Mit Blick aufs Meer – Elizabeth Strout

Ich tue mich ein bisschen schwer damit diesen Roman zu beschreiben. Zum einen ist er klug und auf leise Zwischentöne bedacht. Zum  anderen war er mir manchmal ein bisschen zu zerstückelt. Ich hab ihn schnell gelesen, fand einige Stellen so schön, die Beobachtungen die die Hauptperson Olive anstellt in ihrem kleinen, verschlafenen Dorf scharfsinnig und erfrischend. Trotzdem blieb nach dem Lesen insgesamt das Gefühl, einiges war zu „sperrig“, etwas unfertig.

Die geheime Sammlung – Polly Shulman

Eine kleine Perle im Jugendbuch und für alle Märchenfans ein Muss! Das „New Yorker Repositorium der verleihbaren Schätze“ ist so anschaulich von der Autorin beschrieben, das man das Gefühl hat, dieses ungewöhnliche Museum müsste es wirklich geben…Was es mit diesem zauberhaften Ort auf sich hat, erfährt Elizabeth, als sie dort einen Aushilfsjob angeboten bekommt – und das Märchen manchmal eben nicht nur Märchen sind. Eine wunderbar erzählte Geschichte mit ganz vielen liebevollen Details – das Lesen macht einfach großen Spaß!

Die Farbe von Flieder – Elizabeth Noble

Ab und an braucht es mal einen Roman, den man so weglesen kann, der das Schicksal einiger Frauen beschreibt, ihre Freundschaften, Krisen und Herausforderungen. Sowas für aufs Sofa mit Herz. Wer da also noch was sucht wird hier fündig. Besonders schön fand ich, das die Frauen sich in einem Lesekreis treffen – von den Büchern die dort gelesen wurden, sind danach einige auf meiner Liste gelandet.

Der Prinz von Pumpelonien – Katharina Kühl

Auf dieses Buch hat mich meine Freundin Christine gebracht. Es ist eines ihrer liebsten Kinderbücher. Nach der Lektüre weiss ich auch warum. Die herrliche Geschichte um den pumpelonischen Prinz Pumpel, der sich so garnicht so verhält wie seine königlichen Eltern das gerne hätten begeistert. Natürlich gibt es, wie in jedem anständigen Märchen auch eine Prinzessin, einen Drachen…aber auch einen Bibberbär und Gurkenmus! Es ist einfach ein herrliches Märchen mit viel Humor und Freude am Fabulieren. Wenn ihr also ein tolles Kindebuch zum Vorlesen (und ganz sicher auch selber lesen!) sucht, seid ihr hier genau richtig!

Die Mütter-Mafia-Trilogie – Kerstin Gier

Ich habe mich entschlossen die 3 Einzelbände (Die Mütter-Mafia, Die Patin, Gegensätze ziehen sich aus) gemeinsam zu beschreiben. Ich habe sie alle in kurzen Abständen gelesen – und mich amüsiert. Selbst zu diesem Zeitpunkt schwanger haben mich die herrlich spitzen Beobachtungen im Mütter-Kosmos (den es so garantiert in jeder deutschen Großstadt gibt) angenehm schaudern lassen. So manches Mal brachten mich die Bücher zum Schmunzeln, Lachen und Kichern. Ich gebe ehrlich zu das ich nicht ganz soviel erwartet hatte zu Anfang und dann eines besseren belehrt wurde – man schliesst die Protagonisten ja doch ins Herz und auch wenn manches Mal die Geschehnisse ein wenig überbordend werden – was solls – dafür ist es eben auch ein Buch und kein Sachbuch über die Realität. Mich hat diese Reihe jedenfalls prima unterhalten und ich verfolge den Blog von Constanze, der Hauptfigur immer wieder gerne :-)

Atem – Tim Winton

Man könnte das Buch kurz beschreiben indem man sagt: es ist ein Surfer-Roman. Das allein würde diesem Buch aber nicht gerecht. Es ist auch ein Buch über Freundschaften und Veränderungen. Ein Buch über den Kick, Adrenalin und die perfekte Welle. Wer selbst surft wird sicher noch mehr Facetten finden können, aber auch für Nicht-Surfer erzählt dieses Buch einiges über das Leben. Like!

Feindesland (Hartmut und Ich in Berlin) – Oliver Uschmann

Endlich wieder neues von Hartmut und seinem Freund! Und dieser Band versprach auch wieder mehr nach meinem Geschmack zu werden: das Chaos-Duo und seine beiden Frauen in Berlin – was willste mehr? Jedenfalls glänzt dieser Band wieder mit einem Haufen schräger Ideen und verrückter (oder doch genialer?) Pläne der beiden, ich habe mehr als einmal laut gelacht und ganze Absätze zitiert. Diese Schreibe ist einfach zu herrlich! Uschmann schlägt aber auch ungewohnt leise Töne an und wagt sich damit auf neues Gebiet. Es ist ihm gelungen – ich kann die Reihe immer wieder nur empfehlen!

Hector und die Suche nach der Liebe – Francois Lelord

Vom Vorgänger war ich ja ziemlich angetan. Auch hier hat Lelord wieder ein nettes kleines Büchlein geschrieben. Ich sage mal: er erfindet das Rad zum Thema Liebe nicht neu, aber er verpackt es eben wieder einfach schön. Ein bisschen mehr Geschichte drumherum ist es diesmal, es zieht mich aber nicht ganz so sehr an, wie sein erstes Werk, wie das manchmal so ist mit Fortsetzungen. Nevertheless – habs gern gelesen.

Wer die Kälte liebt – Tilman Bünz

Spätestens seit mein Mann 2 Auslandssemester in Schweden absolviert hat, bin ich Skandinavien-Fan. Was lag also näher als dieses Buch im Laden mitzunehmen? Und es macht genau das was ein solches Buch tun soll: gut unterhalten, mir einige interessante Einblicke in das Land und das Leben der Menschen dort geben und ein bisschen Fernweh wecken. Wer sich ein bisschen einlesen will in die skandinavischen Länder, ist hiermit sehr gut bedient, aber auch Kenner werden denke ich noch einige Neuheiten entdecken. Bünz hat einen sehr angenehmen Stil und ich würde gerne nochmal mehr von ihm lesen.

Numbers: Den Tod im Blick – Rachel Ward

Jem hat eine Gabe, die sie zur Aussenseiterin macht – sie kann in den Augen ihres Gegenüber sein Todesdatum lesen. Allein diese ungewöhnliche Idee liess mich sofort zu diesem Buch greifen und es dann nach recht atemlosen Lesen wieder absetzen. Hier stimmt einfach alles. Ein packender Plot, spannend und mitreissend, mit Jem und dem Jungen Spinne, den Jem eher widerwillig kennenlernt sind zwei sehr fesselnde Hauptfiguren gefunden worden. Rachel Ward hat hier nicht nur eine verdammt gute Geschichte erzählt sondern auch soviele Gefühle und Situationen geschildert, die Jugendliche meistern müssen – vielleicht nicht auf die komplett gleiche Art wie unsere Helden, aber doch, soviele Gedanken kommen einem bekannt vor. Das Buch gefiel mir einfach verdammt gut, bis zur letzten Seite war ich beeindruckt. Was für ein Debüt! Danke für dieses tolle Jugendbuch, ich kann es nur empfehlen!