Wieder ein Krimi mit Erica Falck (Journalistin) und Patrik Hedström (Polizist) im idyllischen Fjällbacka. Der erste (Die Eisprinzessin schläft) gefiel mir gut, daher hatte ich keine Bedenken. Diesmal war ich ein bisschen enttäuscht. Der Fall an sich war ziemlich verdreht, fast habe ich mich mehr auf die persönlichen Episoden die eingestreut waren gefreut. Trotzdem – am Ende wurden alle Stränge zusammengeführt und das Durchhalten lohnte sich. Kein Krimi-Highlight aber für einen Zelturlaub in Schweden bestimmt bestens geeignet 8-)
Schlagwort: Krimi
Beschützer der Diebe – Andreas Steinhöfel
Ja, das Steinhöfel-Fieber reisst nicht ab! Hier entwirft Steinhöfel einen Berlin-Krimi, gemischt mit Anklängen von Gesellschaftskritik, wieder den Themen Akzeptanz, Freundschaft und „Anderssein“. Ich habe das Gefühl, ich wiederhole mich, aber: der Mann hat es drauf! Bitte, noch mehr, mehr, mehr Kinder und Jugendbücher schreiben!
Sorry – Zoran Drvenkar
Ein heftiges Buch, das muss man schon sagen. Auf den ersten paar Seiten war ich schon ganz schön fertig. Der Anfang gestaltet sich etwas nebulös, dann kommt die Geschichte in Fahrt und reisst einen mit …böse, sehr spannend und ja..verdammt guter Thriller! Gut gemachte Figuren und Geschichten – eigentlich fängt alles ganz harmlos an. 4 Freunde gründen eine Agentur, die sich für andere entschuldigt – das Geschäft läuft gut. Bis sie sich eines Tages für etwas entschuldigen sollen, was moralisch und ethisch völlig gegen ihre Vorstellungen läuft…
Die Eisprinzessin schläft – Camilla Läckberg
Ein Schwedenkrimi, ein recht gut aufgemachter Fall – die große Spannung/Dramatik gibt es nicht, wohl aber den ein oder anderen „Aha“-Effekt. Schön ist die „Nebengeschichte“, die das Ermittlerduo ein wenig näher bringt, Polizist und Schriftstellerin. Las sich süffig und gut weg, allerdings manchmal ein wenig arg flapsig, aber insgesamt hat mich das auch nicht wirklich gestört, eher verwundert. Und die schwedische Atmosphäre ist einfach toll, wenn man grade viel mit dem Land zu tun hat :-)
Die Brandmauer – Henning Mankell
Hat mir auch wieder gut gefallen, allerdings waren für mich z.B. Mittsommermord oder Die fünfte Frau doch noch ne Klasse besser. An sich gefiel mir auch der Fall, aber er blieb so „ungreifbar“, obwohl eine Katastrophe bevor steht, kann man es irgendwie nicht erfassen. Schwer zu sagen. Trotzdem – Mankell kanns einfach!
Rico, Oscar und die Tieferschatten – Andreas Steinhöfel
Rico ist „tieferbegabt“, was noch lange nicht heißt, das er doof ist. Als er sich mit Oscar anfreundet, überschlagen sich die Ereignisse – und Ricos Kopf läuft auf Hochtouren…Eine spannende Krimi-Geschichte mit wunderbaren Figuren, über Freundschaft, einen Kinder-Entführer in Berlin und viele komplizierte Worte! Großartig geschrieben, auch was für Wenigleser und überhaupt, bitte lesen! Im April 2009Â erscheint auch die Fortsetzung, nämlich Rico, Oscar und das Herzgebreche – ich freue mich schon auf das Wiedersehen!
Milchgeld – Klüpfl/Kobr
Wollte mal einen deutschen Krimi versuchen, der etwas schrägeren Art. Kluftinger, der Kommissar ist irgendwie sehr knuffig ^^. Der Fall ist nicht wahnsinnig aufregend oder so, aber es ist ein netter Nachmittagskrimi für zwischendrin und die Allgäuer sind schon ein lustiges Völkchen.
Das letzte Buch – Zoran Zivikovic
Ein Toter in der Buchhandlung. Zunächst geht man von einem Herzinfarkt aus, kurz darauf stellt sich aber heraus – der Tod hatte keine natürlichen Ursachen…Die Buchhändlerin verliebt sich kurzerhand in den ermittelnden, literaturstudierten Kriminalkommissar und gemeinsam fangen die beiden an, zu ermitteln – und auf was sie dabei stoßen ist witzig, skurril und manchmal äusserst abgefahren.
Liebevoll wird hier mit Literatur und Büchern, mit Macken und Schrullen gespielt. Auch wenn das Buch teilweise etwas schräg, manchmal auch fast banal herüberkommt – es hat was! Für Bücherliebhaber und Freunde schräg-komischer Literatur!
Mittsommermord – Henning Mankell
Heftig, Heftig, Heftig. Und grade deswegen wirklich saugut. Will nichts verraten, aber es ist krass. Geht ganz schön brutal zu. Hat mir gut gefallen! Für mich insgesamt der „beste“ Wallander.
Die fünfte Frau – Henning Mankell
Blieb sehr lange schwer zu fassen, wie und worum es „eigentlich“ geht. Grade deswegen aber auch mal wieder bis zum Schluss spannend und grade zum Schluss hin erschreckend. Wer diesen Mankell gelesen hat weiss sicherlich auch was ich meine. Es ist insgesamt ziemlich brutal und es passieren einige heftige Ereignisse und ja…es nimmt einen ganz schön mit, finde ich…