Wie müssen über Kevin reden – Lionel Shriver

So, wer es noch nicht las, sollte vielleicht diesen Text überfliegen.

Es IST toll geschrieben, keine Frage, auch sehr eindringlich – aber (man verzeihe den Kraftausdruck) meine Fresse, bin ich nun deprimiert. Es liest sich auch anstrengend.

Man liest es mit einer Faszination, die ich schon fast wieder abstoßend finde, wie kann man an so etwas so interessiert sein? Ich weiss ja auch nicht, der Mensch will nunmal Lösungen, verstehen, Sachen aufklären. Die Mutter bekam ich nicht zu fassen – ich schwanke zwischen Mitleid, Abscheu, Verständnis und Ratlosigkeit? Im Endeffekt hat doch SIE nicht dem Jungen die Waffen in die Hand gedrückt und gesagt, lauf Amok. Warum geisselt sie sich dann so dermaßen selbst? Und andererseits verstehe ich sie – sie will verstehen, will wissen. Das sie den Vater einerseits so auf ein Podest hebt, sich ihm aber auch klar überlegen fühlt – hm? Und das der Vater nicht sehen will, da wird mir einfach schlecht. Und andersherum, ja, sie wollte nicht wirklich ein Kind, aber laufen deswegen alle Kinder gleich Amok? Das ist mir zu einfach…zu schwarz/weiss…

Und Kevin selbst…keine Ahnung. Das „Ende“ fand ich seltsam und doch wieder logisch, das Buch ist ja auch so aufgebaut das jedes Detail erst nach und nach ans Licht kommt. So gab es zum Schluss für mich genügend Gelegenheiten wo ich nur noch dachte „Oh mein Gott“. Was ein Ekel, ich kann nicht mit jemand, der so grausam ist und so intelligent das er WISSEN muss wie andere darunter leiden. Das ist einfach…uah.

Also – ich habs gelesen und finde es auch weiterhin durchaus ein bemerkenswertes Buch. Aber auch unheimlich krass, niederdrückend, und mich hat das nun wirklich ziemlich naja…ernüchtert. Aber gut, ein Buch soll ja auch einen starken Eindruck hinterlassen.

Schmitz Katze – Ralf Schmitz

Ich habs eher gekauft um mal reinzublättern…aber ich fand es wirklich und ehrlich lustig. Habe selbst 2 Katzen und fand wirklich zu 90% trifft alles einfach exakt zu. Ein bisschen mit Zeichnungen und Fotos aufgepeppt macht das Buch wirklich einfach Spaß. Mal was ganz anderes, zum locker weglesen und man wird wirklich sehr nett dabei unterhalten :) Ich werde das jedenfalls noch einige Male verschenken ^^

Firmin ein Rattenleben – Sam Savage

Ein recht schmales Buch mit rund 200 Seiten und das fand ich den Vorteil daran, ich wurde damit nicht recht warm. Die Idee, eine Ratte die Unterschlupf in einer Buchhandlung findet zu einem Leser zu machen fand ich gut, leider war die Ratte teilweise einfach so unsympathisch bzw. ich konnte ihre Beweggründe einfach nicht so gut nachvollziehen. Es gab einige schöne Szenen, sehr viele Anspielungen auf Literatur, aber ebenso viele Szenen mit denen ich nicht recht warm wurde. Kein wirklich schlechtes Buch, aber wirklich an mich gerührt hat es leider nicht.

Darren Shan – Die Saga (12 Bände)

Ist ein Kinder/Jugendbuch, würde sagen, so ab Ecke 12. Darren Shan ist an sich ein ganz normaler Junge, bis eines Tages der „Cirque de Freak“ in seiner Heimatstadt gastiert. Ihm und seinen Freunden ist klar – da müssen wir hin. Und ab dort überschlagen sich die Ereignisse….Gruselwesen, Spinnen, Vampire und andere seltsame Wesen treiben ihr Unheil. Ist wirklich für Jugendliche geschrieben, hat aber einen sehr schönen „süffigen“ Stil den man gut lesen kann. Der junge Held ist ein Mensch mit Ecken und Schwächen, gefällt mir sehr gut. Es gibt insgesamt 12 Bände und so nach und nach werd ich sie mir sicherlich alle zulegen […]

Zweiter Teil der Darren Shan Reihe. Langsam wirds hübsch gruselig und ich begeistere mich immer mehr für diese Reihe :-) […]

Ich sag nur – die Reihe macht so nach und nach und seeehr subtil äusserst süchtig! Fies! Aber richtig toll – Vampirschmöker mit einem irgendwie knuffigen Helden, immer neuen Herausforderungen und einfach ne tolle Reihe – kann die Faszination nicht direkt ausmachen, ist auch ganz klar ein Jugendbuch, aber das hält ja nicht ab […]

Oh Mann….wird immer spannender und auch dramatischer. Leider hat meine Kollegin mir heute aus Versehen das Ende vorausgesagt, aber na gut – ich weiss ja nicht WIE genau und ausserdem sind es nur noch 2 Bände… […]

Die Reihe ist einfach nur absolut gelungen und toll. Was für eine Storyline, was für eine Spannung über 12 Bände aufrecht erhalten wurde. Doch, ich bin absolut zufrieden. Zwischendrin hab ich sogar mal mit den Tränen gekämpft, ob der dramatischen Ereignisse. Wirklich, wirklich toll!!! Und macht süchtig, schon an einigen netten Kunden getestet ;)

(Ich habe der Einfachheit halber meine Leseeindrücke zusammengefasst)

Die dreizehnte Geschichte – Diane Setterfield

Hmtja, manchmal lief die Geschichte nicht ganz „rund“ fand ich und auch das Ende lies mich etwas unbefriedigt zurück, allerdings nur das Ende und nicht die „Auflösung“ an sich. Trotzdem war es ein schöner Schmöker der sich schwer an Bronte/Austen orientiert und im Winter bei einer Tasse Tee vielleicht auch nochmal mehr zu geniessen ist….er ist jedenfalls schön verschlungen und auch durchaus spannend.

Die Mitte der Welt – Andreas Steinhöfel

Die Mitte der Welt wurde für 1999 für den Jugendliteraturpreis nominiert. Eine Geschichte übers Erwachsen werden, über Courage, anders sein, das Leben in einer Stadt, wo man eigentlich nicht willkommen ist – und wie man trotzdem dort lebt. Die Beschreibungen der Familie, die Beziehungen untereinander sind sehr fein, ein Buch in das man eintaucht und lange, lange drin bleiben möchte. Steinhöfel hat die Gratwanderung geschafft, aus der Sicht eines Jugendlichen zu berichten, ohne dass es unangemessen wirkt oder verstellt.

Seit langem nun eine meiner absoluten Empfehlungen!

Löcher – Louis Sachar

Ein „Klassiker“ aus dem Jugendbuch – absolut zu Recht! (Wenn ihr mal ein Geschenk braucht – Empfehlung!) Eine tolle Geschichte die es schafft, alle Fäden die zu Beginn gesponnen werden, miteinander zu verweben, ich hab sehr gelacht. Einfach darauf einlassen und eine irrwitzige Geschichte genießen, die sowohl Jugendlichen als auch Erwachsenen viel Spaß bereitet – Löcher graben ist eben nicht nur Löcher graben..:-D