Gold in den Straßen – Lilian Loke

Zur Abwechslung mal ein Großstadtroman in „meiner“ Großstadt oder zumindest meiner Geburtsstadt. Es hat schon was, viele der Straßen und Orte zu kennen. Mit einem guten Blick auf die Sorgen und Nöte ihres Protagonisten entwirft Loke hier einen Roman, der mich wirklich angesprochen hat – interessante Thematik, Familie, Karriere – spannend zu lesen und unterhaltsam.

Kirschen im Schnee – Kat Yeh

Ach! Was war das für ein FABELHAFTES Jugendbuch. Lange habe ich keines mehr gelesen, was mich so glücklich gemacht hat. Eine zu Herzen gehende Geschichte garniert mit leckeren, liebevollen Rezepten. Wendungen mit denen der Leser so nicht rechnet und über all dem dieses Funkeln, was nur die speziellen Bücher haben. Ich liebe es, wenn ein Buch in der Lage ist, mich zu überraschen und glücklich zu machen. Hach!

Die Doors und Dostojewski – Susan Sontag

Heute geht ein großes Lob an Karla von der Buchkolumne. Ohne sie wäre ich nämlich nicht zu diesem Buch gekommen. Von alleine hätte ich wohl kaum zu Susan Sontag gegriffen, deren Name mir zwar bekannt ist, die ich mir aber „nicht zugetraut“ habe. Und dann dieser Interview-Band: eine kleine Offenbarung. Was für eine kluge, gewitzte und vielschichtige Frau! Der Titel sagt es eigentlich: „The Doors und Dostojewski“. Mein Mann sagte vor dem Traualtar zu mir, ich sei die einzige Frau, die er kenne, die Literatur und Popkultur gleichermaßen in sich vereint. Dieses Interview (neben einigen anderen AHA-Momenten) hat mich auch darin wieder bestärkt…ich werde dazu ganz sicher noch einen kleinen Artikel schreiben. Bis dahin: lest dieses wunderbare Buch!

Lieber Mr. Salinger – Joanna Rakoff

Letzte Woche las ich “Lieber Mr. Salinger” von Joanna Rakoff. Die junge Frau begann ihre Karriere in der Literaturagentur, die J.D. Salinger vertrat. Die Agentur selbst wirkt ein wenig aus der Zeit gefallen, denn im Jahre 1995 wurden dort weiterhin in allen Büros Schreibmaschinen genutzt. Und obwohl sie selbst bis dato keine Zeile des Autors gelesen hatte, wächst ihre Neugierde auf den zurückgezogenen Schriftsteller und sein Werk immer mehr. Ständig gehen Anfragen an den Autor ein und eine gewaltige Menge Fanpost, die “Jerry” aus Prinzip nicht beantwortet. Das Buch ist gespickt mit Hinweisen auf sein Werk  – und hat so richtig Lust gemacht, mal wieder Salinger zu lesen oder, ihn zu entdecken. Nachdem ich das Buch beendet hatte, musste sofort eine Auslage mit seinen Werken her…und einem großen Zettel mit der Aufschrift „Lest Salinger„. Spricht für das Buch, nicht wahr? ;-)

Der Galimat – Paul Maar

Das erste Buch von Paul Maar, welches mich nach dem Sams wieder begeistern konnte. Ein Kinderbuch ab acht Jahren, mit Augenzwinkern und viel Platz zwischen Schwarz und Weiss. Ich kann mir gut vorstellen, dass Kinder auch hier wieder ein großes Vergnügen an der klassischen Rollentausch-Geschichte haben, die der Galimat dem jungen Helden Jim ermöglicht.

Der Trafikant – Robert Seethaler

Was ist es mit Robert Seethaler? Er scheint einen Nerv zu treffen, anders kann ich mir die stetigen, geradezu täglichen Verkäufe seiner Werke nicht erklären. Mir gefällt er gut, er lässt sich wunderbar lesen, seine Geschichten gefallen mir. Aber mir fehlt dieses Quentchen Begeisterung, dieser Funke, der sich in mir entzündet, wenn mir ein Buch so richtig gut gefällt. Ganz sicher ist Seethaler ein lesenswerter Autor, soviele meiner Kunden schwärmen richtiggehend für ihn. Ehrlicherweise muss ich aber sagen: handwerklich gut, aber (bisher) für mich nur ein Treffer, kein Volltreffer.

Besser jetzt als irgendwann – Lauren Graham

Ich werde Lauen Graham wohl immer verehren für ihre vielen Jahre als Lorelai Gilmore, denn dort hat sie einen fantastischen Job gemacht. Ob sie auch schreiben kann? Ich war gespannt. Insgesamt hat mich der Roman nicht vom Hocker gehauen, allerdings habe ich in der Sparte schon deutlich schlechteres gelesen und das Buch hatte Witz und Charme. Nettes Wohlfühlbuch.