Nichts für zarte Gemüter! Ich werde definitiv noch Teil zwei und drei lesen, muss aber vorher eine lange Pause einlegen… Ich bin ja nicht ganz so belastbar, was heftige Krimihandlungen und Psychothriller angeht, diese Ereignisse waren hart an der Grenze für mich – für Psychothrillerfans aber eine klare Empfehlung!
Kategorie: S
Die Liegenden – Michele Serra
Als reine Kolumnen hätte das ein oder andere Thema für mich funktioniert. Als ganzer Roman – riss mich nicht vom Hocker, wirkte aneinandergereiht, auch wenn die ein oder andere Beobachtung wirklich den Nagel auf den Kopf traf.
Die wundersame Beförderung – Vikas Swarup
Swarup ist ein Garant für unterhaltsame Geschichten. Seine in Indien spielenden Romane tragen stets ein Augenzwinkern in sich und erzählen rasant vom Leben der unterschiedlichsten Landsleute. Als Sapna Sinha die wohl ungewöhnlichste Beförderung aller Zeiten angeboten wird, wittert sie eine Falle. Aber was auf das Angebot folgt, das hätte sich die junge Frau wohl in ihren kühnsten Träumen nicht ausgemalt. Swarup begibt sich wieder auf eine verrückte Reise, bei der ich nur zu gerne auf dem Beifahrersitz sitze.
Die Frau auf der Treppe – Bernhard Schlink
Konnte mich nicht so begeistern, wie andere Bücher des Autors. Für mich gab es erst kurz vor Schluss einen Aha-Moment, wo ich dachte: jetzt kommt das ganze in Fahrt! Bis dato hatte ichso vor mich hin gelesen, nicht ungern, aber ohne große Begeisterung. Also, knapp gerettet, für mich aber eher ein schwächerer Schlink.
Eine Tonne für Frau Scholz – Sarah Schmidt
Zacharias Katz – Burkhard Spinnen
Wie hat mich der charmante Zacharias Katz in Beschlag genommen! Es gibt diese Bücher, die man, obgleich des schweren Grundthemas, dem drohenden ersten Weltkrieg, einfach mit Freude liest – dieser Roman hat mehr Aufmerksamkeit verdient. Denn gute Geschichtenerzähler, davon gibt es nicht soviele, wie man denken möchte. Burkhard Spinnen gehört für mich ganz unbedingt dazu!
Sonntags bei Sophie – Clara Sternberg
Eine Bauchentscheidung: das Cover so pink und verspielt wie es desöfteren bei mir zuhause aussieht. Im Prinzip auch nicht wirklich enttäuscht worden: ich habe einen etwas rührenden Roman über Freundschaft und Krankheit erwartet und diesen auch bekommen. Wie sehr am Rande zum Kitsch er sich bewegte, hängt wohl auch von der jeweiligen Leserin ab.
Defender – Andreas Steinhöfel
Endlich habe ich sie gelesen: die Kurzgeschichten, die zum Teil auf Figuren aus „Die Mitte der Welt“ basieren. Man kann DMDW sicherlich auch ohne das Wissen aus diesen Geschichten lesen. Aber wenn man den Roman kennt, dann ist es ein tolles Wiedersehen mit liebgewonnenen Figuren. Es ist ein leises Schauen hinter die Kulissen, ein Mehr-verstehen von der ein oder anderen Handlung. Und auch die Geschichten ohne Bezug zur MDW haben mich berührt – Steinhöfel ist ein grandioser Beobachter.
Sommertöchter – Lisa-Maria Seydlitz
Eine Familiengeschichte im Sommerhaus – vom Finden, vom Verlieren, man spürt den Wind in den Haaren und den Sand unter den Füßen. Und auch wenn viele Fragen bleiben, so hat man doch am Ende ein wenig das Gefühl, die Sommertöchter haben etwas von sich selbst wiedergefunden.
Sommer in Maine – J. Courtney Sullivan
Eine richtig packend geschriebene Familiengeschichte, da steckt alles drin: Drama, Eifersucht, Liebe, Vegangenheitsbewältigung, das Zusammenkommen und das Entfernen voneinander, die Familie mit scharfem Blick seziert. Der Urlaubsschmöker mit Potential!