Es wird mit „High Fidelity“ von Hornby verglichen, passt auch ganz gut. Ein Loser, seine Freundin und im Endeffekt geht bei ihm alles den Bach runter während sie aufsteigt. Sehr bissig, ironisch und auch durchaus derb, aber mit schönen Charakteren und Einschüben des Autors. Ich könnte es nicht jedem vorbehaltlos empfehlen (es gibt einige sehr anschauliche Schilderungen, die nicht jedermanns Sache sein werden…), dafür ist es doch etwas schräg, aber es hat Humor.
Vermiss mein nicht – Cecilia Ahern
Nun lese ich die neue Ahern, aber nach etwa 140 Seiten kann ich eigentlich schonmal sagen das ich etwas deprimiert bin. Ihr erstes Buch war klasse und es hat mir gut gefallen, das zweite war komplett anders und auch noch gut aber jetzt beim 3&4 geht
sie in eine so „esoterische“ Richtung…schade!!! Naja, ich werds trotzdem fertiglesen, hab ja n paar Kundinnen die mich dann gezielt fragen, wie ich sie fand. Aber wirklich schad, ich hatte gehofft das „Zwischen Himmel und Liebe“ nur ein Versuch in diese Richtung war *seufz* Aber immerhin, hier gefällt mir die Geschichte etwas besser, der Plot ist ganz schön, auch wenn ich mit der Hauptfigur nicht wirklich warm werden kann. […] Leider reicht sie nicht an die ersten beiden von ihr heran, gefiel mir aber etwas besser als ihr drittes Buch. Naaaaja. Ich würds mir im HC so jetzt nicht kaufen, als TB für zwischendurch ok.
Die letzte Liebe des Monsieur Armand – Francoise Dorner
Ein Leseexemplar, ganz dünn, vorgestern morgen „genossen“ erscheint bei Diogenes. Ganz wunderbares, kleines Buch über einen alten Philosophie-Studienrat und Pauline, die 50 Jahre jünger istund als Verkäuferin arbeitet. Trotz der Unterschiede verbindet die beiden mehr als nur Freundschaft, aber auch keine Beziehung. Ganz wunderschön, ohne viel Drumherum oder Kitsch, einfach graderaus und ehrlich.
Mister Aufziehvogel – Haruki Murakami
Nachdem ich „Mister Aufziehvogel“ nun nach längerer Lesezeit durch habe und nicht ganz sicher bin was ich davon halten soll – einerseits ein Geniestreich, andererseits beklemmend und verwirrend..und doch am Ende klar…es bleibt jedenfalls nicht mein Lieblingsbuch von ihm, aber ich glaube schon das es etwas mehr „Licht“ in andere Bücher von ihm gebracht hat, Brunnen und Katzen und Ohren spielen mal wieder eine Rolle..Schwierig. Lesenswert weil Murakami – Ja. Aber ich werde es aller Voraussicht nach kein 2tes Mal lesen. Trotzdem, einige Szenen, grade am Anfang haben sich eingebrannt, unter anderem dieses Zitat:
„In letzter Zeit geht mir der Gedanke nicht aus dem Kopf, dass, ich weiß auch nicht… wie die Leute so arbeiten, von früh bis spät, irgendwie verrückt ist. Haben Sie das noch nie komisch gefunden?“
Halb und Halb für 3 – Marie-Aude Murail
Wahnsinnig schönes, französisches Jugendbuch. 3 Waisen versuchen auf ihre eigene Art und Weise das ihre
sehr unterschiedlichen Halbgeschwister die Vormundschaft bzw. das Sorgerecht für sie übernehmen. Ein toller Stil, man hat das Gefühl die Kids (die auch nicht auf den Mund gefallen sind) nach den ersten paar Seiten zu kennen…Die Autorin schafft es, ein sehr schwieriges Thema einfach zu erzählen, mit den Worten der Kinder und nicht ohne beide Seiten zu zeigen! Sehr empfehlenswert! Die Altersangabe ist ab 12, ich empfinde das auch als angemessen.
Wenn ein Reisender in einer Winternacht – Italo Calvino
Dies ist wirklich ein sehr aspektreiches Buch. Dadurch das der Leser immer und immer wieder in eine neue Geschichte geworfen wird, bleibt es spannend. Allerdings muss ich sagen das ich zum Beispiel den Anfang und auch die Schlusssequenz ganz große Klasse fand, zwischendurch aber wirklich zäh mit einigen Episoden kämpfen musste. Ich würde fast wagen zu behaupten das niemand alle Teile des Buches in gleichem Maße zusagen würden. Es ist ein interessantes Buch, alleine die Idee und einige Szenen machen es lesenswert, ich würde es aber nicht zu meinen absoluten Lieblingsbüchern zählen.
Rumo – Walter Moers
Wieder ein Zamonien Roman. Rumo war besonders ab der Hälfte zum Teil zum Piepen komisch. Ich sage nur „Das Blut-Lied“. Insgesamt ist dies der brutalste und härteste von Moers Romanen, dafür aber auch die ausgefeilteste Geschichte. Ausserdem hat Moers den roten Faden nicht verloren, es war also bis zum Schluss richtig spannend und es lief alles schön zusammen. 700 Seiten die sich lohnen!
Bücher auf Rädern – Ian Sansom
Also das war echt spannend :) Die Geschichte dieses etwas naiven britischen Bibliothekars dessen erste „Amtshandlung“ darin besteht, 15.000 gestohlene Bücher wieder aufzustöbern und wie die Einheimischen ihn dabei „unterstützen“, das ist teilweise richtig komisch, man erfährt noch so einiges über Irland und Gepflogenheiten und mir gings jedenfalls so das ich am Ende riiichtig gespannt auf die „Lösung“ war. Und vorallem – das Buch hätte ruhig länger sein können, grade hatte man die Charaktere ins Herz geschlossen.
Gottes Werk und Teufels Beitrag – John Irving
Bin gespannt, amüsiere mich bisher aber schon ganz ordentlich! […] Wahnsinn, es ist geschafft! Ich muss sagen: Die Geschichte ist klasse, spannend, witzig, traurig, eigenwillig – ich kann die Irving-Fans absolut verstehen. Aber ich kann auch verstehen wenn man ihn nicht mag: er schreibt sehr, sehr detailreich und ausufernd… Ist für mich schon okay, aber ich kann sowas nicht soo oft lesen, ist schon anstrengend, obwohl das Buch wie gesagt echt klasse ist!
Das Parfüm – Patrick Süskind
Hach, ein Kurzurlaub ist schön! Habe „Das Parfüm“ gelesen (und den Urlaub habe ich in Grasse gemacht, der Parfümstadt wo auch große Teile des Buches spielen) und habe mir quasi die Schauplätze im Buch paralell dazu angesehen & auch ein eigenes Parfüm entworfen, also richtig reingeschnuppert - Unbedingt und absolut empfehlenswert, war total interessant! Und das Buch hat mir sehr gut gefallen, auf den Punkt, was anderes und einfach spannend..also ich fands ein echtes Erlebnis. Wer kann schon Gerüche aufschreiben?