Confessions of a shopaholic – Sophie Kinsella

Da mein Englisch ja doch immer mal wieder trainiert werden möchte, griff ich zu diesem Buch: nicht zu kompliziert, komisch und nicht zu schwer zu lesen. Hat alles gut gepasst, ich hatte kaum Verständnisprobleme und habe auch einige Male geschmunzelt. Rebecca Bloomwood, die Heldin dieser Reihe ist einfach so herrlich gezeichnet, das man großen Spaß beim Lesen hat…wenngleich man zwischendrin doch immer rufen möchte „Nein, lass die VISA Karte stecken!“ Aber wer hat sich nicht schon mal gerne erhaben gefühlt, gegenüber einer Buchfigur? Die absurdesten Hirngespinste und Kaufarien und vorallem – ihre erfolglosen Versuche, von „Cut Back“ oder als das nicht fruchtet „Making more Money“ sind einfach klasse.

Leichte, lockere Unterhaltung mit Witz. Ein kleines bisschen Rebecca steckt wohl in jedem von uns…

Das Geisterhaus – Isabel Allende

Wenn man dieses Buch in einem Wort beschreiben möchte, würde ich sagen: Opulent! Allende entwirft eine Familiensaga über 3 Generationen in Chile. Skurrile Personen, Geister, Prunk, Geheimnisse beherrschen dieses Buch. Am Anfang tat ich mich ein bisschen schwer, man muss sich auf das Buch einlassen und eine recht ausschweifende Erzählweise mögen. Hat man sich aber eingelesen, gibt es einige Stellen wo man sich so richtig festlesen kann und kaum aufhören kann. Auch wenn die Erzählweise langsam und gemächlich ist, schafft Allende es doch, einen sehr langen Spannungsbogen, auch durch viele Andeutungen, zu halten.
Nichts für zwischendurch aber für lange Schmökerabende – perfekt!

Das absolut wahre Tagebuch eines Teilzeit-Indianers – Sherman Alexie

Sehr gut! Ein Buch das man in einem Rutsch liest, weil es keinen guten Zeitpunkt gibt, es mal wegzulegen. Als „Junior“ mit 14 aus seinem Reservat „ausbricht“ und anfängt zu einer „weissen“ Highschool zu gehen, fällt es ihm schwer zu sagen, wohin er gehört, auf der Schule ist er Aussenseiter, zuhause im Res. der Verräter. Mithilfe von Büchern und gezeichneten Comics (im Buch ^^) drückt er sich aus – das liest sich verdammt ehrlich, rasant und ja…ich fands überaus beeindruckend. Alexie ist selbst Spokane-Indianer, das Buch trägt autobiographische Züge. Würde ich Sternchen vergeben: Hier sind 5! Für ein verdammt gut gemachtes Jugendbuch!

Ps: Erschein im Oktober 2009!

Der Schneewittchen Club – Lily Archer

Endlich, endlich wieder ein Jugendbuch mit Klasse! Tolle Protagonistinnen, die menschlich und wie aus der eigenen Schulzeit wirken, mit dem Thema „böse Stiefmutter“ ein sehr bekannter Aufhänger gefunden – lustig geschrieben, ohne gekünstelt zu wirken, mit herrlichen Szenen und einer rasanten Story. Ich hab sehr viel geschmunzelt – tolle Unterhaltung ohne oberflächlich zu sein! Daraus könnte man eine 1a Teenie-Komödie mit durchweg Tiefgang machen! Meine Empfehlung im Jugendbuch zur Zeit!

Das Buch Dahlia – Elisa Albert

Schwer zu beschreibendes Buch. Zu Anfang hin mit unheimlichem Tempo geschrieben, viel, schnell, heftig, immer schön fluchend durchsetzt und sehr wütend. Dann entspannt es sich etwas…Dahlia ist 29, hat in ihrem Leben noch nicht wirklich etwas zustande gebracht – das könnte so bleiben, wäre da nicht ihr Hirntumor – inoperabel. Sie beschliesst, nochmal gedanklich mit der Welt abzuschliessen, während ihre Eltern alles nicht wahrhaben wollen und sie selbst auch nicht so recht weiss – will sie leben oder nicht?
Anstrengendes Buch. Es hat was, aber ich weiss nicht ob ich es wirklich empfehlen kann – es ist schon sehr heftig und eine ganz eigene Einstellung…

(erscheint Juni 09′)

Die Zeit der Schmetterlinge – Julia Alvarez

Beruht auf einer wahren Geschichte, denn es gab die 4 Mirabal-Schwestern wirklich.Die 4 Schwestern Patria, Maria Theresa, Dedé und Minerva wachsen unter dem Trujillo-Regime in der Dom.Republik auf. Nur Dedé überlebt, die anderen 3 Schwestern werden bei einem Anschlag getötet. Dieses Buch beschreibt, indem es jede Schwester einen Teil der Geschichte erzählen lässt, das Leben der Schwestern, die sich in einer Untergrundorganisation gegen das Regime auflehnten…liest sich äusserst packend, wirklich interessant und einfach verdammt gut geschrieben. Ich habe jedenfalls bis zum Schluss mitgefiebert, obwohl man das Ende von Anfang an kennt.

Alle sterben, auch die Löffelstöre – Katrin Aehnlich

Mann, was ein trauriges und dabei doch so schönes Buch. Allein der Titel hatte mich total angesprochen. Und das Innenleben – man schwankt zwischen Lachen, Weinen, erinnert sich selbst an seine Kindheit zurück, an Freundschaften…und ich für meinen Teil war wirklich sehr berührt. Ein tolles, unkitschiges, ehrliches Buch!

Die Mission der Isabel Goméz – Julia Alvarez

Das Buch hab ich mir eigentlich nur zugelegt, weil eine Freundin mir die Autorin so ans Herz legte und ich die ersten 2 Seiten sehr ansprechend fand. Das ist so eine kleine „Entdeckung“ gewesen, das Buch hatte ich in kürzester Zeit durch und hab es genossen. Es verwebt geschickt das Leben der Schriftstellerin Alma mit dem ihrer Romanfigur Isabel (die auf einer geschichtlichen Überlieferung basiert). Beide Frauen kämpfen auf ihre Art gegen ein gefährliches Virus….beide Erzählstränge sind spannend und auf ganz eigene Art faszinierend, es liest sich einfach total gut. Ich mag historische Bücher eher weniger, aber hier, mit diesem Mixwar ich sehr zufrieden. Fand ich wirklich ein richtig schönes, tolles Schmökerbuch!

Ich hab dich im Gefühl – Cecilia Ahern

Nachdem meine Statistik ja so aussah: Buch 1/2 richtig toll, Buch 3 Absturz, 4 wieder etwas besser ist Buch 5 nun ja…Mir gefiel die Idee, die war teilweise richtig gut umgesetzt (bestimmt prima verfilmbar..). Aber irgendwie – sie kommt nicht mehr darein, ihre Charaktere glaubhaft zu machen. Es bleibt alles sehr flach, leider, aber immerhin war die Geschichte etwas besser. Dadurch das die Protagonistin viel Zeit mit ihrem alten Vater verbringt, bekommt das Buch aber wenigstens ein paar wunderschöne kleine Szenen (u.a. als der Vater in eine Aufführung das Bild der verstorbenen Mutter aufstellt, damit sie zusieht…) das war scho schee. Lustigerweise haben mich einige Nebenfiguren fast mehr überzeugt, als es die Hauptfiguren taten.
Es ist okay, aber wirklich kein absolutes Muss.