Nach dem ersten Teil der Trilogie erwartete ich hier einiges und wurde auch nicht enttäuscht. Wieder mal herrlich böse, ironisch & sarkastisch, ich habe so viel gelacht (und erntete damit immer mal Verwunderung meiner Familie ). Im Gegensatz zum ersten Teil wo es größtenteils um den Dschinn Bartimäus und seinen „Meister“ geht erfährt man hier mehr Hintergründe, es kommen auch andere Personen mehr zu Wort. Aber das tut dem Buch keinen Abbruch, es entwickelt sich dadurch eher weiter! Absolute Empfehlung!
Lila, Lila – Martin Suter
„Lila, Lila“Â hat mich ziemlich begeistert. Nachdem ich den Anfang ein klitzekleines bisschen holprig fand, kam man schnell rein und die Geschichte ist so schön gesponnen (und die Intrige erst..), die Figuren wirken authentisch und natürlich finde ich die Anspielungen auf Literatur, Bücher und den ganzen Betrieb rund um Verlage & Buchhandlungen noch mal so schön. Wirklich ein sehr gelungenes Buch! Werde sicherlich noch mehr von Suter lesen!
Tanz mit dem Schafsmann – Haruki Murakami
Nun; er lächelte mich grade so aus dem Bücherregal an: Der vorletzte Roman von ihm den ich noch nicht kenne – schon seit Monaten aufgespart. Heute ist er dran
„Tanz mit dem Schafsmann“ fand ich wieder einen gelungenen Murakami, am besten beschreibt es sich sicherlich so: Als Fortsetzung von „Wilde Schafsjagd“ absolut gelungen, passt und ist eine willkommene Abschlusssache, als Einzeltitel, ohne „Wilde Schafsjagd“ zu kennen ist es ein „schwieriger“ Einstieg, sollte man Murakami noch nicht kennen.
Lea – Pascal Mercier
Nun starte ich den Versuch mit „Lea“. Ich hab mich mal darauf eingestellt das es nicht wie der Nachtzug sein wird, mal gucken. Eine Buchhändlerkollegin hat es mir heiss und innig empfohlen, dann wollen wir dochmal gucken…
Bin grade durch (konnte kaum aufhören…) und bin wirklich ehrlich sehr zufrieden. Es ist anders als der Nachtzug aber zugleich doch sehr ähnlich. Etwas minimalistischer würde ich fast sagen, hat ja quasi nur die Hälfte der Seiten im Gegensatz zum Nachtzug. Aber ich glaube, anders hätte es auch nicht so „überzeugend“ auf mich gewirkt. Es hat mich schon mitgenommen, es war nicht so das ich mich mit den Personen identifizieren konnte, aber mitgelitten habe. Ziemlich arg. Mercier kann Menschen echt sehr..genau…mit ihren Abgründen beschreiben.
Tausend strahlende Sonnen – Khaled Hosseini
Nun konnt ich ja doch nich aufhören bevors zuende war…spricht schonmal dafür. Also: tolles Buch, musste wieder ein paarmal echt hart schlucken weils mir doch an die Nieren ging. Ich bewundere Hosseini dafür das er es schafft die Charaktere (die ja diesmal zum großen Teil weiblich sind) so gut zu beschreiben das man richtig „mitfühlt“. Die Geschichte war auch gut erzählt, ein sehr gut gemachter Spannungsbogen. Grade als das Buch in der „jetzigen“ Zeit ankommt habe ich nochmal quasi aufgehorcht – das kannte ich ja alles schon, von unserer Warte aus.
Also – ein wirklich absolut lesenswertes, tolles, gut geschriebenes Buch – aber der Drachenläufer bleibt mein Liebling – die Geschichte ist einfach verdammt gut.
Love is a Mix Tape – Rob Sheffield
Wunderschön! Ich hätte es nicht erwartet aber ich musste doch ein bisschen heulen. Nicht nur das ich doch einiges an Musik kannte (bei dem Titel kann man sich ja denken das es viel um Musik geht ^^) auch die Empfindungen die er beim Hören hat, die Erinnerungen die er damit verbindet – irre. Musste gleich ein paar Platten aus dem Schrank holen und auflegen die vorkamen. Sehr intensiv. Es erzählt die (wahre!) Geschichte von Rob der seine Frau Reneé nach nur 5 Jahren Ehe durch eine Lungenembolie von heute auf morgen verliert. Er erzählt das ganze mit einer Intensivität und einer Art – ich hätte diese Reneé wirklich gerne gekannt. Das Buch ist recht ungewöhnlich in seiner Erzählweise, hat aber definitiv was poetisches und ist einfach tootal schön!
Wohin du auch gehst – Benjamin Prüfer
NEON-Leser können vielleicht mit dem Namen was anfangen. Ein junger Mann der auf einer Asienreise ein Mädchen kennenlernt, namens Syreko. Allerdings steht diese Beziehung unter keinem guten Stern – sie arbeitet als Prostituierte und hat eine recht heftige Krankheit – trotzdem sind die beiden seit 3 Jahren zusammen und haben nun auch geheiratet. Nachdem er seine Geschichte in NEON erzählte gabs ziemlich viele Leserbriefe dazu, eine Fortsetzung und nun gibt es ein Buch. Da mir sein Stil schon in den Artikeln gefiel, lese ich nun das Buch! […]
Das war richtig gut. Er schafft es, das was im Artikel zu kurz kam, tlw. etwas fragmentemässig rüberkam hier so zu schildern das man das Gefühl hat die Geschichte „komplett“ zu haben, ein bisschen hinter die Fassade zu gucken. Er ist sehr ehrlich, schreibt auch über unangenehme Dinge, das gefällt mir gut. Habe mich zu keiner Zeit gelangweilt und finde es ein sehr interessantes Dokument einer Liebe – die wirklich nicht grade einfach ist. Lesenswert!
Der Schrecksenmeister – Walter Moers
Nun (ich hab ja nun Urlaub auch wenn ich bisher mehr zu tun hab als an Arbeitstagen) fange ich endlich mit dem „Bücher für den Urlaub“-Stapel an und lese „Der Schrecksenmeister“. Bin auf S. 70 und finds wirklich mal wieder klasse, allerdings ein etwas anderer Stil als bisher – macht aber nicht viel, ich finde alle Zamonienromane haben so ihr ganz eigenes Ding. Bin gespannt und werde danach auch die Vorlage von Gottfried Keller lesen, liegt schon bereit : Spiegel das Kätzchen. […]
Nun ist er durch – das ging gut an einem faulen Sonntag :) Es ist mal wieder ein toller Zamonienroman, dadurch das er aber auf eine Novelle von Keller beruht unterscheidet er sich doch etwas von den bisherigen Zamoniensachen. Trotz das
die Geschichte manchmal etwas holpert, es sind wieder massenhaft Anspielungen auf andere Werke drin, auf Literatur, Motive wiederholen sich – man hat schon seine Freude dran! Würde es nicht als Einsteiger-Moers empfehlen, aber wenn man dann den
Blaubär, Rumo und die Stadt der träumenden Bücher kennt, dann kann man diesen Moers auch geniessen.
Bartimäus: Das Amulett von Samarkand – Jonathan Stroud
Spitze ;-) Für jeden Fantasyfan der es lieber ein bisschen ironisch, böse und ungewöhnlich mag – bitte sehr! Es erinnert mich an viele Romane, hier ist sehr kunstvoll überall mal etwas übernommen worden, aber es stört mich nicht. Trotz allem eine sehr kunstvolle Magierwelt und die Dämonen/Dschinn Welt finde ich einfach nur klasse . Das Bartimäus eben eher garstig, eingebildet und fies ist fand ich sehr erfrischend….und erst die ganzen Fußnoten, ich habe so gelacht zum Teil! Allerdings kein Kinderbuch, würde es eher als Jugendbuch so ab 13/14 einstufen.
Kosmonauten auf der Astrobahn – Julio Cortazár
DAS ist das skurrilste was ich seit langem gelesen habe. 2 Menschen entschliessen sich eine Expedition zu starten – von Paris nach Marseille. Bis dahin nichts aufregendes. Allerdings gibt es Regeln und zwar das sie auf dieser Reise jeweils pro Tag auf 2 Rastplätzen halten müssen, auf dem einen übernachten. Und so ist dieses Buch ein Bericht von Rastplätzen, den kleinen Schönheiten der Autobahn, skurrilen Ereignissen auf der Reise, Verfolgungswahn der beiden ;)Â Ausserdem mit Fotos und Zeichnungen angereichert. Das Buch ist auf jeden Fall sehr ungewöhnlich, wenn auch manchmal etwas spröde (die Frühstücksbeschreibungen sind manchmal nicht soo spannend ^^) aber irgendwie liest man es doch gern, weil es eben interessiert, wie es den beiden und ihrem roten VW-Bus (genannt Fafnir) ergeht.