Ein kleines, wunderhübsches Buch, mit Erinnerungen, Betrachtungen und diesem wunderbaren Stil, der Michel Bergmann zueigen ist. Ich wünsche mir noch viele, viele Bücher von diesem Autor!
Kategorie: B
Die Nachmittagskinder – Helga Beyersdörfer
Ein Büro für bezahlte Dienstleistungen im Haus einrichten – was diese spontane Idee einer Abiturientin in ihrer Hausgemeinschaft auslösen wird, erahnt sie anfangs selbst kaum. Charmante Idee, eigenwillige Protagonistin, süffiger Lesestoff.
Jersey Angel: Was ist schon ein Sommer? – Beth Ann Bauman
Hat mir leider nicht so richtig gut gefallen. Zunächst fand ich die flapsige Schreibweise witzig, das verlor sich aber immer mehr zum Endes des Buches. Auch der doch sehr lockere Umgang mit Sex war nicht so richtig meines. Denn: ich möchte Jugendbücher gerne empfehlen können – dabei darf in den Büchern gerne mehr passieren, als nur Händchenhalten. Und auch, wenn unsere Protagonistin durchaus Konsequenzen aus ihrem Handeln ziehen wird, so frage ich mich doch, welchen Eltern ich dieses Buch spontan in die Hand drücken soll, als Geschenk für die Tochter. Unter 14 sicherlich nicht. Eine 17jährige wird sich sicherlich angemessen mit dem Buch auseinandersetzen können, ist wahrscheinlich aber schon lange nicht mehr die Zielgruppe…
Eine Liebe über das Meer – Jessica Brockmole
Was für ein schönes Buch, romantisch und traurig zugleich, ein Briefroman der berührt.
Alles was ich sage, ist wahr – Lisa Bjarbo
Richtig, richtig gelungenes Jugendbuch. Authentisch, mit Figuren, die man als wahrhaftig erlebt, mit einer Familie, um die man sich sorgt, um einen Wendepunkt im Strudel des Erwachsenwerdens. Traurig, witzig, frech, dramatisch, kurz: Empfehlung, Empfehlung, Empfehlung!
Nichts, was man fürchten müsste – Julian Barnes
Mit diesem Buch habe ich erstaunlich viel zu kämpfen gehabt, bedenkt man, dass ich Julian Barnes wirklich gerne lese. Ich glaube, ich hatte mir etwas anderes erwartet, eine noch persönlichere Auseinandersetzung mit dem Sterben und dem Tode. Diese passiert zwar, allerdings nimmt Barnes sehr oft Bezug auf andere Schriftsteller und Künstler und zitiert diese häufig, setzt seine eigenen Erfahrungen in den Vergleich. Das las sich zuweilen sperrig, manchmal auch schwierig, gerade wenn man die erwähnten Persönlichkeiten nicht kennt.
Die Seltsamen – Stefan Bachmann
Für mich eines der stärksten Debüts innerhalb des Fantasy-Genres der letzten Jahre. Starke Charaktere, eine Atmosphäre, die man fast bis ins eigene Zimmer zu spüren meint, eine reizvolle Verknüfpung von Magie und Steampunk. Ich freue mich jedenfalls enorm auf die Fortsetzung und bin wirklich beeindruckt, ob des Alters Bachmanns. Es gibt einige Fantasy-Autoren, die, um das doppelte älter, nicht einen solchen Plot entwerfen können. Großes Lob!
Große Ärsche auf kleinen Stühlen – Benni-Mama
Hier habe ich mich mal als Gastrezensentin bei Bibliophilin ausgetobt: Klick!
Wie halte ich das alles nur aus? – Sibylle Berg
Gewohnt kurzweilig, böse, schräg und doch – von einer gewissen Liebe zu den Menschen und ihren Verhaltensweisen getragen: eine Sammlung von wichtigen Fragen, die Berg kongenial beantwortet – wie kann man diese Frau nicht mögen? Ich finde sie einfach herrlich!
Shotgun Lovesongs – Nickolas Baker
Spontan würde ich einfach gerne rufen: „Tolles Buch! Nehmen Sie es mit! Machen Sie es sich in der Sonne gemütlich und genießen Sie ihre Reise nach Wisconsin, ins Herz Amerikas“ Von einer Kleinstadt und ihren Bewohnern, von Freunden, die ihr ganzes Leben miteinander teilen. Von Erfolg, Verlusten, Liebe, Entscheidungen und besonderen Momenten lebt dieses Buch. Ich habe richtiggehend mitgefiebert und auch mitgelitten, mit jeder einzelnen Person, was nicht oft passiert. Also, ich rufe: Tolles, tolles Buch!