Die Geschichte zweier Außenseiter in einem Küstenort in Australien. Sie ist die Freundin des erfolgreichsten Fischers vor Ort, der seine Frau verlor. Nicht viel verbindet die beiden, ihre Rolle als Stiefmutter für die beiden Söhne macht ihr auch eher zu schaffen. Lu Fox hat seine ganze Familie bei einem Unfall verloren, lebt seither als Aussteiger und heimlicher Fischer auf einer kleinen Farm. Als Georgie ihn beim heimlichen Fischen ertappt, entwickelt sich zwischen beiden eine Liebesgeschichte – für den kleinen Ort an sich ein Skandal…Joah. Es passiert nichts neues in diesem Roman, gerettet wird er durch einige sehr schöne Passagen und immer wieder wunderbare Beschreibungen von Australien, der Landschaft, dem Leben dort. Ein bisschen zäh, aber diese Beschreibungen machten vieles wieder wett.
Schlagwort: Liebe
Einmal im Leben – Jhumpa Lahiri
Dieses Buch habe ich schon ganz lange bei mir liegen…heute hat es mich angelacht und es hat sich sehr gelohnt, ich habe es in einem Zug durchgelesen. Eine indisch-amerikanische Liebesgeschichte, so gut erzählt über die Jahre hinweg…wunderschöner Stil, immer mit kleinen ja „Schaumkrönchen“ an Erzählkunst auf den Wellen dieses Romans. Wirklich absolut lesenswert!
Die Geliebte des Gelatiere – Daniel Zahno
Hier muss man definitiv auf die tolle Gestaltung aufmerksam machen (weissbooks – tolle Idee!). Noch dazu ist das Buch einfach richtig toll – es hat das geschafft, wovon viele grade träumen – im kalten Januar hatte ich Eisgeschmack auf der Zunge, ein Lächeln im Gesicht und spürte die Sonne Venedigs auf meiner Haut.
Eine tolle Liebesgeschichte, nicht nur zum Gelato, ganz wunderbar erzählt.
Schweigeminute – Siegfried Lenz
Was ein kleines Kunstwerk! Wunderwunderschön!!! Schöne Sprache, soviele kleine Andeutungen und ich hatte soviele Bilder im Kopf, ganz tolle Szenen…liebevoll und traurig und ja…am Ende eine Träne abgewischt, das Buch ergriffen an mich gedrückt – sowas von toll! Bitte, Bitte KAUFEN!!!!
Das Lächeln der Fortuna – Rebecca Gablé
Angeregt durch meine Freundin Karo, die mir das Buch gaaanz arg ans Herz gelegt hat (lang und ausdauernd!) habe ich mich also mal an einen historischen Roman gewagt: eigentlich nicht mein Genre. Aber: ich war doch die ganzen über 1000 Seiten gefesselt. Das Buch hatte erstaunlich wenig Längen, Gablé schafft es, viele Personen auftreten zu lassen und man behält trotzdem recht gut den Überblick. Angesiedelt im 13 Jahrhundert, eine spannende Geschichte – Historisches wird mit der Geschichte der Waringhams verknüpft – und da gibt es fast alles – Intrigen, Liebesgeschichten, Drama…ich fühlte mich wirklich gut unterhalten! Also: eine klare Empfehlung von meiner Seite aus – ich werde nach und nach auch noch mehr von der Autorin lesen!
Alle sieben Wellen – Daniel Glattauer
Ja genau, die Fortsetzung von „Gut gegen Nordwind“. Wir fragen uns – kann das was werden? WILL man überhaupt eine Fortsetzung? Ich sage – JA! Auch wenn ich das Ende überaus gelungen fand, vom Vorgänger – man möchte ja doch (ähnlich wie beim Happy End!) wissen – was wird denn später?
Sprachlich wieder ein Kunstwerk, man erfreut sich so sehr an Satzkonstruktionen, am Hin und Her der beiden. Sie sind ernsthafter geworden, vielleicht auch vorsichtiger. Zusätzlich kommen nun noch andere Komponenten dazu. Und verleihen dem ganzen meiner Meinung nach noch mehr Tiefe. Ach, ich hab mich einfach gefreut, wieder Emmis impulsive Mails, Leos Schreiberei bei viel zuviel Wein…man schaut den beiden einfach unheimlich gerne zu!
Für mich ist es eine sehr gelungene Fortsetzung! Spritzig, mit viel Gefühl in jeder Zeile und es geht einfach „weiter“, die Umwelt der beiden wird mehr einbezogen – mehr verrate ich nun aber nicht! Ich würde es allen Nordwind-Fans ans Herz legen :)
Die große Liebe – Hanns-Josef Ortheil
Für mich eine Enttäuschung. Sprachlich teilweise sehr schön, manchmal aber auch unheimlich konstruiert. Man bekommt von der Hauptperson eine fast analytisch genaue Aufzählung – aber Gefühle? Recht farblos bleibt auch die Frau in die er sich verliebt, einzig fabreich geschildert sind Landschaft und Essen…mhmpf. Hat mich sehr unbefriedigt zurückgelassen.
Kleine Vogelkunde Ostafrikas – Nicholas Drayson
Mal etwas ganz anderes. Sehr charmant erzählte Geschichte von Mr. Malik, der seit Jahren die Vogelführerin Rose, die wie er selbst verwitwet ist, verehrt. Heimlich allerdings. Als der angeberische Harry Khan, ein ehemaliger Schulkamerad (der ihm so gar nicht in guter Erinnerung geblieben ist) allerdings auch ein Auge auf Rose wirft, soll eine Wette das Problem gentlemanlike lösen…während Khan alle Regeln umgeht und scheinbar damit durchkommt, geht bei Malik schief, was nur schiefgehen kann – ob er sich davon entmutigen lässt? Wer gewinnt am Ende das Herz von Rose?
Dieser kurze Roman ist äußerst amüsant, sehr gut beobachtet und einfach toll erzählt. Fand ich klasse!
Alles Glück kommt nie – Anna Gavalda
Ich gebe zu, ich hab mir von diesem Buch sehr viel erwartet. Ich mag Gavalda sehr, lustigerweise auch grade die Kurzgeschichten und dies hier ist ja ein ausgewachsener 600-Seiten Schinken. Vorneweg: Gavalda spielt mit Sprache, ist überwogend, bildreich, vollgepackt mit Leben. Die ersten etwa 100 Seiten allerdings spielt sie mit sehr unterschiedlichen Stilrichtungen, was es etwas schwer macht der sehr sprunghaften Handlung zu folgen. Aber trotzdem weiss man schon „da kommt noch einiges“ und bleibt dran – und wird belohnt. Im weiteren Verlauf des Buches erwartet uns ein Feuerwerk an Ideen, an Kuriositäten und an wunderbaren, wunderschönen Szenen, mit Witz und Lebenslust und Trauer und Verzweiflung. Alles drin. Alles in allem ist die Geschichte um den Architekten Charles Balanda der in seiner Vergangenheit Lösungen für sein aktuelles Leben zu finden versucht, auf jeden Fall zu empfehlen!
Emily sein oder nicht sein – Anne Donovan
Irgendwie hatte ich was ganz anderes erwartet, weniger Drama, mehr Jugendroman. Ich kann das Buch ganz schwer fassen – ich hab es gerne gelesen, fand die Story an sich gut, aber manchmal dachte ich auch nur noch – wo führt das nochmal hin? Ein bisschen ist sicher der etwas anderslautende Klappentext schuld…Fazit: Ich fands gut, find es aber schwer zu empfehlen…