Tanz mit dem Schafsmann – Haruki Murakami

Nun; er lächelte mich grade so aus dem Bücherregal an: Der vorletzte Roman von ihm den ich noch nicht kenne – schon seit Monaten aufgespart. Heute ist er dran

„Tanz mit dem Schafsmann“ fand ich wieder einen gelungenen Murakami, am besten beschreibt es sich sicherlich so: Als Fortsetzung von „Wilde Schafsjagd“ absolut gelungen, passt und ist eine willkommene Abschlusssache, als Einzeltitel, ohne „Wilde Schafsjagd“ zu kennen ist es ein „schwieriger“ Einstieg, sollte man Murakami noch nicht kennen.

Lea – Pascal Mercier

Nun starte ich den Versuch mit „Lea“. Ich hab mich mal darauf eingestellt das es nicht wie der Nachtzug sein wird, mal gucken. Eine Buchhändlerkollegin hat es mir heiss und innig empfohlen, dann wollen wir dochmal gucken…

Bin grade durch (konnte kaum aufhören…) und bin wirklich ehrlich sehr zufrieden. Es ist anders als der Nachtzug aber zugleich doch sehr ähnlich. Etwas minimalistischer würde ich fast sagen, hat ja quasi nur die Hälfte der Seiten im Gegensatz zum Nachtzug. Aber ich glaube, anders hätte es auch nicht so „überzeugend“ auf mich gewirkt. Es hat mich schon mitgenommen, es war nicht so das ich mich mit den Personen identifizieren konnte, aber mitgelitten habe. Ziemlich arg. Mercier kann Menschen echt sehr..genau…mit ihren Abgründen beschreiben.

Der Schrecksenmeister – Walter Moers

Nun (ich hab ja nun Urlaub auch wenn ich bisher mehr zu tun hab als an Arbeitstagen) fange ich endlich mit dem „Bücher für den Urlaub“-Stapel an und lese „Der Schrecksenmeister“. Bin auf S. 70 und finds wirklich mal wieder klasse, allerdings ein etwas anderer Stil als bisher – macht aber nicht viel, ich finde alle Zamonienromane haben so ihr ganz eigenes Ding. Bin gespannt und werde danach auch die Vorlage von Gottfried Keller lesen, liegt schon bereit : Spiegel das Kätzchen. […]
Nun ist er durch – das ging gut an einem faulen Sonntag :) Es ist mal wieder ein toller Zamonienroman, dadurch das er aber auf eine Novelle von Keller beruht unterscheidet er sich doch etwas von den bisherigen Zamoniensachen. Trotz das
die Geschichte manchmal etwas holpert, es sind wieder massenhaft Anspielungen auf andere Werke drin, auf Literatur, Motive wiederholen sich – man hat schon seine Freude dran! Würde es nicht als Einsteiger-Moers empfehlen, aber wenn man dann den
Blaubär, Rumo und die Stadt der träumenden Bücher kennt, dann kann man diesen Moers auch geniessen.

Ensel und Krete – Walter Moers

Hab ich heute morgen beendet, wunderbare Kurzweil aus Zamonien. Muss sagen, das beste sind eindeutig die „Mythenmetzschen Abschweifungen“ (ich weiss, einige hassen genau das an diesem Buch, also ICH liebe es..) …als das „Brummli“ kam hab ich mich weggeworfen vor Lachen. Wurde nur noch getoppt von den zamonischen Zählsystemen, ich bin bald vom Sofa gefallen. Sehr, sehr geil :) Ich glaube grade als Einstieg ist dieses Buch ganz gut geeignet, den ein oder anderen werden die rund 700 Seiten von Blaubär und Rumo durchaus abschrecken!

Nachtzug nach Lissabon – Pascal Mercier

So, der „Nachtzug “ ist durch! Was für ein Buch! Hatte anfangs eigentlich Skepsis das ich sehr lange brauchen würde, weil es doch als „nicht ganz einfach“ gehandelt wird. Kam aber sehr gut durch, absolut lesenswert, ich war am Ende, so hatte ich das Gefühl, selbst in Lissabon unterwegs. Trotzdem, ich habe über 5 Tage für dieses Buch gebraucht, weil ich es tlw. „wirken“ lassen musste. Aber das hat es verdient!
http://bfriends.brigitte.de/foren/2370535-post33.html Hier nochmal eine etwas längere Meinung von mir im Zuge einer Diskussion.

Stadtgeschichten 1-6 – Armistead Maupin

Die Stadtgeschichten, gestern angefangen, heute fertig. Am Anfang dachte ich noch..okay, ganz nett, aber warum sollen die soo toll sein? Und plötzlich steckte ich mittendrin, fühlte mich ein bisschen wie in einer Seifenoper und erwischte mich dabei das ich meinem Freund seitenweise zitierte und gelacht habe. Irgendwie will man ja doch wissen wie es weitergeht…und man scheint die Figuren mit jeder Seite mehr zu kennen und liebzugewinnen…

(OT: Irgendwie hat es ja schon was beunruhigendes, wenn man auf die eigene Buchladenwebsite geht, alle restlichen Stadtgeschichten-Bände online bestellt…obwohl ich morgen arbeiten muss und somit meine eigene Bestellung morgen früh bearbeiten kann…Aber Hauptsache, was online bestellt  Irgendwie muss man der Leidenschaft ja trotzdem frönen..)

Nun lese ich die Stadtgeschichten weiter, den 2ten Band. Ich ahne schon, das ich meinen Urlaub (noch 6 Tage…) nur hinter Büchern verbringen werde, aber bei dem Wetter wirklich keine schlechte Alternative

Dann heute mittag angefangen mit dem 3ten Teil der „Stadgeschichten“ (Noch mehr Stadtgeschichten) und nun grade fertig. Es ist einfach herrlich, jawohl!

Nun, der 4te Teil der Stadtgeschichten, war ne gute Entscheidung die restlichen 5 auf einmal zu kaufen …

Und so ging das weiter bis Band 6 – ich hatte alle im Urlaub geschafft! Soap in Buchform, in San Francisco, der wohl schrägsten Bagage einer Wohnung überhaupt in  der Barbery Lane…hach! Schräg, urkomisch, wunderbar!

Mister Aufziehvogel – Haruki Murakami

Nachdem ich „Mister Aufziehvogel“ nun nach längerer Lesezeit durch habe und nicht ganz sicher bin was ich davon halten soll – einerseits ein Geniestreich, andererseits beklemmend und verwirrend..und doch am Ende klar…es bleibt jedenfalls nicht mein Lieblingsbuch von ihm, aber ich glaube schon das es etwas mehr „Licht“ in andere Bücher von ihm gebracht hat, Brunnen und Katzen und Ohren spielen mal wieder eine Rolle..Schwierig. Lesenswert weil Murakami – Ja.  Aber ich werde es aller Voraussicht nach kein 2tes Mal lesen. Trotzdem, einige Szenen, grade am Anfang haben sich eingebrannt, unter anderem dieses Zitat:

„In letzter Zeit geht mir der Gedanke nicht aus dem Kopf, dass, ich weiß auch nicht… wie die Leute so arbeiten, von früh bis spät, irgendwie verrückt ist. Haben Sie das noch nie komisch gefunden?“

Halb und Halb für 3 – Marie-Aude Murail

Wahnsinnig schönes, französisches Jugendbuch. 3 Waisen versuchen auf ihre eigene Art und Weise das ihre
sehr unterschiedlichen Halbgeschwister die Vormundschaft bzw. das Sorgerecht für sie übernehmen. Ein toller Stil, man hat das Gefühl die Kids (die auch nicht auf den Mund gefallen sind) nach den ersten paar Seiten zu kennen…Die Autorin schafft es, ein sehr schwieriges Thema einfach zu erzählen, mit den Worten der Kinder und nicht ohne beide Seiten zu zeigen! Sehr empfehlenswert! Die Altersangabe ist ab 12, ich empfinde das auch als angemessen.

Rumo – Walter Moers

Wieder ein Zamonien Roman. Rumo war besonders ab der Hälfte zum Teil zum Piepen komisch. Ich sage nur „Das Blut-Lied“. Insgesamt ist dies der brutalste und härteste von Moers Romanen, dafür aber auch die ausgefeilteste Geschichte. Ausserdem hat Moers den roten Faden nicht verloren, es war also bis zum Schluss richtig spannend und es lief alles schön zusammen. 700 Seiten die sich lohnen!

Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär – Walter Moers

So, der Blaubär ist durch. 700 Seiten, das iss schon ein echter Schmöker ^^ Fand das Buch toll, es sprüht wirklich nur so vor Fantasie & Ideen. Allerdings gings mir teilweise auch wie in einem schönen Urlaub – rückblickend war alles so ein Erlebnis, direkt beim Reisen hätte man sich die eine oder andere Führung oder Beobachtung auch sparen können. Das Buch ist klasse, keine Frage, aber manchmal auch etwas anstrengend obgleich der wahnsinnig vielen Details und Beschreibungen. Um Zamonien, die Welt von Walter Moers kennenzulernen ist es aber unschlagbar. Als Einstieg würde ich trotzdem eher „Die Stadt der träumenden Bücher“ empfehlen.