Hab mir wirklich recht viel von dem Buch erwartet, leider hat der Klappentext meiner Meinung nach wenig mit dem Buch zu tun. Hat nur 250 Seiten aber ich saß echt lange dran weil es einfach keinen Spaß gemacht hat – keine Höhepunkte in der Geschichte, einige seltsame Eigenheiten…das einzige was mir noch so ein bisschen gefiel war der Stil, hat mich an Irmgard Keuns „Kunstseidene Mädchen“ erinnert. Aber das wars denn auch…Soll ja eines der größten Werke aus dem katalanischen sein, ich war wirklich nicht besonders begeistert..
Autor: Sarah
Eine kurze Geschichte von fast allem – Bill Bryson
Hat einen etwas anderen Humor als ich erwartet hatte, das Buch hat es aber schon geschafft mich und Freunde in stundenlange Diskussionen über Weltraum, Planeten, Physik etc. zu bringen. Find es echt spannend, man liest es gern und lernt sogar noch was dabei. Werd aber nochn Weilchen für brauchen, dünn ist es nicht und die ganzen Fakten lesen sich halt nicht romanmässig runter ;-)
Mein Freund ist völlig begeistert, er studiert Physik und mich interessiert das meistens nicht die Bohne. Bryson ist aber so spannend und dabei mit einem Zwinkern erzählt das sogar ich komplizierte Sachverhalte verstehe (und ich bin dabei wirklich ohne Übertreibung eher Unterdurchschnitt). Und mich sogar mit ihm darüber unterhalte. Es geschehen noch Zeichen und Wunder…![]()
[…] Wow…der Bryson ist durch. Muss sagen – erfüllt mich schon mit nem gewissen Stolz das ich ihn durchgelesen habe ohne irgendwas zu überblättern, wegzulassen oder so. Ist ja bei Sachbüchern nicht ungewöhnlich das einen manche Teilaspekte nicht so interessieren. Insgesamt ist es einfach ein irres Werk, zu großen Teilen äusserst beängstigend, man erfährt das wir eigentlich fast nichts wissen von der Welt in der wir leben, unseren Vorfahren, unserer Flora und Fauna. Jede Frage die das Buch beantwortet wirft 100 neue auf – das macht es aber auch so interessant und spannend. Bryson hat es geschafft bis auf ganz wenige Ausnahmen alles sehr verständlich und gut nachvollziehbar zu erklären. Alleine das ist eine Leistung. Besonders gefallen haben mir die vielen Anekdoten über das Leben der Wissenschaftler, ihre Lebensumstände und skurrile Zufälle. Ausserdem die Kapitel über den Weltraum, das fand ich total spannend und könnte mir durchaus vorstellen darüber noch mehr zu lesen. Witzig fand ich das ich manches noch aus Schulzeiten kannte, was mittlerweile schon widerlegt oder neu erforscht war – tlw. meldeten sich in meinem Gedächtnis Infos aus meiner Kindheit die ich in Jugend & Kinderlexika gelesen hatte. Tolle Sache ;-)
Ist sicherlich nicht immer ganz leicht zu lesen, ich hab einige Pausen gemacht zum Verdauen und mich viel drüber unterhalten – lohnt sich aber absolut! Bryson schreibt einfach super!
Schloss aus Glas – Jeannette Walls
Hab ich ebenfalls schon einiges drüber gehört, meine eine Stammkundin liegt mir seit Wochen damit in den Ohren…Na dann wollen wir dochmal […]
„Schloss aus Glas“ hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte war gut erzählt, mit viel Spaß am Erzählen. Oft habe ich mal schlucken müssen, bei der Leichtfertigkeit der Eltern, bei den Versprechungen des Vaters – ich denke viele Kids deren Eltern sich früh getrennt haben fühlen sich hier teilweise an ihre Eltern erinnert *seufz* Versprechen zu geben und so zu tun als würde alles gut, das hat etwas sehr ernüchterndes. Aus den Augen eines Kindes betrachtet wie hier ist es nochmals extremer.
Ein ungewöhnliches Buch mit vielen schönen kleinen Geschichten in der Geschichte. Werde ich sehr empfehlen.
Mitten ins Gesicht – Kluun
Hatte mehrfach davonin diversen Foren gelesen und kann einigen rechtgeben – man schwankt zwischen Tränen (schon auf Seite 20-30..) und „will dem Typ eine reinhauen“ weil er seine todkranke Frau zum Teil so sehr im Stich lässt, obwohl er sie liebt. Am Ende hab ich heute echt auf dem Sofa gesessen und geheult. Ging mir sehr nahe. Wirklich ein emotionaler, heftiger Roman.
Bartimäus: Pforte der Magier – Jonathan Stroud
War als Endteil der Trilogie grandios. Ein gut eingefädelter Handlungsstrang, ein recht guter, klitzekleines bisschen zu langer Spannungsbogen. Und wieder ziemlich viel zu lachen, wenn man auf trockenen Humor direkt aus der Hüfte geschossen steht. Als einzelnes Buch sicherlich das schlechteste der 3, nicht vom Stil, mehr von der Charakterentwicklung, die geht etwas ruckartig von sich. Trotzdem aber kein Grund die Finger von dieser Reihe zu lassen!
Stolz und Vorurteil – Jane Austen
Meine erste Austen und ich fands genial. Viel Witz, sehr treffende Personenbeschreibungen und einfach irgendwie schöööön. Werde ganz sicher noch ihre anderen Bücher lesen, diese Verstrickungen, Umständlichkeiten und Intrigen (die eigenlich 1:1 auch in der heutigen Zeit passieren könnten…) sind einfach herrlich! Manchmal war ich wirklich verwundert, wie wenig sich in den Charakteren der Menschen bis heute geändert hat…Jane Austen hat „es“ einfach.
Bartimäus: Das Auge des Golem – Jonathan Stroud
Nach dem ersten Teil der Trilogie erwartete ich hier einiges und wurde auch nicht enttäuscht. Wieder mal herrlich böse, ironisch & sarkastisch, ich habe so viel gelacht (und erntete damit immer mal Verwunderung meiner Familie ). Im Gegensatz zum ersten Teil wo es größtenteils um den Dschinn Bartimäus und seinen „Meister“ geht erfährt man hier mehr Hintergründe, es kommen auch andere Personen mehr zu Wort. Aber das tut dem Buch keinen Abbruch, es entwickelt sich dadurch eher weiter! Absolute Empfehlung!
Lila, Lila – Martin Suter
„Lila, Lila“Â hat mich ziemlich begeistert. Nachdem ich den Anfang ein klitzekleines bisschen holprig fand, kam man schnell rein und die Geschichte ist so schön gesponnen (und die Intrige erst..), die Figuren wirken authentisch und natürlich finde ich die Anspielungen auf Literatur, Bücher und den ganzen Betrieb rund um Verlage & Buchhandlungen noch mal so schön. Wirklich ein sehr gelungenes Buch! Werde sicherlich noch mehr von Suter lesen!
Tanz mit dem Schafsmann – Haruki Murakami
Nun; er lächelte mich grade so aus dem Bücherregal an: Der vorletzte Roman von ihm den ich noch nicht kenne – schon seit Monaten aufgespart. Heute ist er dran
„Tanz mit dem Schafsmann“ fand ich wieder einen gelungenen Murakami, am besten beschreibt es sich sicherlich so: Als Fortsetzung von „Wilde Schafsjagd“ absolut gelungen, passt und ist eine willkommene Abschlusssache, als Einzeltitel, ohne „Wilde Schafsjagd“ zu kennen ist es ein „schwieriger“ Einstieg, sollte man Murakami noch nicht kennen.
Lea – Pascal Mercier
Nun starte ich den Versuch mit „Lea“. Ich hab mich mal darauf eingestellt das es nicht wie der Nachtzug sein wird, mal gucken. Eine Buchhändlerkollegin hat es mir heiss und innig empfohlen, dann wollen wir dochmal gucken…
Bin grade durch (konnte kaum aufhören…) und bin wirklich ehrlich sehr zufrieden. Es ist anders als der Nachtzug aber zugleich doch sehr ähnlich. Etwas minimalistischer würde ich fast sagen, hat ja quasi nur die Hälfte der Seiten im Gegensatz zum Nachtzug. Aber ich glaube, anders hätte es auch nicht so „überzeugend“ auf mich gewirkt. Es hat mich schon mitgenommen, es war nicht so das ich mich mit den Personen identifizieren konnte, aber mitgelitten habe. Ziemlich arg. Mercier kann Menschen echt sehr..genau…mit ihren Abgründen beschreiben.