Das Leben und das Schreiben von Stephen King

Packend wie ein Roman und ein wirklich intelligentes Buch. King schreibt nicht nur über sein Leben und seine Romane, er gibt auch einen Einblick ins Schreiben, in seine Anfänge, typische Fehler und Stolpersteine eines Schriftstellers. Das ist enorm interessant und lehrreich zu lesen, ohne jemals langweilig zu werden. Für jeden Vielleser, Autor oder Schreibanfänger ein Leckerbissen.

Alpha & Omega: Apokalypse für Anfänger – Markus Orths

Völlig durchgedreht. Mein erster Markus Orths und trotz des obskuren Themas, dem durchgerüttelten Klappentext und der doch beeindruckenden Dicke des Romans habe ich mich rangetraut – und es nicht bereut. Es mag sein, dass ich wegen der Anwesenheit von Physikern im Roman leicht verliebt-verblendet war, aber es ist weit mehr als das. Orths fabuliert hier quer in die Weltgeschichte hinein, dass es eine wahre Freude ist, verliert aber doch nicht die Bodenhaftung, die es braucht, damit der Leser in der Geschichte bleibt. Ein Feuerwerk von Ideen, Skurrilitäten und eine Art Kuriositätenkabinett in Buchform – Ach herrlich!

Zacharias Katz – Burkhard Spinnen

Wie hat mich der charmante Zacharias Katz in Beschlag genommen! Es gibt diese Bücher, die man, obgleich des schweren Grundthemas, dem drohenden ersten Weltkrieg, einfach mit Freude liest – dieser Roman hat mehr Aufmerksamkeit verdient. Denn gute Geschichtenerzähler, davon gibt es nicht soviele, wie man denken möchte. Burkhard Spinnen gehört für mich ganz unbedingt dazu!

Sonntags bei Sophie – Clara Sternberg

Eine Bauchentscheidung: das Cover so pink und verspielt wie es desöfteren bei mir zuhause aussieht. Im Prinzip auch nicht wirklich enttäuscht worden: ich habe einen etwas rührenden Roman über Freundschaft und Krankheit erwartet und diesen auch bekommen. Wie sehr am Rande zum Kitsch er sich bewegte, hängt wohl auch von der jeweiligen Leserin ab.

Americanah – Chimamanda Ngozi Adichie

Ein hochaktueller Roman, der sich für mich durch gleich drei Dinge auszeichnete: er war intelligent, pointiert bis bitterböse und er behandelte ein Thema, was mir immer wieder vor die Füße gespült wird: Diskriminierung und Alltagsrasissmus (der oft etwas versteckte, den wir in unserer ach-so-aufgeklärten-Welt oftmals nicht sehen wollen und der doch so erschreckend verbreitet ist – immernoch!). Zu diesen Themen einen Text zu lesen, der zudem vom Handlungsverlauf her überzeugt, eine frische Stimme und eine authentische Protagonistin bereithält – das nennt man dann wohl einen Glücksfall in der Belletristik!

Hoffmans Hunger – Leon de Winter

Mit diesem Werk habe ich mich erstaunlich schwer getan. Es liegt nicht daran, dass de Winter nicht schreiben kann – das kann er. Aber das Umfeld der Diplomaten, der Spionage, der politischen Verwicklungen, das wird wohl einfach nie ganz meines werden. Noch dazu widmet er sich mit einer gewissen Leidenschaft in diesem Buch gebrochenen Männern, für die es schwerfällt, wirklich Empathie zu empfinden. Hat einfach nicht so gut gepasst für mich.