Rico, Oscar und der Diebstahlstein – Andreas Steinhöfel

So manchen Autor mag man einfach so sehr, das man richtiggehend leidet, wenn ein neues Buch auf sich warten lässt. Auf Andreas Steinhöfel und seine zwei Helden Rico und Oscar allerdings würde ich auch 10 Jahre warten, wenn er denn nur weiterschreibt. Diese zwei – hochbegabt und tieferbegabt – sind einfach absolut herrlich und ich versteige mich mal zu der Behauptung das die Reihe um diese beiden definitiv Klassiker-Status im Kinder und Jugendbuch erreichen wird. Wiedermal hat mich Steinhöfel begeistert, bezaubert, nachdenklich gemacht und das Buch wurde danach zärtlich zu seinen beiden Vorgängern in meine Steinhöfel-Ecke gestellt. Aus tiefstem Herzen – Danke und schreiben Sie weiter!

(Und ja, ich bin ganz knapp davor mein Autogramm von der Messe einzurahmen…)

Noahs Kuss/Und plötzlich ist alles anders – David Levithan

Es wird wohl nicht mein Lieblingsjugendbuch – dafür war es ein bisschen zu sehr heile Welt und es ist sprachlich nicht soo sehr anspruchsvoll. Aber ich finde das Levithan einfach so tolle Figuren erfinden kann, wo man richtig schön mitleidet und mitfiebert. Und er glaubt eben an die Liebe, was ich sehr mag  ?.  Hier gehts ja um Andersein, Coming-Out und eine schwule Liebesgeschichte – ich fand er hat die Töne gut getroffen und ich werde definitiv noch mehr von ihm lesen.

Summer and the City – Candace Bushnell

Nachdem ich vom ersten Teil der Carrie-Diaries ja wirklich positiv überrascht und angetan war, habe ich diesen zweiten Teil freudig erwartet. Leider, leider – ja, es war nett an einem Nachmittag zu lesen. Es hatte ein paar hübsche Szenen und vorallem sind die Kennlerngeschichten von Carrie, Miranda, Samatha und Charlotte natürlich für jeden Fan der Serie wichtig. Aber es hatte nicht ansatzweise den Witz  des ersten Teils, es kam nicht richtig in einen Erzählfluß…schade, wirklich schade!

Die Komplizin – Eireann Corrigan

Als Finn und Chloe die Entführung von Chloe vortäuschen, geht nur anfangs alles „gut“. Und Finn befindet sich im Zwiespalt – noch viel mehr, als ein Mitschüler verdächtigt wird, Chloe etwas angetan zu haben… Zunächst mal hält man hier einen richtig gut gemachten Jugendkrimi in den Händen. Aber in dem Buch steckte, wie ich erfreut festgestellt habe, durchaus noch mehr. Die Frage, wieviel eine Freundschaft aushalten kann und auch warum sie entsteht – und wann aus Spiel Ernst wird  ist hier äußerst spannend behandelt worden. Gerade dieser nachdenkliche Part macht für mich das Besondere dieses Buches aus.

Fat Cat – Robin Brande

Eigentlich war ich zuversichtlich, das ich zu diesem Buch einen richtig tollen Leseeindruck schreiben kann. Da landete ich allerdings (wie immer gern) bei Christine von Lesemomente. Und ihre Rezension dieses ungewöhnlichen Jugendbuches ist so treffend, das ich garnicht erst versuche es ist noch passendere Worte zu kleiden und euch einfach zu Christine schicke: Bitte hier entlang! Danke meine Liebe!

Jenseits des Meeres liegt die ganze Welt – Audur Jonsdottir

Wenn Island schonmal Gastland ist, will man natürlich auch ein Buch aus der Feder eines Isländers lesen. Allerdings ist das oftmals düstere, dramatische meist nicht so mein Fall – weshalb ich zu diesem Buch griff, das mir ein wenig aus der Reihe zu fallen schien – ein schöner Titel, ein helles Cover. Und es entfaltete sich vor meinen Augen ein recht leiser Roman, mit einer ganz eigener Dramatik innerhalb eines kleinen Kosmos. Dieser zeichnete für mich aber ein ganz großes Bild von den Isländern, ihrem Leben und ihrem Land. Hat mir wirklich gut gefallen!

Für jede Lösung ein Problem – Kerstin Gier

Nett für zwischendrin, war sehr schnell gelesen – einige Male laut gelacht. Die Idee, für Abschiedsbriefe nach einem mißglückten Selbstmordversuch gradezustehen, garantierte schräge Situationen. Ist aber wirklich eher was „leichtes“ – aber manchmal braucht man eben auch genau das. Was mir an Kerstin Gier gefällt ist ihr bodenständiger Humor – sie klingt in ihrer Schreibe nicht bemüht, was in sovielen „locker-leichten“ Frauenromanen der Fall ist. Allein dafür mag ich sie!

Das Labyrinth der Wörter – Marie-Sabine Roger

Es passiert relativ selten das man ein Buch liest das einfach nur schön ist – das eine kleine Geschichte erzählt, das man an einem Sommernachmittag liest, an einem verregneten Morgen,  wann-auch-immer: was man danach ans Herz drückt und sagt: Einfach ein schönes Buch! Und das Bücher und Literatur eine große Rolle spielen, macht es natürlich nur noch besser ;-)

Numbers: Den Tod vor Augen – Rachel Ward

Der zweite Teil der Trilogie Numbers – und was für eine furiose Fortsetzung. Fand ich den ersten Teil schon klasse, wird hier noch eins draufgesetzt. Die Geschichte wird konsequent weitergeführt, man hat aber überhaupt nicht das Gefühl, das hier altes wiederaufgewärmt wird. Numbers 2 ist noch heftiger, noch zerstörerischer – definitv eher ab 14 einzustufen. Genial erzählt und wieder bis zum Schluss geradzu atemlose Spannung…ich freue mich schon auf Teil 3!