Tanz mit dem Schafsmann – Haruki Murakami

Nun; er lächelte mich grade so aus dem Bücherregal an: Der vorletzte Roman von ihm den ich noch nicht kenne – schon seit Monaten aufgespart. Heute ist er dran

„Tanz mit dem Schafsmann“ fand ich wieder einen gelungenen Murakami, am besten beschreibt es sich sicherlich so: Als Fortsetzung von „Wilde Schafsjagd“ absolut gelungen, passt und ist eine willkommene Abschlusssache, als Einzeltitel, ohne „Wilde Schafsjagd“ zu kennen ist es ein „schwieriger“ Einstieg, sollte man Murakami noch nicht kennen.

Lea – Pascal Mercier

Nun starte ich den Versuch mit „Lea“. Ich hab mich mal darauf eingestellt das es nicht wie der Nachtzug sein wird, mal gucken. Eine Buchhändlerkollegin hat es mir heiss und innig empfohlen, dann wollen wir dochmal gucken…

Bin grade durch (konnte kaum aufhören…) und bin wirklich ehrlich sehr zufrieden. Es ist anders als der Nachtzug aber zugleich doch sehr ähnlich. Etwas minimalistischer würde ich fast sagen, hat ja quasi nur die Hälfte der Seiten im Gegensatz zum Nachtzug. Aber ich glaube, anders hätte es auch nicht so „überzeugend“ auf mich gewirkt. Es hat mich schon mitgenommen, es war nicht so das ich mich mit den Personen identifizieren konnte, aber mitgelitten habe. Ziemlich arg. Mercier kann Menschen echt sehr..genau…mit ihren Abgründen beschreiben.

Tausend strahlende Sonnen – Khaled Hosseini

Nun konnt ich ja doch nich aufhören bevors zuende war…spricht schonmal dafür. Also: tolles Buch, musste wieder ein paarmal echt hart schlucken weils mir doch an die Nieren ging. Ich bewundere Hosseini dafür das er es schafft die Charaktere (die ja diesmal zum großen Teil weiblich sind) so gut zu beschreiben das man richtig „mitfühlt“. Die Geschichte war auch gut erzählt, ein sehr gut gemachter Spannungsbogen. Grade als das Buch in der „jetzigen“ Zeit ankommt habe ich nochmal quasi aufgehorcht – das kannte ich ja alles schon, von unserer Warte aus.

Also – ein wirklich absolut lesenswertes, tolles, gut geschriebenes Buch – aber der Drachenläufer bleibt mein Liebling – die Geschichte ist einfach verdammt gut.

Love is a Mix Tape – Rob Sheffield

Wunderschön! Ich hätte es nicht erwartet aber ich musste doch ein bisschen heulen. Nicht nur das ich doch einiges an Musik kannte (bei dem Titel kann man sich ja denken das es viel um Musik geht ^^) auch die Empfindungen die er beim Hören hat, die Erinnerungen die er damit verbindet – irre. Musste gleich ein paar Platten aus dem Schrank holen und auflegen die vorkamen. Sehr intensiv. Es erzählt die (wahre!) Geschichte von Rob der seine Frau Reneé nach nur 5 Jahren Ehe durch eine Lungenembolie von heute auf morgen verliert. Er erzählt das ganze mit einer Intensivität und einer Art – ich hätte diese Reneé wirklich gerne gekannt. Das Buch ist recht ungewöhnlich in seiner Erzählweise, hat aber definitiv was poetisches und ist einfach tootal schön!

Der Schatten des Windes – Carlos Ruiz Zafon

Nun, ich versuche es jetzt mit „Der Schatten des Windes“ – hab nun etwa 30 Seiten bisher und finds ganz okay, bin aber noch nicht „drin“ und noch etwas abwartend, was vielleicht auch an den Lobeshymnen liegt – da will ich mir immer erstmal ein eigenes Urteil bilden. Man wird sehen. […]

So, die Woche über hab ich immer nur 10, 15 Seiten im „Schatten des Windes“ lesen können, es war zuviel los. Gestern aber hatte ich frei und habe innerhalb von 4 Stunden die restlichen 450 Seiten gelesen. War so gegen halb3 nachts fertig.. Passiert mir relativ selten, aber in den letzten 100 Seiten hätte ich das Buch wirklich nicht weglegen können.

Ein schwieriger Fall das Buch. Den Anfang fand ich etwas holprig, ich hätte mir das Buch persönlich wohl auch nie ausgesucht, es ist einfach so eine Empfehlung der ich nachgegangen bin. Trotzdem, die Geschichte ist wirklich, grade zum Ende sind superspannend und einige Bilder gehen mir heute morgen immer noch nicht aus dem Kopf bzw. haben mir heute Nacht das Einschlafen erschwert…Und die Figuren denen man begegnet, wie sich alles zum Ende hin verknüpft – es ist ein richtiger Schmöker mit Atmosphäre.
Von daher – schon zu empfehlen weil man doch sehr in diese Welt abtauchen kann, aber es wird keines von meinen Herzblutbüchern werden – und ich kann nicht genau sagen warum. Es ist jedenfalls alles drin, Liebe, Verrat, Gewalt, Geheimnisse…ich denke für jeden ist ein bestimmter Handlungsstrang „ganz nach seinem Geschmack“.

Small World – Martin Suter

Hat einen tollen Stil, knapp aber ohne das etwas zu kurz kommt, messerscharf, man kommt auch schnell mit den Hauptpersonen auf einen Nenner. Ich habs richtig genossen und die Geschichte wurde spannend und ohne große Schnörkel erzählt.Und was für eine Geschichte. Eine kleine feine Intrige die durch so etwas „simples“ wie eine Alzheimer-Erkrankung ausgelöst wird…und natürlich der allerbeste, erste Satz ever! (Den ich hier nicht verrate, schaut doch selbst rein..) Werde ich weiterempfehlen!

Drachenläufer – Khaled Hosseini

Ich habe gestern den „Drachenläufer“ fertiggelesen und bin immer noch ganz „gefangen“. Ich lese wirklich viel aber das Buch gehört locker unter die Top 3 der Bücher die ich dieses Jahr gelesen habe. Spannend, interessant, berührend…ich stecke immer noch in der Geschichte. Psychologisch grandios geführt, irgendwie passte alles…seit gestern erzähle ich quasi jedem Kunden von diesem Buch und habs an die Kasse gestellt mit einem Zettelchen drin:

Schlicht und ergreifend – ein fantastisches Buch!

Definitiv momentan mein Hit. Hab meinem Vater heute das Hörbuch besorgt, weil er viel beruflich unterwegs ist mit dem Auto. Hab vorhin mal reingehört, eine tolle Stimme, seeehr angenehm gelesen so vom ersten Eindruck. Ist vielleicht mal ein guter Hörbuchtipp!

Seide – Alessandro Barricco

Mir gefällt die Erzählart sehr, die ersten Sätze fand ich genial. Die ungewöhnliche Geschichte lässt viel Raum zum Deuten und die Liebesgeschichte, die erst am Ende irgendwie ihre wahre Tragik entfaltet…Irgendwie ein irres Buch, auch wenn es nicht ganz meinen Geschmack trifft – es ist irgendwie „anders“. Trotzdem – lesenswert!

Oskar und die Dame in Rosa – Eric-Emmanuel Schmitt

Wollte schon länger mal was von Schmitt lesen, einfach auch um ihn mal kennenzulernen. War aber etwas skeptisch, gibt es doch richtige Fans von ihm als auch Leute die ihn wirklich nicht mögen – er polarisiert. Dieses Buch aber hat mich ziemlich fasziniert, die direkte Art von Oskar, die skurrilen Ereignisse…besonders betroffen hat mich die Art der Eltern gemacht, mit der Krankheit umzugehen, aber auch wie Oskar ihnen genau das vorwirft. Sehr schwierig. Die letzten 2 Seiten waren dann auch wirklich ..ja..traurig. Trotzdem schön. Bin also sehr positiv überrascht von diesem Buch, wirklich gut & so „richtig“.