Schlagwort: Familie
Zebrawald – Adina Rishe Gewirtz
Hat mich nicht richtig überzeugen können, was schade ist. Gerade im Jugendbuch brauchen wir ungewöhnliche und fesselnde Bücher. Hier war trotz einer recht dramatischen Ausgangssituation irgendwann bei mir die „Luft raus“.
Vera und das Dorf der Wölfe – Tyra Teodora Tronstadt
Ein Jugendbuch mal fernab der Mainstream-Themen, sowas mag ich ja sehr gern. Hier trifft ein spannendes Thema auf eine gut erzählte Geschichte. Wieder einmal kann man dem Hanser Verlag gratulieren – dort hat man einfach ein Händchen für gute Inhalte!
Das Tiefland – Jhumpa Lahiri
Länger als sonst ist nicht für immer – Pia Ziefle
Wieder ein gelungener, sehr dichter und verschlungener Familienroman aus der Feder von Pia Ziefle. Wer sich bekümmert umschaut und meint, es gäbe keine sprachlich und thematisch ansprechenden Bücher mehr von deutschen Autorinnen, dem sei diese Autorin und ihre Bücher nachhaltig empfohlen!
Geschenkt – Daniel Glattauer
Es gibt sie, diese Bücher, die einen quasi auf der Stelle glücklich machen. Dabei beschreibt Glattauer weder die ganz große Liebe, noch das Paradies, nein, das Thema Alkoholismus und auch eine schwierige Vater-Sohn-Beziehung sind sehr präsent. Und doch…dieses Buch lässt einen glauben, dass gute Dinge passieren, dass die Menschen sich ändern können und kleine Wunder einfach geschehen. Ich habe das Buch innerhalb von drei Stunden im Park ausgelesen und war danach – ganz genau – rundherum glücklich. Danke Daniel Glattauer!
Roman ohne U – Judith W. Taschler
Schlicht und einfach: ein ganz fabelhafter Roman von einer symphatischen und interessanten Autorin. Jeder Versuch meinerseits, die Geschichte kurz anzureissen, würde ihr nicht gerecht oder zuviel vorausnehmen, daher müsst ihr mir an dieser Stelle vertrauen und das Buch einfach kaufen!
Königreich der Dämmerung von Steven Uhly
Eine echte Herausforderung, dieses Buch. Konträr zu Glückskind und doch hat es eines damit gemein: Uhly versteht sich darauf, in jeder Geschichte die Gefühle der Menschen sehr genau zu erfassen. Ich habe lange für diesen Roman gebraucht, manchmal konnte ich das Leid und die Trauer, die über dieser Nachkriegszeit liegt schwer aushalten, zu unfassbar sind die Geschehnisse. Und doch ist es ein Roman, bei dem ich froh bin, dass ich ihn nicht vorschnell aus der Hand legte: denn er gibt der Vergangenheit eine Stimme, allen, die an ihr mitgewirkt haben, was sich manchmal schwer ertragen lässt und doch ist es so wichtig, davon zu erzählen. Uhly zeigt, wie die Geschehnisse bis in die heutige Zeit reichen, sich verästeln und immer noch nachwirken. Ein intensiver Roman, in dem wir den Autor von einer ganz neuen Seite kennenlernen. Uhly selbst sagt, es wäre ein Buch über das Leben. Ich kann nach der Lektüre sagen: es ist auch ein Buch vom “über-leben”.
Arztroman – Kristof Magnusson
Ich habe beim Lesen mehrfach gedacht: Hut ab, Herr Magnusson! Als Autor aus der Sicht einer Frau zu schreiben ist nicht einfach und mißlingt oft. Hier ist aber das Gegenteil der Fall: ich fand die Gedankenwelt und die Themen der Protagonistin unheimlich passend dargestellt, man kam ihr nahe. Ihre Berufswahl als Notärztin eröffnete mir zudem noch eine ganz neue Welt, die ich so literarisch noch nicht betreten habe, und die sich so angenehm von den gängigen Romanberufen abhob. Mir hat das Buch ausnehmend gut gefallen und ich hoffe, dass es noch weite Kreise ziehen darf!