Toller Stil, es liest sich einfach total gut. Von der Geschichte her – ziemlich abgedreht, niemand ist wirklich böse aber niemand ist auch wirklich gut. Die 4 Kinder um die es sich dreht wirken teilweise unter Schock, aber auch schon ihrer „Zeit voraus“. McEwan kann einfach völlig seltsame Situationen so beschreiben, als würden sie jeden Tag, in deiner Nachbarschaft passieren können. Und das ist für mich die ganz große Erzählkunst.
Autor: Sarah
Von der Schönheit – Zadie Smith
Puh, schwierig. Einerseits hat mich das ganze Buch sehr angesprochen. Es waren einige tolle Dialoge drin, eine gut gestrickte Familiengeschichte (bzw. die Geschichte zweier rivalisierender Familien..), wo jeder mal „zu Wort“ kam, mit Witz, Biss und schönster Ironie. Und doch fand ich den Stil nicht unanstrengend, hab ein bisschen damit gekämpft. Trotzdem alles drin, was man so „braucht“ Liebe, Intrige, Identitätsfindung, Spannung, Geheimnis … mhm. Keine totale Empfehlung von mir, aber ich habs auch nicht ungern gelesen ;-) Gibt so Bücher ^^
Ein todsicherer Job – Christopher Moore
Gut! Gut! Gut! Da waren die Vorschusslorbeeren nicht zuviel: hier hab ich richtig viel gelacht und meinem Freund draus vorgelesen: soviele schöne, skurril-lustige Ideen und Figuren. Charlie steht nach dem Tod seiner Frau nicht nur mit seiner neugeborenen Tochter Sophie alleine da. Nein, er hat auch noch einen neuen Job: Seelen sammeln. Nur ist das nicht ganz so einfach – und so richtig Lust hat er auf den Job auch nicht…egal, er wird mitgerissen und gerät in einen Strudel voller schräger Gestalten, sterbenden Haustieren, Höllenhunden, seltsamen Wesen aus der Kanalisation und, und, und. Vorallem die liebevoll ausstaffierten Nebenfiguren (Lily, seine Gothic-Ladenaushilfe und seine lesbische Schwester die ständig seine Anzüge klaut) fand ich echt klasse.
Mehr, Moore, MEHR!
Wer anders liebt – Karin Fossum
Der neue Krimi von Frau Fossum. Was ich an ihr mag ist das sie sehr „klare“ Bilder schafft, ihre Charaktere habe ich gleich zu Anfang immer sehr genau im Kopf. Ist viell. nichts für Leute die „mitermitteln“ wollen – Fossum macht wenig Geheimnis und setzt ihre Stärken darin ein, zu ermitteln WIE und WARUM es passiert. Mich hat das Buch sehr angesprochen, es behandelt einen sehr sensiblen Zweig in Sachen Kindesmißhandlung, der auch von den Ermittlern durchaus kontrovers diskutiert wird. Da kann man auch nach dem Krimi nochmal drüber nachdenken….
Schmettering und Taucherglocke – Jean-Dominique Bauby
Wurde 2008 verfilmt, das Buch gibt es ja schon seit rund 10 Jahren. Die Besonderheit besteht darin, das es vom Autor mit einem speziellen Alphabet diktiert wurde – mit der Wimper. Der Autor leidet an dem Locked-In-Syndrom und kann nur durch diese Bewegung mit der Aussenwelt kommunizieren. Es gab einige schöne Stellen, abgesehen davon das ich einen Mordsrespekt vor dieser Leistung habe, insgesamt hat mich das Buch aber vom Inhalt her nicht sehr angesprochen – leider.
Eine Klasse für sich – Curtis Sittenfeld
Liest sich super „runter“, hatte ich in kürzester Zeit durch, obwohl es nicht ganz dünn ist. Erzählt den Alltag an einer Elite-Highschool in Boston, erzählt von einer Aussenseiterin, die vielleicht nicht mal ganz unschuldig daran ist, das sie dazu wird. Die ganze Atmosphäre dieser Schule (über Geld wird nicht gesprochen, aber man kann es überall sehen…etc.) und auch die Handlungsweise des Mädchens kommen gut rüber, eine Geschichte in der man sich fest liest.
Perlmanns Schweigen – Pascal Mercier
Puh, „Perlmanns Schweigen“Â ist mit 637 Seiten nicht grade kurz geraten. Und es ist auch kein Buch das ich jederzeit zur Hand nehmen kann. Es ist von allem ein bisschen: Selbstfindungsroman, Krimi, philosophisch-sprachwissenschaftlich … grade das hat es mir manchmal etwas schwer gemacht, ich denke ich habe nicht alles immer verstanden, was dort behandelt wurde.
Perlmann ist Sprachwissenschaftler, allerdings schon länger nicht mehr innerlich „voll bei der Sache“. Bei einem Kongress den er an sich leitet, entgleitet ihm die Situation nach und nach und bringt ihn an moralische und physische Grenzen…
Spannend ist es trotz sehr großer „Langsamkeit“ auf jedenfall, auch wenn die anderen Charaktere sich innerhalb der Zeit kaum entwickeln, hat man die Szenerie und die einzelnen anderen Teilnehmer dieses „Kongresses“ direkt vor Augen. Man braucht ein bisschen Geduld, aber die hat sich für mich trotzdem gelohnt.
Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede – Haruki Murakami
Tja. Vom Stil her meiner Meinung nach ganz anders, es ist ja auch klar kein Roman. Er beschreibt das zwischendurch ganz gut: „Memoiren“ will er nicht schreiben, nicht so ein großes Aufheben um seine Person. Aber das Laufen, das gehört einfach seit vielen Jahren zu ihm und wenn er von sich erzählt, kann er das gar nicht weglassen. Also hat er das Laufen zum Aufhänger gemacht.
Ich wollte mir die Hälfte der Zeit immer Sätze anstreichen, weil mich viele seiner Gedanken angesprochen haben. Man kann es nicht wirklich „runterlesen“, es ist nicht rund, aber deshalb gefällt es mir auch so gut. Ich hatte an einigen Stellen das Gefühl, obwohl er über Laufen & Schreiben schreibt, gibt es auch in diesen Bereichen Dinge die er nicht erklären kann. Dinge die er hinnimmt, obwohl er nicht weiß warum sie passieren. (Eine Thematik die ich, wenn ich drüber nachdenke, in seinen Romanen auch wiederfinde..) Das hat mich auf gewisse Weise beeindruckt, das es eben das vollkommene Wissen über etwas nie gibt und das er das offen zugibt, statt so zu tun als wäre das was er lebt, der heilige Gral.
Insgesamt – sehr persönlich, richtig gut und eben – Murakami!
Informationen zu Touren und anderen Einzelteilen – Wir sind Helden
Pflichtlektüre, steht auch was über das OPEN FLAIR drin wo ich im strömenden Regen im Konzert stand – hach! Mag die Helden und das Buch ist toll aufgemacht, ich werd damit viel Spaß haben glaub ich […]
Das Buch war super!!! Hatte vorher etwas Bedenken, aber es war klasse. Kurzweilig, es kam sehr viel Atmosphäre rüber, es ist top gestaltet, einige ganz schöne Fotos und viel Aufschlüsselungen über Videos, Konzerte, Songs .. super! Hat mir wieder richtig Lust auf diese Band gemacht, werd nun einen Abend mit den Helden-Songs einlegen. Für Fans – wirklich ein Muß! Für alle die die Helden noch nicht kennen – dann erst recht!
Lange Zähne – Christopher Moore
Kein Buch bei dem ich die ganze Zeit gelacht habe, nein, aber ich habe die kuriosen Einfälle bewundert beim Lesen. Was zum Weglesen, schräg und mit einigen sehr schönen Einfällen rund um Vampire. Mir hats gefallen, ich fands halt nur nicht „zum Brüllen komisch“ sondern eher die ganze Geschichte an sich, gut, sicher und mit Tempo erzählt.