Jette – Peter Härtling

Ein Buch das ich als Kind schon kannte und nun nochmal gekauft habe. Einerseits wunderschön aber auch trotzigtraurig. Jette ist ein kleines Mädchen das sich mit dem alten Buchhändler Topf anfreundet. Gemeinsam erkunden sie Bücher und Geschichten und alles könnte so schön sein – würden die Leute nicht anfangen zu reden…

Hat mich jetzt, locker 12 Jahre später genau berührt wie als Kind. Ganz großartig!

Emily sein oder nicht sein – Anne Donovan

Irgendwie hatte ich was ganz anderes erwartet, weniger Drama, mehr Jugendroman. Ich kann das Buch ganz schwer fassen – ich hab es gerne gelesen, fand die Story an sich gut, aber manchmal dachte ich auch nur noch – wo führt das nochmal hin? Ein bisschen ist sicher der etwas anderslautende Klappentext schuld…Fazit: Ich fands gut, find es aber schwer zu empfehlen…

Die fünfte Frau – Henning Mankell

Blieb sehr lange schwer zu fassen, wie und worum es „eigentlich“ geht. Grade deswegen aber auch mal wieder bis zum Schluss spannend und grade zum Schluss hin erschreckend. Wer diesen Mankell gelesen hat weiss sicherlich auch was ich meine. Es ist insgesamt ziemlich brutal und es passieren einige heftige Ereignisse und ja…es nimmt einen ganz schön mit, finde ich…

Wer die Nachtigall stört – Harper Lee

Auszug aus meinem Lesekreis: Achtung, kleine SPOILER!

Ich freue mich wirklich, das wir diesmal einen „Klassiker“ gelesen haben. Bei uns wird das Buch durchaus häufiger mal auf englisch als Klassenlektüre bestellt und ich werde es jetzt auch zu genau diesem Zweck wärmstens empfehlen.

Der Stil hat mir total gut gefallen, einerseits die leicht naive und doch sehr treffende Erzählung von Scout und doch waren die Kommentare und Gespräche der Erwachsenen so wiedergegeben das man sehr viel zwischen den Zeilen lesen konnte. Ich fand das Buch las sich grade deswegen, weil es ein Kind erzählt so besonders gut.

Die Geschichte, die zunächst ein bisschen wie ein loses Gefüge aus mehreren Ereignissen daherkommt, verdichtet sich immer mehr. Grade Jems Verhalten wird durch nur kurze Andeutungen oder auch sein Schweigen gegenüber Scout viel besser beschrieben als das es viele Worte tun würden. Atticus ist eine Figur die mir persönlich als Vaterfigur sehr gefallen hat. Auf der einen Seite haben wir das Aufwachsen und auch „Erwachsenwerden“ von Jem, auf der anderen Seite auch Scout die noch nicht alles versteht und doch teilweise mehr als soviele „schlaue“ Erwachsene. Ich fand die Geschichte bis zum Schluss unheimlich spannend, die Gerichtsverhandlung, auch wenn „eigentlich“ klar ist wie es ausgehen wird – total großartig geschildert.

Das Buch wirft sehr viele moralische und ethische Fragen auf, Wie hätten wir damals, in dieser Welt gehandelt? Und wie man an den Geschenken sieht die Atticus nach der Verhandlung bekommt, sieht man, das auch das Dorf sich ganz und garnicht sicher ist, ob seiner Weltanschauung. Auch heute noch gibt es solche Ungerechtigkeiten – haben wir den Schneid dazu, zu unseren Überzeugungen zu stehen? Machen unsere Gerichte wirklich alle Menschen gleich? Sind wir heutzutage frei von Vorurteilen?

Ich behaupte – nein. Wir werden alle, immer daran arbeiten müssen, immer auch gegen wiederkehrende Vorurteile ankämpfen müssen.

Als Resumee: Ein Buch das bleibt, das man trotz des ernsten Inhalts gerne liest und das fesselt. Absolut empfehlenswert!

Brief an den Vater – Franz Kafka

Grandios, Grandios, ich bin wirklich und ehrlich angetan. Wie schneidend und doch so ja…harmlos Kafka schreibt, wie genau er die Beziehung zu seinem Vater seziert und doch immer…ja..Haltung bewahrt irgendwie. Sehr beeindruckend, hat mir gut gefallen. Wollte bevor ich nach Prag fahre etwas von Kafka lesen und werde definitv den Band Erzählungen den ich gekauft habe auch so nach und nach verschlingen.

Die falsche Fährte – Henning Mankell

Joah, doch…;-) Schön fand ich hier vorallem, wie nach und nach neue Personen rund um Wallanders Team eingeführt werden. Der Fall an sich lag ja relativ klar ersichtlich vor einem, mir fehlte so etwas dieser Spannungseffekt, aber langweilig war es dank des ungewöhnlichen Falls ja trotzdem nicht…hatte leider ne superlange Woche, worunter das Buch etwas zu leiden hatte, immer nur Häppchen gelesen.

Die Mission der Isabel Goméz – Julia Alvarez

Das Buch hab ich mir eigentlich nur zugelegt, weil eine Freundin mir die Autorin so ans Herz legte und ich die ersten 2 Seiten sehr ansprechend fand. Das ist so eine kleine „Entdeckung“ gewesen, das Buch hatte ich in kürzester Zeit durch und hab es genossen. Es verwebt geschickt das Leben der Schriftstellerin Alma mit dem ihrer Romanfigur Isabel (die auf einer geschichtlichen Überlieferung basiert). Beide Frauen kämpfen auf ihre Art gegen ein gefährliches Virus….beide Erzählstränge sind spannend und auf ganz eigene Art faszinierend, es liest sich einfach total gut. Ich mag historische Bücher eher weniger, aber hier, mit diesem Mixwar ich sehr zufrieden. Fand ich wirklich ein richtig schönes, tolles Schmökerbuch!