Tu Dir gut: Das Wohlfühlbuch für Frauen – Jennifer Louden

Der Name ist Programm – ein Buch gespickt mit Ideen, Vorschlägen und Ritualen um sich richtig wohlzufühlen. Wie das so ist mit Ratgebern – es muss für einen selbst passen. Mein Exemplar jedenfalls ist gepflastert mit Post-Its, vieles habe ich angestrichen und probiert. Gerade im Bezug auf die praktische Ausführung bietet sie viele Anregungen, Schreibübungen, Rituale, Affirmationen. Was ich an diesem Buch besonders mag ist, das man das Gefühl hat, die Autorin meint es wirklich gut mit einem und möchte einfach einen kleinen Beitrag dazu leisten, das man auf sich achtet, sich selbst etwas Gutes tut. Sollten wir schliesslich alle machen …;-)

Zeitweiliger Orientierungsverlust – Michal Viewegh

Hier kann ich mich kurzfassen: die besten Kurzgeschichten zum Thema Liebe, die ich seit Jahren gelesen habe? Hier, Hier, Hier! Wundervoller Stil, was für herrliche Ideen, was für ein Herzblut steckt in diesem schmalen Bändchen. Ich bin nicht unbedingt Fan von Kurzgeschichten, für dieses Buch mache ich aber eine Ausnahme – hier stimmt einfach alles!

Emerald: Die Chroniken von Anbeginn – John Stephens

Hier finden wir einen Auftakt zu einer neuen Fantasy-Trilogie. Insgesamt macht der Band schon Lust auf mehr, wartet mit fantasievollen Ideen und sympathischen Charakteren auf. Allerdings ist er auch sehr vollgepackt – ich frage mich, was in den nächsten Bänden noch alles kommen soll, passiert doch hier schon extrem viel. Trotzdem: spannend, süffig geschrieben – für Fantasy-Fans einen Blick wert!

Die Ameisenkolonie – Jenny Valentine

Wieder hat Jenny Valentine es geschafft: sie hat ein Händchen für Figuren die einem nahegehen, die einem noch lange nach dem Buch im Gedächtnis bleiben. Diese Autorin ist fürs Jugendbuch eine große Bereicherung, sie erzählt Geschichten mit Seele die man einfach lieben muss. Man hat das Gefühl, das sie den 17jährigen Sam und die 10jährige Bohemia, die in diesem Buch unter widrigen Umständen aufeinandertreffen einfach nur begleitet – auf ihrem Weg, ihr Leben zu meistern. Da sind keine moralischen Vorhaltungen, da entsteht kein Vorstadtidyll – bei Jenny Valentine wird einfach gelebt – in jeglichen Facetten!

Die Einsamkeit der Primzahlen – Paolo Giordano

Wie oft liest man einen Roman, der einen zusammenzucken lässt, der einen mitleiden lässt – obwohl man die Protagonisten nichtmal unbedingt mag? Noch dazu im Kontrast zur recht düsteren Handlung in einer klaren Sprache und einem guten Stil. Das Buch ist keine leicht-lockere Urlaubslektüre. Und sicherlich auch nicht in jeder Lebenssituation passend, kein Buch das man als Geschenk mit ins Krankenhaus bringen würde. Ein schwieriges, ein kantiges und anstrengendes Buch. Aber gerade deshalb wirklich lesenswert!

1Q84 – Haruki Murakami

Ich musste ein wenig warten, bevor ich diesen Leseeindruck schreiben konnte, ich wollte diesem Buch so unbedingt gerecht werden und mir genug Zeit geben, alles setzen zu lassen. Murakami ist ja so ein Thema bei mir, ich lese ihn generell nur im Urlaub und habe so fast ein halbes Jahr gewartet, bis ich diesen wundervollen Roman gelesen habe. Die letzten 550 Seiten von über 1000 habe ich übrigens an einem absolut perfekten Saunatag nur so inhaliert..ich war im Rausch. Und da sind wir wieder: Ich kann über Murakami nicht schreiben, ohne Superlative zu benutzen, ich kann nicht über ihn schreiben ohne das mein Herz schneller schlägt. Seine Geschichten sind so intensiv erzählt, er ist so konsequent in seinen Beschreibungen und Personen wie wenige Schriftsteller es schaffen. Auch hier bin ich wieder in der Geschichte versunken, habe mich besonders gefreut das in diesem Buch auch die Literatur eine große Rolle spielt, begegnete alten bekannten Motiven aus vorhergegangenen Romanen…Ich habe die letzten Seiten umgeblättert und musste sofort nochmal von vorne beginnen, nochmal im Buch stöbern, es umarmen – Murakami ist hier wieder so groß, verdammt groß. DANKE!

Falscher Vogel fängt den Tod – Donna Andrews

Auf dieses Buch stieß ich durch einen neu gegründeten Krimi-Lesekreis. Man muss ja auch mal was neues entdecken. Andrews schreibt sehr süffig, es liest sich so weg, man schmunzelt ab und an und verfolgt das Geschehen amüsiert. Das der Funke nicht komplett übersprang lag vielleicht daran das ich manche Wendung schon über das halbe Buch hinweg ahnte, eigentlich sind das aber nur kleine Schönheitsfehler. Unterhaltsam war es in jedem Fall und das ist bei Krimis, die ich ja eh eher selten lese, für mich dann auch in Ordnung so. Wer es also recht unblutig und dafür eher lustig mag, ist hier genau richtig.

Süß wie Schattenmorellen – Claudia Schreiber

Ein Gefühl für schräge, herrlich skurrile Gegebenheiten hat Claudia Schreiber, das muss man ihr lassen. Ganz in Tradition von „Emmas Glück“ hat dieser Roman wieder sehr eigenwillige Hauptpersonen die, es scheint in einer völlig anderen Welt leben – und doch ist es nur Nordhessen. Einige Dorfbewohner dieses Landstriches sind so lebendig gezeichnet das man sich fragt, wo genau dieses Dorf liegt – denn das muss es wirklich geben. Der Roman zündet, für mich vorwiegend auf den ersten 150 Seiten, total. Leider – und das tut mir richtiggehend weh, weil ich diese Autorin nach einigen Lesungen bei uns wirklich sehr mag – fällt die Geschichte für mich dann kontinuierlich ab. Vielleicht ist das gewollt, es soll nicht gefallen, es soll anecken und polarisieren – ich war aber irgendwie frustriert ob der Ereignisse, konnte mich nicht mehr einfühlen. In seiner Gesamtheit ist das Buch trotzdem lesenswert! Und der Schluss gibt ja auch einiges her – an Diskussionsstoff!

DU – Zoran Drvenkar

Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch, nachdem ich wahnsinnig begeistert von „Sorry“ war. Ein schwieriges Buch. Einerseits habe ich es zu Ende gelesen, wollte wissen wie es endet – bei 600 Seiten ja auch schon eine Aussage. Andererseits war es zwischendurch so zäh, anstrengend zu lesen, kein Durchblick…Drvenkar erzählt aus 3 Perspektiven – eine davon war genial, absolut packend, auf die hab ich mich dann immer gefreut. Leider nimmt sie den kleinsten Teil ein. Er versteht sein Handwerk, keine Frage, aber hier war ich dann doch eher enttäuscht – für einen Krimi fehlt es mir an Tempo…Trotzdem – komplett verreissen kann und will ich es nicht.

The Carrie Diaries – Candace Bushnell

Jeder SATC-Fan braucht dieses Buch! Finde ich. Ich liebe die Serie sehr und somit war dieses Buch sofort mein. Wir erfahren alles über Carrie Bradshaw, bevor sie nach New York kommt – ihre Highschool Jahre. Und das ist so sehr Carrie das man es einfach nur lieben muss. Es ist eindeutig ein Jugendbuch, lässt sich schnell lesen, das passt aber auch einfach zur vorherrschenden Stimmung. Carrie als Teenie die schon damals ihren Traum von New York und dem Schreiben träumt, das ist einfach klasse! Auch wenn einiges im Buch nicht mit Erwähnungen in der Serie übereinstimmt, tut das diesem Buch keinen Abbruch – für mich gewährt es einen tieferen Einblick in Carries Seelenleben, warum sie wird wie sie uns später in der Serie erscheint und was ihre Überzeugungen prägte. Also – High Heels an und die Carrie Diaries kaufen…;-)