Bitte nicht vom Titel abschrecken lassen – Das Buch hat nichts mit überzogener Frühförderung oder ähnlich überambitionierten Zielen zu tun. Es bietet einen guten Überblick über die verschiedenen Elemente der geistigen Entwicklung und verknüpft sie miteinander. Zudem ist das Buch gespickt mit Ideen für Kinder von 0 bis 3 Jahren, Liedern, Spielen, Bastelideen und Ritualen. Eine wahre Fundgrube für Eltern. Noch dazu machte es Spaß es zu lesen – ich bin sehr zufrieden und es wird uns sicher noch die nächsten Jahre begleiten!
Kategorie: B
The Carrie Diaries – Candace Bushnell
Jeder SATC-Fan braucht dieses Buch! Finde ich. Ich liebe die Serie sehr und somit war dieses Buch sofort mein. Wir erfahren alles über Carrie Bradshaw, bevor sie nach New York kommt – ihre Highschool Jahre. Und das ist so sehr Carrie das man es einfach nur lieben muss. Es ist eindeutig ein Jugendbuch, lässt sich schnell lesen, das passt aber auch einfach zur vorherrschenden Stimmung. Carrie als Teenie die schon damals ihren Traum von New York und dem Schreiben träumt, das ist einfach klasse! Auch wenn einiges im Buch nicht mit Erwähnungen in der Serie übereinstimmt, tut das diesem Buch keinen Abbruch – für mich gewährt es einen tieferen Einblick in Carries Seelenleben, warum sie wird wie sie uns später in der Serie erscheint und was ihre Überzeugungen prägte. Also – High Heels an und die Carrie Diaries kaufen…;-)
Schneller als der Tod – Josh Bazell
Ein schneller, böser Thriller rund um die Mafia und einen, der versuchte, vor ihr zu fliehen – in ein Krankenhaus, als Arzt. Präzise wie mit einem Skalpell geschnitten sind die Figuren, hektisch und ohne Gnade der Krankenhausalltag, eiskalt die Mafia. Und überhaupt: schnell ist einfach alles in diesem Roman, dem oft bemühten Vergleich einer Mischung aus Dr. House und Tarantino kann ich nur zustimmen.
24 Geschichten bis Weihnachten – Katharina Braun (Hrsg.)
Und auch dieses Jahr ist das Adventskalenderbuch von Boje mein Begleiter durch die Weihnachtszeit gewesen. Hier stimmt einfach alles: wunderschöne Ausstattung mit verklebten Seiten zum Öffnen für jeden Adventstag, liebevolle Illustrationen, namhafte Jugend und Kinderbuch Autoren und rundherum schöne, weihnachtliche Geschichten – laut, leise, witzig oder besinnlich – für mich war das wieder ein wunderbares Adventszeit-Ritual.
Die Hassliste – Jennifer Brown
Was passiert, wenn der Mensch den Du auf der Welt am meisten liebst, eure gemeinsam erstellte Hassliste ernster nimmt als Du es je getan hast – und in deiner Schule ein Blutbad anrichtet? Vor diesen Fragen steht Val als ihr Freund Nick anfängt um sich zu schießen und sie den Amoklauf beendet indem sie sich vor eine Mitschülerin wirft. Anders als viele andere Bücher zum Thema beschäftigt sich dieses Buch vorallem mit der Zeit vor und nach dem Amoklauf. Den Valerie steht vor der unüberwindbar scheinenden Aufgabe, zurück ins Leben zu finden – als was? Als Trauernde um Nick, für den sie trotz der Tat noch Gefühle hat? Als Mittäterin? Als Opfer, weil sie selbst verletzt wird? Dieses Buch schafft es für jegliche Beteiligte ob Mitschüler, Eltern, Medien und auch Valerie und Nick selbst unterschiedliste Positionen zu beziehen. Und das ist es, was es so herausstechen lässt – es lässt viel Platz für Grautöne und zeichnet kein schwarz-weisses Bild. Auch wenn man sicherlich einige Male hart schluckt, weil die Autorin unangenehme Gedanken portraitiert, so ist es doch eine äußerst gelungene Auseinandersetzung mit diesem so schwierigen Thema.
Das Buch wird ganz sicher Schullektüre werden und ich kann das nur unterstützen, denn die Diskussionen werden kontrovers sein, zum Nachdenken bringen . Mich hat dieses Buch lange nicht losgelassen.
Überall ist Lönneberga – Christoph Borchelt
Ein Deutscher unter Schweden, so heisst es im Untertitel. Borchelt wohnt abwechselnd in Berlin und auf der schwedischen Insel Öland und beschreibt in diesem Buch seine Erfahrungen mit diesem schönen Land. Es war nett, las sich schnell und ein paar kleine Anekdoten kannte ich auch als Schwedenfan noch nicht. Insgesamt blieb aber nicht soviel hängen, so das ich das Buch zwar ganz okay fand, für Schwedeninteressierte aber trotzdem anderes empfehlen würde.
Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche – Alina Bronsky
Bronsky hat mit Scherbenpark bewiesen, das sie schnell, heftig und gut schreiben kann. In ihrem neuen Roman geht sie noch eine Spur weiter und schreibt eine Geschichte, die so durchaus passieren könnte – wo man aber zwischendurch zwischen Entsetzen und Lachen schwankt, ob der Schnelligkeit und bizarren Ereignisse. Eine Großmutter die sich in das Leben ihrer Tochter und vorallem ihrer unverhofften Enkelin einmischt und das auf so kompromisslose Weise das man sich nicht entscheiden kann, ob man sie ob ihrer Unverforenheit bewundern soll oder sich an den Kopf greifen, warum niemand aufbegehrt. Die 3 Frauen können nicht ohne einander aber auch nicht miteinander, sind durch ihre Familienbande gebunden. Bronsky hat einen Roman geschrieben, der sich nicht in eine Schublade packen lässt: auf der einen Seite fast unfreiwillig komisch und doch tragisch aber auf jedenfall: verdammt gut geschrieben!
Wer die Kälte liebt – Tilman Bünz
Spätestens seit mein Mann 2 Auslandssemester in Schweden absolviert hat, bin ich Skandinavien-Fan. Was lag also näher als dieses Buch im Laden mitzunehmen? Und es macht genau das was ein solches Buch tun soll: gut unterhalten, mir einige interessante Einblicke in das Land und das Leben der Menschen dort geben und ein bisschen Fernweh wecken. Wer sich ein bisschen einlesen will in die skandinavischen Länder, ist hiermit sehr gut bedient, aber auch Kenner werden denke ich noch einige Neuheiten entdecken. Bünz hat einen sehr angenehmen Stil und ich würde gerne nochmal mehr von ihm lesen.
Eifel-Schnee – Jaques Berndorf
Dieser Eifel-Krimi besticht weniger durch den Fall, eher durch die ganzen herrlich skurrilen Figuren und Freunde von Baumeister, die mal wieder sein beschauliches Häuschen in der Eifel bevölkern.Lässt sich mal wieder schnell durchschmökern…
Eifel-Gold – Jaques Berndorf
Ein typischer Berndorf, mit einem Fall der eigentlich einfach nur riesig Spaß macht. Ein Geldtransporter verschwindet in der Eifel. Verdächtige gibt es mehr als genug, die geklaute Summe geht auf 18 Millionen. Und dann taucht Geld auf – ein moderner Robin Hood oder Verschwörung? Berndorf ermittelt mit gewohnter Ruhe und trockenen Feststellungen.