Wieder eine wunderschöne Entdeckung aus dem ersten Programm des Königskinder Verlages, der mit bei diesen Titeln eine ganz hohe Trefferquote bei mir landete. Sensibel erzählt, eine traurige und doch mutmachende Geschichte über den Verlust von Familie und das Wiederfinden von Heimat und Geborgenheit.
Bonsai – Alejandro Zambra
Auf dieses schmale Bändchen wurden ja geradezu Hymnen gesungen. Was für eine Liebesgeschichte! Und mein Eindruck? Ich war enttäuscht! Offensichtlich ging der Zauber des Buches komplett an mir vorbei, was vielleicht auch an der sehr zur Schau gestellten sprachlichen Derbheit im vorderen Drittel lag. Das zarte Pflänzchen, welches heraufbeschworen wird, ob das nun Liebe ist oder der namensgebende Bonsai, hat für mich gar keine Chance gehabt, heranzuwachsen…
Macht, was ihr liebt – Anja Förster/Peter Kreuz
Ein Feuerwerk an Ideen, Inspiration und Motivation! Die Autoren wollen Energien freisetzen, zum kreativen Denken anregen und vorallem die Leser in ihrer täglichen Arbeit dazu bringen, aus gewohnten Denkmustern auszubrechen. Ein tolles Buch für einen (beruflichen) Neuanfang, für den Abiturienten, dem die Welt offen steht oder denjenigen, der seine Zeit, sein Wissen und seine Leidenschaft für das einsetzen will, was er liebt! Yeah!
Sehr geehrter Herr M. – Herman Koch
Ein etwas kantigeres Werk von Koch, welches durch die Perspektivwechsel nicht einfach zu lesen ist. Länger irrt der Leser ein wenig im Roman herum, weiss nicht recht, in welche Richtung er gehen wird. Gibt man dem Buch allerdings eine Chance, so entspinnt sich eine Geschichte, die langsam und unaufhaltsam auf die Katastrophe hinsteuert – perfide, böse und mal wieder eine Herausforderung an unsere Vorstellung von Moral und Ethik.
Funklerwald – Sabine Taschinski
Eigentlich muss man zu meinen beiden Kolleginnen und mir in den Buchladen kommen, wenn man eine Empfehlung zu Funklerwald bekommen möchte. Eine fängt an zu erzählen, die nächste stimmt in den schwärmerischen Chor ein und am Ende machen wir zu dritt diverse Tierstimmen des Hörbuches nach ;-) . Dieses Kinderbuch punktet mit liebevollen Illustrationen und einer klassischen Abenteuergeschichte. Das Hörbuch ist kongenial eingelesen – definitiv ein ganz großer Tipp im Kinderbuch!
Gold in den Straßen – Lilian Loke
Zur Abwechslung mal ein Großstadtroman in „meiner“ Großstadt oder zumindest meiner Geburtsstadt. Es hat schon was, viele der Straßen und Orte zu kennen. Mit einem guten Blick auf die Sorgen und Nöte ihres Protagonisten entwirft Loke hier einen Roman, der mich wirklich angesprochen hat – interessante Thematik, Familie, Karriere – spannend zu lesen und unterhaltsam.
Kirschen im Schnee – Kat Yeh
Ach! Was war das für ein FABELHAFTES Jugendbuch. Lange habe ich keines mehr gelesen, was mich so glücklich gemacht hat. Eine zu Herzen gehende Geschichte garniert mit leckeren, liebevollen Rezepten. Wendungen mit denen der Leser so nicht rechnet und über all dem dieses Funkeln, was nur die speziellen Bücher haben. Ich liebe es, wenn ein Buch in der Lage ist, mich zu überraschen und glücklich zu machen. Hach!
Neun Erzählungen – J.D. Salinger
Salinger entwirft mit wenigen Federstrichen große und kleine Szenarien und schafft Personen und Ereignisse, die sich im Leser festsetzen und ihn fortan begleiten (ich denke nach Wochen noch über „Ein guter Tag für Bananenfisch“ nach!) . Meine dringende Empfehlung also: Lest Salinger!
Die Doors und Dostojewski – Susan Sontag
Heute geht ein großes Lob an Karla von der Buchkolumne. Ohne sie wäre ich nämlich nicht zu diesem Buch gekommen. Von alleine hätte ich wohl kaum zu Susan Sontag gegriffen, deren Name mir zwar bekannt ist, die ich mir aber „nicht zugetraut“ habe. Und dann dieser Interview-Band: eine kleine Offenbarung. Was für eine kluge, gewitzte und vielschichtige Frau! Der Titel sagt es eigentlich: „The Doors und Dostojewski“. Mein Mann sagte vor dem Traualtar zu mir, ich sei die einzige Frau, die er kenne, die Literatur und Popkultur gleichermaßen in sich vereint. Dieses Interview (neben einigen anderen AHA-Momenten) hat mich auch darin wieder bestärkt…ich werde dazu ganz sicher noch einen kleinen Artikel schreiben. Bis dahin: lest dieses wunderbare Buch!
Umweg nach Hause – Jonathan Evison
Endlich mal wieder ein Roadmovie, der mir richtig gut gefallen hat. Evison hat ein Händchen für sympathische Charaktere und einen Schuss Tragik – nie kitschig, ehrlich und geradeheraus.