Die wundersame Beförderung – Vikas Swarup

Swarup ist ein Garant für unterhaltsame Geschichten. Seine in Indien spielenden Romane tragen stets ein Augenzwinkern in sich und erzählen rasant vom Leben der unterschiedlichsten Landsleute. Als Sapna Sinha die wohl ungewöhnlichste Beförderung aller Zeiten angeboten wird, wittert sie eine Falle. Aber was auf das Angebot folgt, das hätte sich die junge Frau wohl in ihren kühnsten Träumen nicht ausgemalt.  Swarup begibt sich wieder auf eine verrückte Reise, bei der ich nur zu gerne auf dem Beifahrersitz sitze.

Zacharias Katz – Burkhard Spinnen

Wie hat mich der charmante Zacharias Katz in Beschlag genommen! Es gibt diese Bücher, die man, obgleich des schweren Grundthemas, dem drohenden ersten Weltkrieg, einfach mit Freude liest – dieser Roman hat mehr Aufmerksamkeit verdient. Denn gute Geschichtenerzähler, davon gibt es nicht soviele, wie man denken möchte. Burkhard Spinnen gehört für mich ganz unbedingt dazu!

Sonntags bei Sophie – Clara Sternberg

Eine Bauchentscheidung: das Cover so pink und verspielt wie es desöfteren bei mir zuhause aussieht. Im Prinzip auch nicht wirklich enttäuscht worden: ich habe einen etwas rührenden Roman über Freundschaft und Krankheit erwartet und diesen auch bekommen. Wie sehr am Rande zum Kitsch er sich bewegte, hängt wohl auch von der jeweiligen Leserin ab.

Defender – Andreas Steinhöfel

Endlich habe ich sie gelesen: die Kurzgeschichten, die zum Teil auf Figuren aus „Die Mitte der Welt“ basieren. Man kann DMDW sicherlich auch ohne das Wissen aus diesen Geschichten lesen. Aber wenn man den Roman kennt, dann ist es ein tolles Wiedersehen mit liebgewonnenen Figuren. Es ist ein leises Schauen hinter die Kulissen, ein Mehr-verstehen von der ein oder anderen Handlung. Und auch die Geschichten ohne Bezug zur MDW haben mich berührt – Steinhöfel ist ein grandioser Beobachter.