Die wundersame Beförderung – Vikas Swarup

Swarup ist ein Garant für unterhaltsame Geschichten. Seine in Indien spielenden Romane tragen stets ein Augenzwinkern in sich und erzählen rasant vom Leben der unterschiedlichsten Landsleute. Als Sapna Sinha die wohl ungewöhnlichste Beförderung aller Zeiten angeboten wird, wittert sie eine Falle. Aber was auf das Angebot folgt, das hätte sich die junge Frau wohl in ihren kühnsten Träumen nicht ausgemalt.  Swarup begibt sich wieder auf eine verrückte Reise, bei der ich nur zu gerne auf dem Beifahrersitz sitze.

Trümmergöre – Monika Held

Nachdem mich „Der Schrecken verliert sich vor Ort“ dermaßen sprachlos zurückgelassen hatte, war es keine Frage, dass ich auch das neue Buch von Monika Held unbedingt lesen wollte. Trümmergöre – der Name des Romanes ist Programm und wir verfolgen die Spuren einer Jugend in der Nachkriegszeit, die heute wohl Kopfschütteln hervorrufen würde und von mehr als einem Bruch begleitet wird. Monika Held hat die ganz große Gabe, Figuren so plastisch und authentisch zu schildern, dass man sie regelrecht vermisst, nachdem man das Buch beendet hat.

Geschenkt – Daniel Glattauer

Es gibt sie, diese Bücher, die einen quasi auf der Stelle glücklich machen. Dabei beschreibt Glattauer weder die ganz große Liebe, noch das Paradies, nein, das Thema Alkoholismus und auch eine schwierige Vater-Sohn-Beziehung sind sehr präsent. Und doch…dieses Buch lässt einen glauben, dass gute Dinge passieren, dass die Menschen sich ändern können und kleine Wunder einfach geschehen. Ich habe das Buch innerhalb von drei Stunden im Park ausgelesen und war danach – ganz genau – rundherum glücklich. Danke Daniel Glattauer!

Die Achse meiner Welt – Dani Atkins

Manchmal sollte man dann doch auf sein Bauchgefühl hören. Es ist nicht so, als ob dieser Roman nicht durchaus einige meiner Vorlieben bedient – und doch habe ich in Sachen Liebesroman mit Twist schon wirklich schöneres gelesen, was mich mehr berührt hat. Es war ganz nett zu lesen, ich war allerdings nicht allzu traurig, als ich es dann durchhatte. Definitiv Geschmackssache.

Königreich der Dämmerung von Steven Uhly

Eine echte Herausforderung, dieses Buch. Konträr zu Glückskind und doch hat es eines damit gemein: Uhly versteht sich darauf, in jeder Geschichte die Gefühle der Menschen sehr genau zu erfassen. Ich habe lange für diesen Roman gebraucht, manchmal konnte ich das Leid und die Trauer, die über dieser Nachkriegszeit liegt schwer aushalten, zu unfassbar sind die Geschehnisse. Und doch ist es ein Roman, bei dem ich froh bin, dass ich ihn nicht vorschnell aus der Hand legte: denn er gibt der Vergangenheit eine Stimme, allen, die an ihr mitgewirkt haben, was sich manchmal schwer ertragen lässt und doch ist es so wichtig, davon zu erzählen. Uhly zeigt, wie die Geschehnisse bis in die heutige Zeit reichen, sich verästeln und immer noch nachwirken. Ein intensiver Roman, in dem wir den Autor von einer ganz neuen Seite kennenlernen. Uhly selbst sagt, es wäre ein Buch über das Leben. Ich kann nach der Lektüre sagen: es ist auch ein Buch vom “über-leben”.