Es reicht eigentlich völlig aus, wenn ich mich wiederhole und sage: Urlaub. Zeit. Ruhe. Murakami und ich, in einem Zimmer, eintauchen in seine Kurzgeschichten. Sie haben sich über die Jahre verändert, aber nicht zum Negativen. Sie sind dichter geworden, er probiert auch ein wenig mehr aus, geht neue Wege. Und doch sind diese Geschichten wie das Treffen von alten Bekannten. Ich bin verzaubert. Verliebt. Das wird sich nicht mehr ändern, in diesem Leben.
Kategorie: M
Since you’ve been gone – Morgan Matson
Wieder eine typische Morgan Matson – mit Leichtigkeit geschrieben und doch fühlt sie sich tief ein in das Leben eines jungen Mädchens, das seine beste Freundin von einem auf den anderen Tag verliert. Ihre Figuren entwickeln sich und man lebt ihre Enttäuschungen, ihre Verliebtheit und auch ihre Erkenntnisse einfach mit. Und für mich ein schönes Detail ihrer Bücher – hier findet sich wieder Musik in Form von Playlists – etwas, was mich jedesmal in Büchern erfreut.
Das Haus der vergessenen Bücher – Christopher Morley
Für alle Büchernarren, Bibliophilen, Leseratten, Schmökertypen, Buchhändlerinnen, Verlegerinnen, Buchliebhaber, Bookaholics, Buchsüchtige … ein kleiner Schatz aus dem 19. Jahrhundert, jetzt wieder entdeckt. Ein charmantes Buch, eine Hommage an Buchläden und Literatur und den schönsten Beruf der Welt: Buchhändler(in) sein!
Die Seiten der Welt – Kai Meyer
Mein erster Kai Meyer. Eigentlich ein Wunder, bin ich doch von vielen Seiten von Fans umgeben. Und doch bin ich ja keine ausgesprochen große Fantasyleserin. Hier kam dann alles zusammen, denn der Kombination aus wunderschöner Aufmachung und der Thematik konnte ich dann kaum widerstehen. Und Kai Meyer hat mich nicht enttäuscht, denn er hat mir eine spannende Geschichte erzählt, eine ganz neue phantastische Welt eröffnet und mich prima unterhalten. Besonders wird mir wohl im Gedächtnis bleiben, wie „down to earth“ er geblieben ist. Ob das die prompte Reaktion auf unsere Buchladendeko zum Roman war oder der Moment, als wir bei S. Fischer am Messestand nebeneinander zu sitzen kamen und ganz locker ins Gespräch kamen, obwohl er sicherlich 1000 Dinge im Kopf und auf der Messe zu tun hatte. Wirklich, ausgesprochen sympathisch, dieser Autor ;-)
Murmelbrüder – Michela Murgia
Ich muss ehrlich sagen, dass mich die Murmelbrüder lange nicht so berühren konnten, wie es Accabadora tat. Eine nette Geschichte, ein bisschen Erwachsenwerden und Dorfleben in der Erinnerung. Hier fehlte mir der persönliche Bezug zum Erlebten, der ein Buch für mich besonders machen kann.
Arztroman – Kristof Magnusson
Ich habe beim Lesen mehrfach gedacht: Hut ab, Herr Magnusson! Als Autor aus der Sicht einer Frau zu schreiben ist nicht einfach und mißlingt oft. Hier ist aber das Gegenteil der Fall: ich fand die Gedankenwelt und die Themen der Protagonistin unheimlich passend dargestellt, man kam ihr nahe. Ihre Berufswahl als Notärztin eröffnete mir zudem noch eine ganz neue Welt, die ich so literarisch noch nicht betreten habe, und die sich so angenehm von den gängigen Romanberufen abhob. Mir hat das Buch ausnehmend gut gefallen und ich hoffe, dass es noch weite Kreise ziehen darf!
Njunjul – Meme McDonald/Boori Monty Pryor
Hier handelt es sich nicht nur um die Entdeckung eines Jugendbuches, sondern gleichzeitig ist damit der Baobab Books Verlag in meinen Fokus gerückt. Ein kleines und ausgewähltes Programm, mit geübtem Blick für das Besondere. Wir finden einen Jugendlichen vor, der fernab der Disneyglitzerwelt seinen Weg macht, dabei stolpert und sich verliert – und trotzdem versucht, seine Identität (auch) als Aborigine zu finden. Ein spannendes Thema und meiner Meinung nach durchaus ein Jugendbuch was sich als Schullektüre eignen würde.
Der Elefant verschwindet – Haruki Murakami
Ein Buch mit Geschichte: vor vielen Jahren verliehen und nie zurückbekommen. Immer die leere Stelle neben seinen Artgenossen bedauert. Jetzt ist es durch einen schönen Zufall als Geschenk wieder in mein Regal zurückgekehrt und musste daher gleich nochmal gelesen werden (wieder genauso schön, schräg und verzaubernd wie damals!). Und noch einen Sonderstatus hat es jetzt: Buch 100 im Lesejahr 2014!
The secret lives of dresses – Erin McKean
Ein richtiges Feel-good-Buch mit Vintage-Kleidern, die mehr als nur schön und alt sind, denn sie tragen ein geheimes Leben in sich. Im Original gelesen und mich dabei kuschelig aufs Sofa gelegt.
Weit weg und ganz nah – Jojo Moyes
Nett für zwischendurch. Erinnert mich ein bisschen an Marian Keyes, Maeve Haran und Sophie Kinsella, so eine Mischung aus allem. Nicht so sehr Chick-Lit wie Kinsella, nicht so dramatisch-traurig wie Keyes, aber ganz klar in Great Britain angesiedelt, ein bestimmtes Flair, bestimmte Typen von Menschen, vom Schicksal zusammengebracht.