Unser Haus am Meer – Polly Horvath

Ich habe eine Schwäche für Kinderbücher, die skurril daherkommen. Als ich bei der wunderbaren Ada Mitsou dann von diesem Buch las, war klar: musste auch haben. Und ich bin sicher noch eine ganze Weile dankbar für diesen Tipp: das Buch hat soviel Herz, schräge Figuren und eine große Portion Witz und die ein oder andere wirklich ungewöhnliche Szene. Klasse! Und beim Schreiben sehe ich gerade, dass sie bereits den zweiten Band rezensiert hat und genauso begeistert war…na…der kommt dann wohl auch bald zu mir ;-)

Hilfe, die Herdmanns kommen! – Barbara Robinson

Von diesem Weihnachtsklassiker wird mir seit Jahren vorgeschwärmt – von Kollegen, von Kunden, von Freunden. Dieses Jahr habe ich dann endlich zugegriffen und was soll ich sagen? Sie hatten alle recht! Urkomisch, dabei gleichzeitig aber so rührend zum Schluss hin – das werde ich ganz definitiv meinen Kindern vorlesen (und der eine oder andere Erwachsene könnte die Lektüre, gerade zur Weihnachtszeit, auch durchaus vertragen). Diese wilde Herdmann-Truppe hat Potential und mir sehr viel Spaß gemacht!

Elfrid & Mila: Das Weihnachtswichtelwunder – Pernilla Oljelund

Wer sich nicht in die muffelige, dauermüde dafür aber umsomehr von sich überzeugte Weihnachtswichtelin Elfrid verliebt, ist selber schuld! So ein schönes Kinderbuch für die Weihnachtszeit. Mila mag ihr Weihnachtsfest so wie es immer war: sie und Mama, auf der Couch. Als sich für dieses Jahr der Nachbar ankündigt, den ihre Mutter eindeutig zu sehr mag, wünscht sich Mila nichts sehnlicher, als dass er verschwindet und sie wie immer feiern können…zu dumm nur, dass der Wunsch ausgerechnet an Elfrid übertragen wird – denn damit geht das Chaos erst los…Elfrid ist zwar der Meinung, eine der begabtesten ihres Faches zu sein – leider steht ihr diese Überzeugung mehr als einmal im Weg und je mehr sie versucht, den Wunsch zu erfüllen, desto mehr überschlagen sich die Ereignisse…. Sensibel erzählt, spannend und einfach herrlich komisch!

Muminvaters wildbewegte Jugend – Tove Jansson

Als Kind habe ich öfter von den Mumins gehört, allerdings hatte ich die Bücher wohl immer nur bei Freunden ausgeliehen, so dass ich mich erst jetzt durch die eigenen Ausgaben pflügen kann und meine nur sehr vagen Erinnerungen auffrischen. Dafür taugte dieser Band sehr – denn er erklärt vieles, auf das in späteren Bänden Bezug genommen wird. Die Mumins kann man einfach nur ins Herz schliessen und ich freue mich, wenn mein Sohn bald mit mir ihre Welt erkunden wird.

 

Laqua – Nina Blazon

Ein Kinderbuch ab etwa 10 Jahren, angesiedelt in Venedig. Diese Stadt habe ich bereits besucht und finde, die Autorin hat die Örtlichkeiten sehr authentisch beschrieben. Es kommt eine spannende Atmosphäre auf und die unheimlichen Ereignisse um das alte Hotel von Kristina und Jans Urgroßmutter sind packend geschrieben. Ein runder und fantasievoller Abenteuerroman für Kinder, mit genau der richtigen Portion Grusel, den man schön wegschmökern kann.

Madita – Astrid Lindgren

Von Madita hatte ich als Kind nur ein oder zwei Bilderbücher, so dass ich mir vor Jahren eine schöne gebundene Ausgabe von Oetinger zulegte, mit allen Geschichten – jetzt war die Zeit dafür. Lindgren ist einfach ein Ausnahmephänomen, ich mag sovieles von ihr – und auch dieses Buch mochte ich. Allerdings muss ich sagen, nicht ganz so gerne, wie zum Beispiel Pippi Langstrumpf oder auch Ferien auf Saltkrokan (was ich ja ebenso erst später entdeckte). Ein bisschen verwöhnt fand ich Madita dann doch, dass konnte ich nicht überlesen. Trotzdem, es ist Meckern auf hohem Niveau ;-)

Der Blaubeersommer – Polly Horvath

Zwei uralte Damen, die nicht besonders gut Auto fahren. Ein Wald voller Beeren und Bären. Skurrile Figuren, ein junges Mädchen, unangenehme Eltern. Eigentlich ist das ganze Buch vollgestopft mit seltsam anmutenden Ereignissen, die nicht zusammenpassen – und doch habe ich es mit großer Begeisterung gelesen, weil es so herrlich anders ist, sich so wohltuend abhebt von vielem anderem auf dem Kinderbuchmarkt. Weil hier zwar schlimme Dinge passieren, überzeichnet wird – aber trotz allem einfach durchdringt – Du kannst viel erleben und überstehen, wenn Du an Dich glaubst und über Dich hinauswächst. Ich fands einfach nur richtig klasse und habe schon Nachschub bestellt…

Florentine oder wie man ein Schwein in den Fahrstuhl kriegt – Jutta Wilke

Dieses Kinderbuch ist einfach durch und durch charmant geschrieben – ich habe es mit einem Lächeln im Gesicht gelesen und bei einigen Szenen konnte ich das Lachen auch nicht mehr unterdrücken. Wie aus einer kleinen Idee (Schwein im Fahrstuhl) ein so liebevoll gestaltetes Kinderbuch entsteht, das erfreut mein Leserherz. Florentine ist einfach ein tolles Schwein und ganz nebenbei erzählt Jutta Wilke hier nicht nur eine spannende Geschichte, sondern räumt noch gehörig auf, mit Vorurteilen und Klischees. Klasse!

Die Penderwicks am Meer – Jeanne Birdsall

Die Penderwicks (von denen es bereits 2 Bände gab die ich heiss geliebt habe!) stehen für mich für eine ganz spezielle Art des Kinderbuchs. Es ist eine Herausforderung geworden, Kinderbücher zu schreiben, die weder traurige Themen scheuen, aber auch nicht davon beherrscht werden. Und in denen keine fantastischen Elemente Einzug halten – in denen aber auch nicht die ganze Welt ein Strom langsam dahinplätschernder positiver Ereignisse ist. Die Penderwicks sind 4 Schwestern, die man schon nach den ersten Seiten direkt vor seinen Augen sieht und sofort ins Herz schließt – und was sie zusammenhält, was sie stark macht, das sind sie eigentlich selbst – mit allem Mut, Lachen und Freundschaft. Wiedermal ein ganz wunderbares Leseerlebnis. Ich freue mich so auf die weiteren Bände und bin mir sicher: diese Bücher werde ich meinen Kindern wieder und wieder vorlesen.