Stille in Montparnasse – Ariel Denis

Mhm, schwer zu sagen. Es ist ein Monolog, um Musik, die großen Themen des Lebens, eine Hommage an einer verstorbenen Freund, ein wenig Schrulligkeit…was mir sehr gut gefällt ist, wenn der Erzähler sich so in sein Erzählen hineinsteigert, immer „schneller“ wird. Andere Passagen sind eher zähflüssig, nicht für „Publikum“ geschrieben. Es ist kein sehr langes Buch und es hat irgendwie was – aber es ist nichts für „mal eben“.

Ghetto Kidz – Morton Rhue

Der Mann hat es einfach drauf. Erschreckend, gut geschrieben, sehr eindringlich. Und man „wacht“ aus diesem Buch auf und denkt: „Das ist keine Fiktion, so ähnlich passiert das Tag für Tag für Tag…“. Macht sehr, sehr nachdenklich das Buch. Es beschreibt den „Werdegang“ von Kalon, der in einem Ghetto aufwächst – hat er überhaupt eine Chance?

Ich hab dich im Gefühl – Cecilia Ahern

Nachdem meine Statistik ja so aussah: Buch 1/2 richtig toll, Buch 3 Absturz, 4 wieder etwas besser ist Buch 5 nun ja…Mir gefiel die Idee, die war teilweise richtig gut umgesetzt (bestimmt prima verfilmbar..). Aber irgendwie – sie kommt nicht mehr darein, ihre Charaktere glaubhaft zu machen. Es bleibt alles sehr flach, leider, aber immerhin war die Geschichte etwas besser. Dadurch das die Protagonistin viel Zeit mit ihrem alten Vater verbringt, bekommt das Buch aber wenigstens ein paar wunderschöne kleine Szenen (u.a. als der Vater in eine Aufführung das Bild der verstorbenen Mutter aufstellt, damit sie zusieht…) das war scho schee. Lustigerweise haben mich einige Nebenfiguren fast mehr überzeugt, als es die Hauptfiguren taten.
Es ist okay, aber wirklich kein absolutes Muss.

Das Siegel der Tage von Isabel Allende

Mein erstes Buch von ihr, die Leseprobe hatte mich so angesprochen, das ich mir das Leseexemplar gesichert habe. Eine bunte, rasante Familien-Clan Geschichte, sehr liebevoll und mit Charme erzählt, ohne drumherum zu reden aber doch mit „Takt“, ohne jemand bloßzustellen. Obwohl Allende eigentlich über ihre Familie schreibt, liest man doch auch sehr viel über sie heraus. Ich fands wirklich richtig toll, einige Passagen haben mich einfach unheimlich mitgerissen. Richtig, richtig gut!

Mädchenmörder – Thea Dorn

Heftig, Heftig und nochmal Heftig. Aber gut, so gut. Der Titel sagt ja schon einiges, ich möchte auch an sich nichts zum Inhalt sagen, sonst geht die Spannung flöten. Thea Dorn schafft es mit Andeutungen, ohne groß ins Detail gehen zu müssen, sehr krasse Geschehnisse zu beschreiben. Ich fand es wirklich ziemlich hart – aber auch unheimlich spannend (in jedem von uns steckt ja doch die Neugier..). Nichts für Zartbesaitete, ansonsten aber Empfehlung!

Philippa und die Wunschfee – Liz Kessler

Süss! Liz Kessler hat schon die 3 Bücher um „Emily“ geschrieben, die bei den Mädchen zwischen 10-12 echte Renner sind. Hier geht es nun um Philippa, die aufgrund des Umzugs ihrer besten Freundin totunglücklich ist – und deshalb eine gute Fee zugeteilt bekommt. Leider ist es nicht wie im Märchen – auch gute Feen sind zickig und haben ihre ganz eigene Ansicht wie der „Auftrag“ ausgeführt werden kann. Ein schönes, wirklich liebes Kinderbuch um Selbstvertrauen, Freundschaft, sich nicht alles gefallen lassen – wirklich ein schöner Wurf. Äusserst hübsch aufgemacht, ein schönes Kinderbuch für das Alter 10-12 zum Verschenken!