Eine tragische Geschichte einer jungen Sportlerin, die leider auf wahren Begebenheiten fußt. Eine ganz andere Welt, hinter dem Olympiareigen und der Show werden junge Menschen sichtbar, für die der Sport oft die einzige Möglichkeit ist, ihre Lebensbedingungen zu verändern. Ein bisschen schwierig ist es immer, eine Geschichte, die journalistisch recherchiert wurde, in dieser romanhaften Art zu lesen, das wird wohl nie ganz meines werden.
Autor: Sarah
Trümmergöre – Monika Held
Nachdem mich „Der Schrecken verliert sich vor Ort“ dermaßen sprachlos zurückgelassen hatte, war es keine Frage, dass ich auch das neue Buch von Monika Held unbedingt lesen wollte. Trümmergöre – der Name des Romanes ist Programm und wir verfolgen die Spuren einer Jugend in der Nachkriegszeit, die heute wohl Kopfschütteln hervorrufen würde und von mehr als einem Bruch begleitet wird. Monika Held hat die ganz große Gabe, Figuren so plastisch und authentisch zu schildern, dass man sie regelrecht vermisst, nachdem man das Buch beendet hat.
Murmelbrüder – Michela Murgia
Ich muss ehrlich sagen, dass mich die Murmelbrüder lange nicht so berühren konnten, wie es Accabadora tat. Eine nette Geschichte, ein bisschen Erwachsenwerden und Dorfleben in der Erinnerung. Hier fehlte mir der persönliche Bezug zum Erlebten, der ein Buch für mich besonders machen kann.
Vera und das Dorf der Wölfe – Tyra Teodora Tronstadt
Ein Jugendbuch mal fernab der Mainstream-Themen, sowas mag ich ja sehr gern. Hier trifft ein spannendes Thema auf eine gut erzählte Geschichte. Wieder einmal kann man dem Hanser Verlag gratulieren – dort hat man einfach ein Händchen für gute Inhalte!
Das Tiefland – Jhumpa Lahiri
Länger als sonst ist nicht für immer – Pia Ziefle
Wieder ein gelungener, sehr dichter und verschlungener Familienroman aus der Feder von Pia Ziefle. Wer sich bekümmert umschaut und meint, es gäbe keine sprachlich und thematisch ansprechenden Bücher mehr von deutschen Autorinnen, dem sei diese Autorin und ihre Bücher nachhaltig empfohlen!
Geschenkt – Daniel Glattauer
Es gibt sie, diese Bücher, die einen quasi auf der Stelle glücklich machen. Dabei beschreibt Glattauer weder die ganz große Liebe, noch das Paradies, nein, das Thema Alkoholismus und auch eine schwierige Vater-Sohn-Beziehung sind sehr präsent. Und doch…dieses Buch lässt einen glauben, dass gute Dinge passieren, dass die Menschen sich ändern können und kleine Wunder einfach geschehen. Ich habe das Buch innerhalb von drei Stunden im Park ausgelesen und war danach – ganz genau – rundherum glücklich. Danke Daniel Glattauer!
Die Frau auf der Treppe – Bernhard Schlink
Konnte mich nicht so begeistern, wie andere Bücher des Autors. Für mich gab es erst kurz vor Schluss einen Aha-Moment, wo ich dachte: jetzt kommt das ganze in Fahrt! Bis dato hatte ichso vor mich hin gelesen, nicht ungern, aber ohne große Begeisterung. Also, knapp gerettet, für mich aber eher ein schwächerer Schlink.
Roman ohne U – Judith W. Taschler
Schlicht und einfach: ein ganz fabelhafter Roman von einer symphatischen und interessanten Autorin. Jeder Versuch meinerseits, die Geschichte kurz anzureissen, würde ihr nicht gerecht oder zuviel vorausnehmen, daher müsst ihr mir an dieser Stelle vertrauen und das Buch einfach kaufen!
Die Achse meiner Welt – Dani Atkins
Manchmal sollte man dann doch auf sein Bauchgefühl hören. Es ist nicht so, als ob dieser Roman nicht durchaus einige meiner Vorlieben bedient – und doch habe ich in Sachen Liebesroman mit Twist schon wirklich schöneres gelesen, was mich mehr berührt hat. Es war ganz nett zu lesen, ich war allerdings nicht allzu traurig, als ich es dann durchhatte. Definitiv Geschmackssache.