnachtsbücher und bin mit einem kleinen Sohn natürlich auch immer auf der Suche für Bücher zum gemeinsamen Vorlesen. Noch ist er ein wenig zu klein, aber diese Weihnachtsgeschichte zum Selberlesen ab 8 Jahren hat auch mir schon das wohlig-warme Weihnachtsgefühl und das ein oder andere Schmunzeln entlockt.
Sommer 1927 – Bill Bryson
Dieser Mann könnte über die Rückseiten von Cornflakespackungen schreiben und ich würde es lesen! Einer der wenigen Autoren, den sowohl mein Mann als auch ich mit großer Begeisterung lesen. Diese Hingabe, diese Recherchen, die ein unfassbares Ausmaß haben müssen. Und sein Talent, die Themen zusammenzuführen und den Leser für Flugzeuge, Baseball, die U.S.A mit all ihren Skurrilitäten und vieles mehr, was damals im Sommer 1972 geschah, gleichermaßen zu begeistern. Seine Bücher lege ich jedem, einfach jedem ans Herz!