Mein diesjähriger Adventskalender, der mir wiedermal gezeigt hat, warum ich seit Jahren dieses Werk aus dem Boje Verlag kaufe: tolle Kinder und Jugendbuchautoren sind hier versammelt, die Geschichten sind mal ernst, mal witzig und immer fühlt man sich ein Stückchen weihnachtlicher nach dem Lesen. Wieder sehr gelungen!
Autor: Sarah
Weihnachten in der Badewanne – Hrsg. Insel Verlag
Ich liebe Weihnachtsgeschichten. Und hier sah das Cover so nett aus, der Titel war Programm und die erste Geschichte begann witzig. Allerdings ging es danach steil bergab. Eigentlich gefielen mir im Endeffekt nur zwei Geschichten richtig gut, bei anderen suchte ich vergeblich den weihnachtlichen Bezug. Trotz namhafter Autoren kam hier bei mir keine weihnachtliche Stimmung auf. Schuss in den Ofen, leider…
Die Glücksbäckerei: Die magische Prüfung – Kathryn Littlewood
Wie auch schon der erste Teil bezaubert auch diese Fortsetzung wieder mit kreativen Backwerken und tollen Einfällen der Autorin: diesmal verlässt die Familie Glyck ihre Heimat in Richtung Paris, zu den Backmeisterschaften. Dort läuft allerdings nicht alles rund und die Familie muss ihre gaze Kreativität und Liebe zum Backen aufbringen, um dort zu bestehen. Ein Kinderbuch, dass man einfach nur rundherum gerne empfehlen möchte!
Das Schneemädchen – Eowyn Ivey
Vielleicht war ich hier ein wenig voreingenommen, hatte ich doch von einigen Kollegen und Freunden soviel Gutes über das Buch gehört, auch, dass Taschentücher vonnöten wären. Wie es dann manchmal mit Erwartungen so ist: der Roman war wirklich gut zu lesen, die Geschichte angenehm aus der Zeit gefallen, aber das große Gefühl blieb (für mich) aus. Ein kleiner Wermutstropfen in einer ansonsten angenehmen Lektüre.
Christmas Jars – Jason F. Wright
Kennt ihr Christmas Jars? Ich kannte diesen Begriff nicht – bis vor zwei Jahren meine Mutter an Heilig Abend nach Hause zurückkehrte und ein Marmeladenglas, bis obenhin gefüllt mit Münzen und Scheinen, an ihrer Haustür fand. Meine Mutter recherchierte und fand dieses Buch. Die Geschichte der Christmas Jars wird hier erzählt – eine Familientradition, die nach und nach immer weitere Kreise zog. Und auch, wenn es hier und da ein wenig rührselig anmutet – die Idee hinter diesen Gläsern ist einfach wunderbar. Und ich danke denjenigen, die meiner Mama so eine große Freude gemacht haben – das Glas kam zur richtigen Zeit und es berührt mich immernoch, dass jemand für sie so großzügig war. Danke in die Nacht!
Das Weihnachtskind – Miss Read
Eine kleine Erzählung aus Großbritannien. Sicherlich nichts überaus besonderes, aber ehrlicherweise einfach genau die richtige Prise an Weihnachtsgefühl und Menschlichkeit. Ein schöner Bibliotheksfund.
Der kürzeste Tag des Jahres – Ursula Dubosarsky
Eine schöne Entdeckung aus Australien, die Autorin kannte ich bis dato nicht. Ein ansprechend erzählter Jugendroman mit ungewöhnlicher Familienkonstellation und Problemstellung – mal etwas ganz anderes. Werde die Autorin für mich vormerken!
Tante Frieda – Heidi Gebhardt
Regionalkrimis sind ja immer so eine Sache. Hier hat für mich aber alles gestimmt: Lokalkolorit, eine sympathische Ermittlerin namens Tante Frieda mit Kochleidenschaft und ebenso neugieriger Nichte, ein gewisser Witz und ein gut verpackter Kriminalfall. Zwei nette Schmökerstunden auf dem Sofa, prima Unterhaltung, Hanauherz, was willst Du mehr?
Vom Wesen der Dinge und der Liebe – Elizabeth Gilbert
Ein feiner Schmöker für Fans von geschichtlich-wissenschaftlichen Belangen, Freunden der Naturwissenschaften und vorallem der Botanik. Dicht und atmosphärisch, mit einer weiblichen Heldin ausgestattet und den damaligen Hindernissen für Frauen in der Wissenschaft gespickt, kurz: etwas für lange Leseabende.
A second Helping Chicken Soup for the Soul – Canfield/Hansen
Genau das richtige für eher stressige Zeiten und Tage, sehr viel fürs Herz, für die Seele, ich mags, wie immer. Ich persönlich finde im englischen Original wirken die Geschichten etwas natürlicher als in der manchmal nicht so gelungenen deutschen Übersetzung.