War ganz okay, recht spannend und die Auflösung kam nicht zu „früh“. Ich hab aber an manchen Stellen gedacht, mhm, das hätte man auch in 350 Seiten statt 550 erzählen können. Andererseits ist dieses Netz von Handlungsträngen zwar weit gestreut, aber am Ende ist man ganz froh, das es so ausführlich war, weil sich die Auflösung dann sehr klar erschliesst. Ganz nebenbei ist es auch noch die Geschichte der Jugend von Edgar Allan Poe, allerdings ahbe ich das erst auf den letzten 100 Seiten so richtig verstanden..+hust+
Schwarze Sekunden – Karin Fossum
War mit sehr klarer Sprache erzählt, packend, man konnte sich während des Buches einfach gut in diverse Gedankengänge hineinversetzen, es blieb bis zum Schluss spannend und auch der Fall an sich (verschwundenes kleines Mädchen) hat mir einfach gut gefallen. Also mein Fazit: spannend, sehr gut und schnell lesbar und nicht zu „episch“.
So lebe ich jetzt – Meg Rosoff
Das war ein Buch das ich so im Nachhinein schwer einschätzen kann. Ein Debüt von einer wohl recht jungen Autorin, sie hat unbestreitbar Stil, ich kann aber nicht sagen ob ich ihn durchgehend so toll finde. Die Geschichte ist etwas verwunderlich, mutet sie doch von der Inhaltsangabe auf dem Buchrücken zu einer einzigen Liebesgeschichte an, wird vordergründig die Geschichte eines fiktiven Kriegs erzählt. Einerseits kommen Handys & Emails vor, es muss also in der Jetzt-Zeit spielen, anderes dagegen ist so hoffnungslos altmodisch das man nicht so richtig sicher ist, in welcher Zeitspanne man sich befindet. Das Ende kommt sehr abgehackt, sehr schnell nach 200 Seiten daher und ich finds zwar nicht schade dafür gestern länger wach gewesen zu sein aber – so richtig begeistert hat es mich leider nicht.
In meinem kleinen Land – Jan Weiler
Nun hab ich die letzten Tage Jan Weiler gelesen und war etwas enttäuscht. Seine anderen Bücher fand ich wirklich witzig und kurzweilig, hier hab ich zwar einige Male gelacht, fand aber das er tlw. wirklich sehr „harsch“ über einiges urteilte, klar, auch mal einen Lacher wert, aber manches… Es machte einen etwas aneinandergereihten Eindruck und ich fands einfach nicht sooo den Renner. (Das Buch von Benjamin v. Stuckrad-Barre über seine Lesereise fand ich sooo lustig..einfach irgendwie netter).
Nachtzug nach Lissabon – Pascal Mercier
So, der „Nachtzug “ ist durch! Was für ein Buch! Hatte anfangs eigentlich Skepsis das ich sehr lange brauchen würde, weil es doch als „nicht ganz einfach“ gehandelt wird. Kam aber sehr gut durch, absolut lesenswert, ich war am Ende, so hatte ich das Gefühl, selbst in Lissabon unterwegs. Trotzdem, ich habe über 5 Tage für dieses Buch gebraucht, weil ich es tlw. „wirken“ lassen musste. Aber das hat es verdient!
http://bfriends.brigitte.de/foren/2370535-post33.html Hier nochmal eine etwas längere Meinung von mir im Zuge einer Diskussion.
Die Nacht von Lissabon – Erich Maria Remarque
Ihr Lieben, geht in die nächste Buchhandlung eures Vertrauens uns kauft „Die Nacht von Lissabon“ von Erich Maria Remarque.
Dieses Buch hab ich die letzten 2 Tage gelesen und es ist wirklich superspannend, ergreifend und schön. Ein Mann, ein deutscher Emigrant steht nachts alleine am Hafen, er will nach Amerika, hat aber weder Pass noch Visum. Ein anderer spricht ihn an und sagt „Ich kann ihnen 2 Karten für das Schiff schenken“ Einzige Bedingung: der Mann soll ihm eine Nacht lang zuhören, während er seine Lebensgeschichte erzählt, die gleichzeitig eine Liebesgeschichte ist.
Das Buch hat mich sehr gefesselt, es hat eine einfach aber doch sehr ausdrucksvolle Sprache, der Erzähler zieht einen in seinen Bann. Wirklich ein tolles, tolles, tolles Buch!
Stadtgeschichten 1-6 – Armistead Maupin
Die Stadtgeschichten, gestern angefangen, heute fertig. Am Anfang dachte ich noch..okay, ganz nett, aber warum sollen die soo toll sein? Und plötzlich steckte ich mittendrin, fühlte mich ein bisschen wie in einer Seifenoper und erwischte mich dabei das ich meinem Freund seitenweise zitierte und gelacht habe. Irgendwie will man ja doch wissen wie es weitergeht…und man scheint die Figuren mit jeder Seite mehr zu kennen und liebzugewinnen…
(OT: Irgendwie hat es ja schon was beunruhigendes, wenn man auf die eigene Buchladenwebsite geht, alle restlichen Stadtgeschichten-Bände online bestellt…obwohl ich morgen arbeiten muss und somit meine eigene Bestellung morgen früh bearbeiten kann…Aber Hauptsache, was online bestellt Irgendwie muss man der Leidenschaft ja trotzdem frönen..)
Nun lese ich die Stadtgeschichten weiter, den 2ten Band. Ich ahne schon, das ich meinen Urlaub (noch 6 Tage…) nur hinter Büchern verbringen werde, aber bei dem Wetter wirklich keine schlechte Alternative
Dann heute mittag angefangen mit dem 3ten Teil der „Stadgeschichten“ (Noch mehr Stadtgeschichten) und nun grade fertig. Es ist einfach herrlich, jawohl!
Nun, der 4te Teil der Stadtgeschichten, war ne gute Entscheidung die restlichen 5 auf einmal zu kaufen …
Und so ging das weiter bis Band 6 – ich hatte alle im Urlaub geschafft! Soap in Buchform, in San Francisco, der wohl schrägsten Bagage einer Wohnung überhaupt in der Barbery Lane…hach! Schräg, urkomisch, wunderbar!
Jane Eyre – Charlotte Bronte
Bin ganz gespannt, eine Freundin hat mir das Buch schon vor Monaten sehr ans Herz gelegt. Nachdem ich von einer anderen Bronte-Schwester (Sturmhöhe) schon gelesen hatte, bin ich jetzt gespannt wie dieses Buch sich so anlässt. […]
Ich bin grade aus „Jane Eyre“ wieder erwacht und bin begeistert – ein tolles Buch! Ich glaub sowas muss man einfach mit 20 lesen… Einerseits die Waisengeschichte und dann schlägt es doch so sehr in einen Liebesroman um – und verfällt doch nicht ins kitschige, behält seine Förmlichkeit und ist doch so ein feines gesellschaftliches Portrait. Wirklich, sehr lesenswert!
Mobbing – Anette Pehnt
Es wird in sehr knappen, einfachen Sätzen die Beziehung eines Paares geschildert die durch seine Kündigung (fristlos) ins Schleudern gerät. Was nicht erzählt wird, was er ihr verschweigt kommt nach und nach ans Licht. So setzt sich die Geschichte der Kündigung und Vorgeschichte zusammen. Gut zu lesen, ein gut gezeichnetes Portrait, interessanter Blickwinkel.
Freedom Writers – Erin Gruwell
Vielleicht hat ja jemand den Film gesehen. Eine junge, ehrgeizige Englischlehrerin beginnt, nachdem sie eine rassistische Karikatur im Klassenraum findet, mit ihren Schülern (eine „Problemklasse“) das „Tagebuch der Anne Frank“ und andere Literatur über Jugendliche und ihre Erfahrungen zu lesen. Die Kids schreiben anonym Tagebuch über ihre Englischstunden. Diese Einträge sind sehr ehrlich, ungeschönt und sehr fesselnd. Mich fasziniert es schon sehr, wie sich einige Jugendliche im Laufe des Buches verändern, wie sich der Geist dieser Klasse erschliesst – aber auch, das es eben kein Hollywood-Ende gibt.