Slam – Nick Hornby

Mhmtja. Slam hatte ein tolles Grundthema, eine Teenanger-Schwangerschaft. Auch die Charaktere fand ich eigentlich ganz gut. Aber irgendwie hab ich doch recht lange gebraucht und der witzige Stil vom Anfang ging nicht durchgängig. Hornby hat sehr viele Wiederholungen und umständliche Erklärungen eingebaut, die ich innerhalb eines Gespräches total okay finden würde, in dieser Menge aber in einem Buch – ermüdend. Schade, ich glaube „A long way down“ wird immer ein bisschen eine Ausnahmeerscheinung von ihm sein.

Der letzte Weynfeldt – Martin Suter

Grandios. Hatte dieses Jahr meine totale Suter-Phase. Der Mann ist echt ein Genie. Schlanke Plots, tolle Figuren, immer ein halber Krimi im Hintergrund und SO raffiniert gemacht – herrlich. Hintergrund: Ein Kunsthistoriker lernt eine junge Frau kennen, die nach der ersten Nacht schon von seinem Balkonfenster springen will – danach ist sie in seinem Leben präsent, ob er will oder nicht. Nebenbei hat er noch mit einem versuchten Kunstbetrug zu tun – alles virtuos verwebt. Absolut empfehlenswert!

Morpheus – Jiliane Hoffman

Cupido war ja wirklich als Thriller nicht zu verachten und sehr gut gemacht. Morpheus, der Nachfolger hat es also naturgemäß schwer. Trotzdem, es war spannend, die Auflösung kam erst recht spät und mir gefiel das Ende richtig gut. Etwas nervig waren die ganzen Beschreibungen der Spezial-Einheiten und wie die einzelnen zusammenarbeiten: da hab ich sicherlich nicht alles ganz richtig mitbekommen. Aber ansonsten – wirklich gut.

Der goldene Kompass (1-3) – Philipp Pullmann

Die letzten Tage habe ich „Der goldene Kompass“ von Philipp Pullmann gelesen und jetzt sitze ich an den letzten etwa 100 Seiten vom zweiten Teil „Das magische Messer“. Jetzt wo der Film anläuft wollte ich die Bücher unbedingt vorher gelesen haben :)

Der erste Teil ist sehr spannend, allerdings bin ich jetzt beim zweiten nochmal ganz anders begeistert, es kommt mir fast wie zwei unabhängige Bücher vor. Mir gefallen die Namen und die vielen Einfälle, hier gibt es meiner Meinung nach keinen natürlichen Spannungsbogen sondern ständig eine Kehrtwendung, unterschiedliche Perspektiven, so das man nie weiss was auf der nächsten Seite kommt. Das empfinde ich als sehr ungewöhnlich.

Ich hatte angenommen, mehr einem Kinderbuch zu begegnen, jetzt würde ich es aber erst ab 12 empfehlen, fast schon 13. Es sterben doch einige Personen (und das fast „undramatisch“) und die Beschreibung von Soldatenheeren mit Maschinengewehren die auf einen Trupp Kinder zielen – also für einen 10jährigen finde ich das viel…Zudem gibt es ja auch noch einen politischen und naturwissenschaftlichen roten Faden den ich als Erwachsene schon nicht sofort verstehe – ich fände das etwas viel. Bei HP z.B. habe ich das Gefühl man wird langsam herangeführt an alles, hat Zeit sich zu gewöhnen, hier wird man direkt reingeworfen.

Trotzdem, es sind spannende, ungewöhnliche Bücher. Denke den dritten Teil werde ich heute noch beginnen..heute Abend geht es ins Kino … denke aber man kann das filmisch sehr schwer umsetzen, die Charaktere – ja, die sind sehr gut dazu geeignet, aber die vielen einzelnen Stränge der Handlung…das stelle ich mir schwer vor…[…]
Habe die Trilogie „Der goldene Kompass“ jetzt durch und bin ganz klar der Meinung: Der erste Band ist ganz schön, fast eine eigene Geschichte. Der zweite Band ist total klasse, sehr spannend und gefällt mir richtig gut. Mit dem dritten habe ich mich trotz Spannung recht schwer getan – die Verwicklungen kirchlich/politisch waren zwar abzusehen, aber irgendwie waren da plötzlich soviele „Baustellen“ an Leuten/Völkern/Meinungen – etwas zu viel des Guten. Zumal der Autor manchmal einfach Wendungen benutzt wo ich mir denke „Okay, das ist jetzt wieder Kinderbuch“ und dann wieder was total heftiges passiert. Das ist einfach ein Stilbruch. Aber es gibt auch viele sehr schöne Szenen, Dr. Malone gefällt mir ziemlich gut z.B.

Ps: Vom Film war ich mehr als enttäuscht…

Hard-Boiled Wonderland und das Ende der Welt – Haruki Murakami

Bin sehr gespannt, hab ja verdammt hohe Ansprüche, so als Murakami-Fan. Es gab Bücher von ihm die mich sofort in ihren Bann gezogen haben – hier ging es mir bisher nicht so. Trotzdem hat es was. Einige Feinheiten erkennt man sofort wieder, Motive die sich in späteren Büchern wiederholen. Mhmm. Ich bin wirklich SEHR gespannt wie es weitergeht. […]

Heute morgen, noch beim Haareföhnen die letzten 10 Seiten fertiggelesen – sonst hätte ich nicht zur Arbeit fahren können . Tja, schwierig. Einerseits – grandios komponiert, wie sich die 2 Welten am Ende „mischen“, das ist wirklich super gut gemacht. Ich war jedenfalls bis zum Ende gespannt, gebe aber auch zu das ich, wenn ich in einer Geschichte drinstecke, selten herumgrüble wie es ausgeht, ich will es ja garnicht vorher wissen . Murakami ist wirklich schwierig, für jeden Menschen würde ich jeweils einen anderen empfehlen, es kommt ganz darauf an, was man erwartet. Dieser hier zählt nun nicht zu meinen Lieblingen, weil ich mich sehr wenig selbst damit identifizieren kann. Andererseits hat er so schräge Einfälle, so schöne Szenen und eine bildhafte Sprache, das ich das Buch auch nicht wirklich „nicht gut“ finden kann. Bizarr ^^

Cupido – Jiliane Hoffman

Mein erster echter Thriller glaub ich, ein echtes Experiment ;-) Also spannend wars, packend auch, ich hab eindeutig mehr Geräusche als sonst bedrohlich gefunden und konnte gestern abend nicht schlafen bis ich nicht die letzten 90 Seiten durchhatte.Etwas brutal zwar aber ab und an kann ich das ab. Heute dann gleich den zweiten Band auf tauschticket ertauscht – ich will noch mehr davon :) Ich denke, das hat geklappt mit dem Experiment…

Highschool der Vampire – Douglas Rees

N richtig nettes, cooles Jugendbuch, kein Riesen-Schmöker. Wär auch glaub ich was für Jugendliche die sonst nicht soviel lesen, angeblich werden die ja immer durch so extrem dicke Bücher abgeschreckt ^^ Momentan hab ich es eh mit Vampiren und die Geschichte hier hat einen ungewöhnlichen Held, für den der Schulwechsel aufgrund schlechter Noten zu mehr als einem Erlebnis wird – er scheint unter lauter Vampiren zu sein…Einziges Manko: Zu kurz!

Emma – Jane Austen

Auch dieses Buch ist nun durch und ich kann es einfach nur mit „Herrlich“ beantworten. Keine Ahnung in welches Genre ich es im Endeffekt einordnen würde, aber mir hats großen Spaß gemacht, grade bei dem miesen Wetter draussen. Hach, damals war vieles noch so anders und doch wieder so gleich… Hab mir auch grade die DVD ertauscht! Emma kuppelt und lacht sich durch den Roman, immer darauf befdacht, alle glücklich zu machen – ihr eigenes Glück übersieht sie dabei völlig…für mich mein Jane Austen Liebling!

Brief an D. – Andrè Gorz

Ein Buch das man irgendwie mit „Fast ganz die Deine“ von Sauvageot vergleichen möchte. Sehr kurz, eine Art Liebensbrief und Entschuldigung von Gorz an seine Frau Dorine. Geschrieben als diese sehr krank wurde, ohne Aussicht auf Heilung. Hat ganz wunderbare Aussagen über die Liebe, leider schweift er an 1, 2 Stellen zu sehr in die Beschreibung seiner Arbeit ab und wirkt ein wenig arg selbstverliebt… Der Autor nahm sich zusammen mit seiner Frau 2007 im September das Leben, war ihm ein Leben ohne seine Frau zu unerträglich…da schluckt man schonmal..:-(